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Handball Final Four

Kiels Trainer Gíslason pokert - und holt seinen sechsten Pokalsieg

Im Sommer ist für Alfred Gíslason Schluss beim THW Kiel. Dank einer überraschenden Taktik im Pokalfinale gegen den SC Magdeburg verlässt er den Klub mit einem Titel - seinem vierzehnten für den THW.

DPA

Kiels Trainer Alfred Gislason (r.) feiert einen Treffer gegen Magdeburg

Sonntag, 07.04.2019   17:14 Uhr

Durch ein 28:24 (14:13) gegen den SC Magdeburg hat sich der THW Kiel den Sieg im Final Four gesichert. Vor 13.200 Zuschauern in der Hamburger Barclaycard-Arena war Kiels Torhüter Niklas Landin mit fast 20 Paraden der überragende Akteur einer vor allem in der ersten Hälfte intensiven Partie. Es ist der elfte Pokalsieg für den THW, der sechste für Trainer Alfred Gíslason, der den Rekordmeister im Sommer nach elf Jahren verlassen wird.

Sechs Meisterschaften, zwei Champions-League-Siege und fünf Erfolge im Pokal hatte der Isländer bereits vor dem Final-Four-Wochenende als Trainer des THW Kiel auf der Visitenkarte stehen. Durch den Sieg gegen seinen Ex-Klub Magdeburg, mit dem er 2002 als erster deutscher Verein die Champions League gewinnen konnte, ist nun der sechste Pokalerfolg dazugekommen.

Gíslason selbst hatte großen Anteil an dem Titel. Nach dem hart erkämpften 24:22 (13:7) am Vorabend gegen die Füchse Berlin hatte Kiels Trainer im Finale gegen die Magdeburger zunächst mit einer mutigen Maßnahme überrascht: Leistungsträger aus dem Halbfinale wie Domagoj Duvnjak erhielten zunächst nur wenig Einsatzzeit, dafür ließ Gíslason vermeintlich schwächere, aber ausgeruhte Akteure im Rückraum auflaufen. Sein Gegenüber Bennet Wiegert konnte nicht auf diese Tiefe im Kader zurückgreifen und musste vorwiegend mit jenen Spielern agieren, die sich am Vortag 30:29 (15:11) gegen den TSV Hannover-Burgdorf durchsetzen konnten.

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Kiels bester Werfer Harald Reinkind

In der ersten Hälfte hielt die zweite Reihe der Kieler die Magdeburger in Schach - mit einem 14:13 ging es in die Halbzeitpause. Nach dem Wechsel schwanden bei Wiegerts Spielern Kraft und Konzentration, was die Kieler zu einem kontinuierlichen Ausbau des Vorsprungs nutzten. Nach 40 Minuten lagen sie erstmals mit vier Toren vorn. Bester Werfer des von 1200 mitgereisten Fans unterstützten Pokalsiegers war der Norweger Harald Reinkind mit sechs Treffern.

Ob Gíslason in Kiel dem vierzehnten Titel noch einen weiteren folgen lassen kann, entscheidet sich in den kommenden Wochen. In der Liga liegen die Kieler bei einer Partie mehr vier Punkte hinter der SG Flensburg-Handewitt. Dazu geht der THW am 17. und 18. Mai als Gastgeber in das Final Four im EHF-Pokal.

mfu

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