Schrift:
Ansicht Home:
Sport

Konkurrenz zum Davis Cup

ATP präsentiert neuen Team-Wettbewerb, Zverev ist "am Ende"

Alexander Zverev stöhnt über die lange Tennissaison. Im kommenden Jahr wird sie aber noch weiter ausgedehnt - und 2020 kommt ein weiterer Wettbewerb hinzu.

Getty Images

Alexander Zverev

Donnerstag, 15.11.2018   16:29 Uhr

Alexander Zverev kann noch auf den Einzug ins Halbfinale der ATP World Tour Finals hoffen. Ein Sieg gegen John Isner am Freitag reicht dem Weltranglistenfünften - dabei wäre Zverev am liebsten schon im Urlaub. Der 21-Jährige beschwert sich in London über die "absurd" lange Tennis-Saison. "Irgendwann ist man mental und körperlich einfach am Ende", sagte Zverev, der sich "schon seit zwei Monaten" nicht mehr richtig fit fühle.

Der Tennis-Kalender bekommt nun aber einen weiteren Wettbewerb. Im Januar 2020 soll erstmals der ATP Cup für 24 Mannschaften in Australien ausgetragen werden, wie die Spielerorganisation ATP am Rande ihres Saisonabschlussturniers mitteilte. Das Turnier soll demnach zehn Tage dauern und in drei verschiedenen australischen Städten stattfinden. Die 24 Teams werden dazu in sechs verschiedene Gruppen eingeteilt.

Der ATP Cup gilt als Nachfolger des World Team Cups, der als Mannschafts-WM galt und zwischen 1978 und 2012 in Düsseldorf ausgetragen wurde. In direkter Konkurrenz könnte das neue Event zum Hopman Cup stehen. Der Mixed-Wettbewerb wird traditionell um den Jahreswechsel ausgespielt und von der International Tennis Federation (ITF) veranstaltet.

Zeitlich gibt es nicht viel Spielraum, weil schon Mitte Januar die Australian Open in Melbourne beginnen. Auch mit dem vom Weltverband ITF reformierten Davis Cup, der Ende November 2019 im Anschluss an die World Tour Finals seine Premiere mit der großen Finalwoche feiert, konkurriert der Wettbewerb.

Die Davis-Cup-Reform wurde von vielen Spielern kritisiert, Zverev schloss eine Teilnahme bereits aus. Anders sieht das beim ATP Cup aus, der wegen seiner frühen Austragung gelobt wird. "Es wird der beste Weg sein, die Saison zu beginnen", sagte Novak Djokovic. Er befürworte die Team-Events, da man mehr als 90 Prozent der Zeit als Individualist unterwegs sei. Auch Roger Federer und die amerikanische Nummer ein John Isner äußerten sich positiv über das neue Format.

Wer aber sowohl am ATP als auch am Davis Cup teilnimmt, kommt auf eine elfmonatige Saison und maximal zwei Wochen Urlaub im Jahr.

krä/sid/dpa

Sagen Sie Ihre Meinung!

Verwandte Artikel

Verwandte Themen

Tennis: Die wichtigsten Schläge

Beginnt der Aufschläger nicht mit einem Ass und der Rückschläger spielt den Ball zurück übers Netz, läuft der Ballwechsel. Dann kann es zu folgenden Schlägen kommen:

  • VOLLEY: Der Ball wird noch vor dem Aufkommen auf dem Boden geschlagen. Dieser Schlag wird vorwiegend am Netz gespielt und soll den Ballwechsel beenden.

    PASSIERSCHLAG: Ist der andere Spieler ans Netz vorgerückt, kann er nicht die gesamte Breite des Feldes abdecken - und mit einem Schlag seitlich an ihm vorbei passiert werden.

    STOPP: Ein zumeist mit Rückwärtsdrall gespielter Ball, der kurz hinter dem Netz aufkommt und für den Gegner schwer zu erreichen ist. Wird vorwiegend auf dem langsamen Belag Sand gespielt.

    LOB: Nach einem gespielten Stopp rückt der Spieler zumeist ans Netz vor. Dann ist es möglich ihn mit einem hoch geschlagenen Lob-Ball zu überspielen.

    SCHMETTERBALL: Wird der Lob zu flach gespielt, bietet sich für den Gegner die Möglichkeit, den Ballwechsel mit einem Schmetterball zu beenden. Der Schlag ähnelt sehr dem Aufschlag und ist ein mit hohem Tempo gespielter Überkopfschlag.

  • Zudem lassen sich die Schläge von der Grundlinie unterteilen, egal ob Vor- und Rückhand:

  • TOPSPIN: Durch eine von unten nach oben durchgeführte Schlagbewegung wird dem Ball Vorwärtsdrall verliehen. Der Ball steigt dadurch zunächst relativ hoch an, fällt dann aber steil nach unten. So können auch sehr diagonal oder schnell gespielte Bälle noch im Feld landen.

    SLICE: Ist das Gegenteil vom Topspin. Die Schlagbewegung ist von oben nach unten, der Ball erhält damit Rückwärtsdrall. Der Ball wird möglichst am höchsten Punkt getroffen, die Flugkurve ist dann sehr flach und stetig sinkend. Der Ball ist dadurch relativ lange in der Luft, so dass der Schlag entweder als Verteidigungsschlag oder als Vorbereitung zum Aufrücken ans Netz verwendet wird.

    DRIVE: Der Ball wird sehr direkt getroffen und damit nur mit sehr wenig oder gar keiner Rotation versehen.

Jeder dieser drei Schläge kann entweder cross, also quer, oder longline, der Linie entlang, gespielt werden. Ein Longline-Schlag erfordert eine hohe Präzision, da der Ball leicht im Aus landen kann - und das Netz zudem außen höher ist als in der Mitte. Cross gespielte Schläge hingegen fordern weniger Genauigkeit, können dafür aber mit mehr Tempo gespielt werden.

Fotostrecke

Artikel

© SPIEGEL ONLINE 2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung
TOP