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Sport

Nach Rücktritt beim DFB

Reinhard Grindel darf zum ZDF zurückkehren

Als DFB-Präsident ist Reinhard Grindel gerade erst zurückgetreten. Nun geht es um seine Zukunft. Das ZDF bestätigt, dass der Ex-Journalist grundsätzlich wieder beim Sender arbeiten könnte - nach 16 Jahren.

RONALD WITTEK/ EPA-EFE/ REX

Reinhard Grindel war drei Jahre DFB-Präsident. Am Dienstag trat er zurück.

Mittwoch, 03.04.2019   12:18 Uhr

Der abgetretene DFB-Präsident Reinhard Grindel hat grundsätzlich die Möglichkeit, nach 16 Jahren Auszeit wieder beim ZDF zu arbeiten, für das er zuvor schon tätig war. Der ehemalige Fernsehjournalist und frühere CDU-Bundestagsabgeordnete war am Dienstag von der Spitze des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) zurückgetreten. "Herr Grindel hat aufgrund seiner früheren Mitgliedschaft im Bundestag ein im Abgeordnetengesetz geregeltes gesetzliches Rückkehrrecht", teilte das ZDF am Mittwoch mit. Zuvor hatten die "Bild"-Zeitung und die "FAZ" darüber berichtet.

Der 57 Jahre alte Grindel war in den Tagen vor seinem Rücktritt durch die SPIEGEL-Enthüllungen über fragwürdige Zusatzeinkünfte und die Annahme einer teuren Uhr unter Druck geraten. Doch die Liste seiner Verfehlungen ist deutlich länger.

Bei dem öffentlich-rechtlichen Sender war Grindel von 1992 bis 1997 zunächst als Redakteur im ZDF-Studio Bonn beschäftigt, von 1997 bis September 1999 dann als Leiter des ZDF-Landesstudios Berlin. Von Oktober 1999 bis Dezember 2002 war er Leiter des ZDF-Studios Brüssel, seit Januar 2003 ist er dem ZDF zufolge freigestellt. Mitglied im Deutschen Bundestag war Grindel von 2002 bis 2016. Den Posten als DFB-Präsident übernahm er im April 2016. Davor war er Schatzmeister des Verbandes.

mey/dpa

insgesamt 47 Beiträge
stefanbodensee 03.04.2019
1. Wir müssen uns ...
um das weitere Auskommen von Herr Grindel keine sorgen machen. Und seien die Verfehlungen auch noch so groß - er kann jederzeit wieder zu seiner alten Tätigkeit beim ZDF zurückkehren. Er bekommt spätestens zum [...]
um das weitere Auskommen von Herr Grindel keine sorgen machen. Und seien die Verfehlungen auch noch so groß - er kann jederzeit wieder zu seiner alten Tätigkeit beim ZDF zurückkehren. Er bekommt spätestens zum Renteneintrittsalter seine durch 'fleissige' Abgeordnetentätigkeit erworbene Rente, die er neben vielen Nebenbeschäftigungen auch noch wahrgenommen hat ( von der normale Arbeitgeber nur träumen können ). Man fällt also weich wenn man Grindel heisst ...
lollopa1 03.04.2019
2. das überrascht jetzt aber...
richtig ist dass es eine Garantie für die Rückkehr in den alten Job gibt wenn man ein politisches Mandat im Bundestag ausübt, nur hat Hr. Grindel nach seinem Auszug aus dem Bundestag nicht wieder beim ZDF angeklopft sondern [...]
richtig ist dass es eine Garantie für die Rückkehr in den alten Job gibt wenn man ein politisches Mandat im Bundestag ausübt, nur hat Hr. Grindel nach seinem Auszug aus dem Bundestag nicht wieder beim ZDF angeklopft sondern eine andere bezahlte Tätigkeit aufgenommen. Daher hat er sein Recht auf eine Rückkehr an seine alte Arbeitsstelle verwirkt.
titzck 03.04.2019
3. Geschenke beim ZDF
Aus meiner Sicht wird das ZDF zu prüfen haben, ob die Annahme von Geschenken beim ZDF in so beträchtlicher Höhe rechtlich einwandfrei ist. Immerhin handelt es sich einen öffentlich-rechtlichen Rundfunk mit einem hohen [...]
Aus meiner Sicht wird das ZDF zu prüfen haben, ob die Annahme von Geschenken beim ZDF in so beträchtlicher Höhe rechtlich einwandfrei ist. Immerhin handelt es sich einen öffentlich-rechtlichen Rundfunk mit einem hohen Anspruch an die Berichterstattung. Insoweit dürfte es auch beim ZDF Regeln zur Annahme von Geschenken geben. Es müssten sich die Gremien des ZDF mit der Angelegenheit beschäftigen. Im Nachgang könnten sich auch die Staatsvertragsländer der Sache annehmen.
catcargerry 03.04.2019
4. Will er das?
In irgendeinem Beitrag habe ich gelesen, dass er noch zwei Jobs im Fußball-Geschäft hat, die zusammen mit 500 TEUR p.a. dotiert sind. Das hätte er nicht einmal als Intendant. Oder muss er die auch abgeben? Anständig wärs ja [...]
In irgendeinem Beitrag habe ich gelesen, dass er noch zwei Jobs im Fußball-Geschäft hat, die zusammen mit 500 TEUR p.a. dotiert sind. Das hätte er nicht einmal als Intendant. Oder muss er die auch abgeben? Anständig wärs ja ...
saftschubse 03.04.2019
5. Grundsätzlich mag er die Möglichkeit haben zurückzukehren...
...aber als Mitglied des Uefa-Exekutivkomitees und gleichzeitig Uefa-Vizepräsident kassiert er ja auch nochmal 500.000 € pro Jahr, dann ist das doch wohl nicht unbedingt nötig und dem ZDF tut er auch keinen Gefallen damit
...aber als Mitglied des Uefa-Exekutivkomitees und gleichzeitig Uefa-Vizepräsident kassiert er ja auch nochmal 500.000 € pro Jahr, dann ist das doch wohl nicht unbedingt nötig und dem ZDF tut er auch keinen Gefallen damit

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