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Sport

Wechsel nach Freiburg

Vertrag verbietet Grifo Einsatz gegen Ex-Klub Hoffenheim

Vincenzo Grifo ist von 1899 Hoffenheim zum SC Freiburg gewechselt. Wenn beide Teams im September gegeneinander antreten, darf er aber nicht spielen. Das steht in seinem Vertrag.

Patrick Seeger DPA

Vincenzo Grifo, jetzt wieder mal beim SC Freiburg

Mittwoch, 04.09.2019   15:29 Uhr

Fußball-Bundesliga

Der von 1899 Hoffenheim zum SC Freiburg gewechselte Vincenzo Grifo darf wegen einer Vertragsklausel im Duell der beiden Bundesligisten nicht auflaufen. Dies bestätigte der Sportclub auf Anfrage.

Am 15. September tritt Freiburg demzufolge ohne Grifo in Sinsheim an. Zuvor hatten unter anderem der "Kicker" und Sky berichtet. Im Rückspiel dürfe der Fußballprofi gegen seinen ehemaligen Klub aber wieder auflaufen, hieß es vom Verein.

Der 26 Jahre alte Italiener war in der Vorwoche für sieben Millionen Euro fest von Hoffenheim zum SC gewechselt, nachdem er in der Vorsaison bereits ausgeliehen war. Eine ähnliche Klausel hatte es bereits beim Leihgeschäft gegeben.

"Hoffenheim hat auf diese Regelung bestanden, es war Teil der Leihbedingungen", hatte Freiburgs Sportvorstand Jochen Saier damals dem "Kicker" gesagt. Bei der TSG hatte sich Grifo unter dem neuen Trainer Alfred Schreuder zuletzt nicht durchsetzen können und stand in zwei Liga-Partien hintereinander nicht im Kader.

aha/dpa

insgesamt 11 Beiträge
phboerker 04.09.2019
1. Konkurrenzschutzklausel
Es gibt einen Haufen Rechtsprechung zu Konkurrenzschutzklauseln. Angesichts des Charakters eines Wechsels innerhalb der Bundesliga und des Sports als Wettbewerb würde es mich stark wundern, wenn eine solche Vertragsbedingung [...]
Es gibt einen Haufen Rechtsprechung zu Konkurrenzschutzklauseln. Angesichts des Charakters eines Wechsels innerhalb der Bundesliga und des Sports als Wettbewerb würde es mich stark wundern, wenn eine solche Vertragsbedingung einer rechtlichen Überprüfung standhalten würde. Aber würde Freiburg es darauf ankommen lassen?
don.pedro. 04.09.2019
2. Unverständlich
Ich finde es eine Frechheit, eine solche Klausel einzubauen. Bei einer Leihe ja, aber nicht bei einem Verkauf. Wenn der Spieler so gut ist, das sie gleich Angst vor ihm haben, wenn er gegen den eigenen Verein spielt, warum wurde [...]
Ich finde es eine Frechheit, eine solche Klausel einzubauen. Bei einer Leihe ja, aber nicht bei einem Verkauf. Wenn der Spieler so gut ist, das sie gleich Angst vor ihm haben, wenn er gegen den eigenen Verein spielt, warum wurde er dann verkauft???
troy_mcclure 04.09.2019
3.
Diese Klauseln gibt es doch schon länger. Freiburg hätte ihn nicht verpflichten müssen, wenn diese Klausel ihnen nicht gefällt.
Zitat von don.pedro.Ich finde es eine Frechheit, eine solche Klausel einzubauen. Bei einer Leihe ja, aber nicht bei einem Verkauf. Wenn der Spieler so gut ist, das sie gleich Angst vor ihm haben, wenn er gegen den eigenen Verein spielt, warum wurde er dann verkauft???
Diese Klauseln gibt es doch schon länger. Freiburg hätte ihn nicht verpflichten müssen, wenn diese Klausel ihnen nicht gefällt.
adama. 04.09.2019
4. Verständlich
Warum er verkauft wurde? Um Geld mit ihm zu verdienen. Das ist so vernünftig wie die Gerüchte um die Bayern, die immer wieder zentrale Spieler anderer Bundesligaspieler gekauft haben, nur um diese Verein zu schwächen. Diese [...]
Warum er verkauft wurde? Um Geld mit ihm zu verdienen. Das ist so vernünftig wie die Gerüchte um die Bayern, die immer wieder zentrale Spieler anderer Bundesligaspieler gekauft haben, nur um diese Verein zu schwächen. Diese Spieler saßen dann bei den Bayern, wenn es gut lief, bestenfalls auf der Bank, und die Vereine die die Spieler verkauft haben, kämpften danach oft gegen den Abstieg.
charlybird 04.09.2019
5. Das ist
sportlich und juristisch ein Unding. Wenn solche Klauseln weiter gesponnen werden, sind Dimensionen möglich, die man alles andere als sportliche und geschäftliche Fairness nennen kann. Frei nach: Ich habe Euch zwar den [...]
sportlich und juristisch ein Unding. Wenn solche Klauseln weiter gesponnen werden, sind Dimensionen möglich, die man alles andere als sportliche und geschäftliche Fairness nennen kann. Frei nach: Ich habe Euch zwar den Supertorjäger X für viel Geld überlassen, aber sollte es zu einem Pokalendspiel zwischen uns kommen, bleibt der draußen. Tolle Wurst. Ich glaube dieser Mist wird in der Branche noch weiter hochgeschraubt werden und dabei lässt sie sich dann ihre Fanauswüchse kostenlos von Polizei und Administration betreuen, weil sie ja ein seriös zahlendes Geschäftsmodell darstellen.

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