Schrift:
Ansicht Home:
Sport

K.-o.-Schlag auf dem Platz

Spieler nach Schiedsrichter-Attacke für drei Jahre gesperrt

Der Zwischenfall hatte bundesweit für Empörung gesorgt: ein Spieler, der den Schiedsrichter auf dem Platz bewusstlos geprügelt hat. Das zuständige Sportgericht hat jetzt das Urteil gesprochen.

Donnerstag, 21.11.2019   15:56 Uhr

Nach seiner brutalen Attacke auf einen Schiedsrichter in einem C-Liga-Fußballspiel Ende Oktober in Südhessen ist der Spieler der FSV Münster zu einer dreijährigen Sperre verurteilt worden. Zudem wurde der Verein mit einer sechsmonatigen Spielsperre und einer Geldstrafe in Höhe von 500 Euro belegt, bestätigte der Vorsitzende des zuständigen Kreissportgerichts Dieburg, Helmut Biegi, am Donnerstag. Die mündliche Verhandlung fand am Mittwoch statt. Zuvor hatte die "Offenbach-Post" darüber berichtet.

Die Attacke auf den 22-jährigen Schiedsrichter in der Partie des FSV Münster gegen den TV Semd hatte auch überregional für Schlagzeilen gesorgt. Der Unparteiische hatte dem Spieler die gelb-rote Karte gezeigt und war von diesem anschließend bewusstlos geschlagen worden. Ein Rettungshubschrauber musste den Schiedsrichter ins Krankenhaus bringen.

Der Verein hatte die Mannschaft nach der Prügelattacke vom laufenden Spielbetrieb abgemeldet, den Täter aus dem Verein ausgeschlossen und ihm ein lebenslanges Hausverbot erteilt.

Der Fall aus Südhessen ist kein Einzelereignis: Schiedsrichter beklagen bundesweit eine Zunahme der Gewalt gerade in den unteren Ligen. Erst am Vortag war ein Angriff auf einen Linienrichter im Verbandspokal Südhessen gemeldet worden. Regional hatten Unparteiische daher mit Streik reagiert, um auf die zugespitzte Situation aufmerksam zu machen. Auch der DFB hat sich "schockiert" über die Gewalttaten gegen Schieds- und Linienrichter geäußert.

aha/dpa

Verwandte Artikel

Artikel

© SPIEGEL ONLINE 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung
TOP