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Deutsches Team erreicht Endrundenpremiere im Davis Cup

2019 wird es im Davis Cup erstmals eine Finalrunde mit 18 Teilnehmern geben. Einer davon: Deutschland. Die DTB-Auswahl hat das Duell mit Ungarn für sich entschieden.

HASAN BRATIC/EPA-EFE/REX

Tim Puetz (l), Jan-Lennard Struff

Samstag, 02.02.2019   14:19 Uhr

Die deutschen Tennis-Herren spielen bei der Endrundenpremiere des reformierten Davis Cups um den Titel. Das Doppel Jan-Lennard Struff und Tim Pütz sicherte in Frankfurt am Main mit einem lockeren 6:2, 6:3 gegen Peter Nagy und Gabor Borsos den benötigten dritten Punkt. Nach 70 Minuten verwandelte das deutsche Duo seinen fünften Matchball.

Alexander Zverev hatte am Freitag beim 6:2, 6:2 gegen Nagy gewonnen, der noch nie zu den besten 400 der Welt gehörte. Die deutsche Nummer zwei, Philipp Kohlschreiber, hatte sich zu einem 6:7 (6:8), 7:5, 6:4 gegen den Weltranglisten-371. Zsombor Piros gequält. Das Team des Deutschen Tennis Bunds ist damit vom 18. bis zum 24. November in Madrid bei der neuen Endrunde vertreten.

Ihr erstes gemeinsames Doppel vor heimischem Davis-Cup-Publikum kontrollierten Struff und Pütz in der nicht voll besetzten 5000 Zuschauer fassenden Arena von Beginn an. Gleich drei Breaks gelangen dem Duo im ersten Satz. Probleme hatten die Deutschen im ersten Abschnitt nur bei einem Aufschlagspiel von Pütz, das zu null an die Ungarn ging. Nagy ist die Nummer 500 der Doppel-Weltrangliste, Borsos die Nummer 549. Struff und Pütz stehen auf den Positionen 30 und 71.

"Es gibt keinen Menschen auf der Welt, der mich umstimmen wird"

Für die Qualifikationsrunde hatte Teamchef Michael Kohlmann auf seine Topbesetzung zurückgreifen können. Bei der Endrunde in Madrid, bei der 18 Mannschaften um den Titel spielen, wird Kohlmann ohne seine Stars auskommen müssen. "Es gibt keinen Menschen auf der Welt, der mich umstimmen wird", sagte der 21-jährige Zverev, der das System und den Termin der Endrunde ablehnt.

"Ich mag das neue System gar nicht", hatte der Weltranglistendritte kürzlich im Videomagazin "Tiebreak" des DTB gesagt. Er wünsche sich, dass man nach ein, zwei Jahren "das alte System mit den Heimspielen wieder zurückbekommt". "Ich bin ein erwachsener Mensch, ich habe meine eigene Meinung, und die wird auch so bleiben", sagte Zverev nun.

Der Tennis-Weltverband ITF hatte die umstrittene Davis-Cup-Änderung im August vergangenen Jahres verabschiedet. Anstelle von vier über das Kalenderjahr verteilten Runden gibt es Ende November in Madrid erstmals ein Finalturnier. Auch andere Topspieler hatten ihren Verzicht auf das Event angekündigt. Lediglich die erste Runde wird nach dem alten Modus mit maximal vier Einzeln und einem Doppel ausgespielt, wobei die Matches nur noch über zwei Gewinnsätze gehen.

mon/dpa/sid

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Tennis: Die wichtigsten Schläge

Beginnt der Aufschläger nicht mit einem Ass und der Rückschläger spielt den Ball zurück übers Netz, läuft der Ballwechsel. Dann kann es zu folgenden Schlägen kommen:

  • VOLLEY: Der Ball wird noch vor dem Aufkommen auf dem Boden geschlagen. Dieser Schlag wird vorwiegend am Netz gespielt und soll den Ballwechsel beenden.

    PASSIERSCHLAG: Ist der andere Spieler ans Netz vorgerückt, kann er nicht die gesamte Breite des Feldes abdecken - und mit einem Schlag seitlich an ihm vorbei passiert werden.

    STOPP: Ein zumeist mit Rückwärtsdrall gespielter Ball, der kurz hinter dem Netz aufkommt und für den Gegner schwer zu erreichen ist. Wird vorwiegend auf dem langsamen Belag Sand gespielt.

    LOB: Nach einem gespielten Stopp rückt der Spieler zumeist ans Netz vor. Dann ist es möglich ihn mit einem hoch geschlagenen Lob-Ball zu überspielen.

    SCHMETTERBALL: Wird der Lob zu flach gespielt, bietet sich für den Gegner die Möglichkeit, den Ballwechsel mit einem Schmetterball zu beenden. Der Schlag ähnelt sehr dem Aufschlag und ist ein mit hohem Tempo gespielter Überkopfschlag.

  • Zudem lassen sich die Schläge von der Grundlinie unterteilen, egal ob Vor- und Rückhand:

  • TOPSPIN: Durch eine von unten nach oben durchgeführte Schlagbewegung wird dem Ball Vorwärtsdrall verliehen. Der Ball steigt dadurch zunächst relativ hoch an, fällt dann aber steil nach unten. So können auch sehr diagonal oder schnell gespielte Bälle noch im Feld landen.

    SLICE: Ist das Gegenteil vom Topspin. Die Schlagbewegung ist von oben nach unten, der Ball erhält damit Rückwärtsdrall. Der Ball wird möglichst am höchsten Punkt getroffen, die Flugkurve ist dann sehr flach und stetig sinkend. Der Ball ist dadurch relativ lange in der Luft, so dass der Schlag entweder als Verteidigungsschlag oder als Vorbereitung zum Aufrücken ans Netz verwendet wird.

    DRIVE: Der Ball wird sehr direkt getroffen und damit nur mit sehr wenig oder gar keiner Rotation versehen.

Jeder dieser drei Schläge kann entweder cross, also quer, oder longline, der Linie entlang, gespielt werden. Ein Longline-Schlag erfordert eine hohe Präzision, da der Ball leicht im Aus landen kann - und das Netz zudem außen höher ist als in der Mitte. Cross gespielte Schläge hingegen fordern weniger Genauigkeit, können dafür aber mit mehr Tempo gespielt werden.

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