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Sport

Flörsch-Kritik an W Series

"Frauen werden als nicht so leistungsfähig bewertet"

In der W Series fahren Frauen unter sich ihren Motorsport-Titel aus. Für Pilotin Sophia Flörsch ist das ein klarer Rückschritt. Sie sieht darin eine Herabsetzung der Frauen.

CARMO CORREIA/EPA-EFE/REX

Sophia Flörsch hält nicht viel von der W Series

Mittwoch, 14.08.2019   14:57 Uhr

Rennfahrerin Sophia Flörsch sieht in der rein weiblichen Rennserie W Series eine weitere Herabsetzung der Pilotinnen durch die Veranstalter. "Sie geben damit leider vielen Stimmen in der Männerwelt Motorsport, in welcher Frauen als nicht so leistungsfähig wie Männer bewerten werden, einfach die Argumente", sagte die 18 Jahre alte Deutsche der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung".

Flörsch fährt für den niederländischen Rennstall van Amersfoort in der Fia Formula Regional European Championship, die Frauen und Männern offen steht. "Die Wahrheit kommt auf den Tisch, wenn sich die Teilnehmerinnen im Vergleich zu den Besten ihres Sports beweisen müssen. Das ist dann die Realität", argumentierte sie.

In der nur für Pilotinnen zugelassen W Series, die am vergangenen Wochenende in Brands Hatch ihre erste Saison beendet hat, sieht Flörsch deshalb "keinen maßgeblichen sportlichen Mehrwert" für die Teilnehmerinnen. Durch die geschickte Vermarktung werde den Fahrerinnen zwar eine gute Bühne zur medialen Vermarktung gegeben, allerdings seien die beiden Siegerinnen durch bestimmte Vorgaben der Veranstalter vorhersehbar gewesen.

Natürlich sei das Preisgeld von 440.000 Euro für die Gesamtsiegerin verlockend, Flörsch aber sähe es als sinnvoller an, wenn das Geld für die gezielte Förderung weiblicher Talente verwendet würde, um deren Leistungen zu steigern. "Das wissen auch die Veranstalter. Sie wählten die Show. Und Show ist eben nicht alles."

Im Video: "Mein Traum? Formel-1-Weltmeisterin"

Foto: DEUTSCHE WELLE

aha/dpa

insgesamt 28 Beiträge
riomaster181 14.08.2019
1. Die Lösung
Einfach in vergleichbaren Autos auf den gleichen Strecken schneller fahren als die männliche Konkurrenz. Und schon ist dieses Vorurteil - soweit überhaupt vorhanden - aus der Welt geschafft.
Einfach in vergleichbaren Autos auf den gleichen Strecken schneller fahren als die männliche Konkurrenz. Und schon ist dieses Vorurteil - soweit überhaupt vorhanden - aus der Welt geschafft.
dgbmdss 14.08.2019
2. sind sie auch nicht, Punkt
und jeder weiß es. Das gilt nicht nur für Motorsport, sondern auch für die meistens anderen Sportarten. Warum spricht man das Offensichtliche nicht aus? Wenn wir mit der Political Correctness nicht aufhören, werden Demokratien [...]
und jeder weiß es. Das gilt nicht nur für Motorsport, sondern auch für die meistens anderen Sportarten. Warum spricht man das Offensichtliche nicht aus? Wenn wir mit der Political Correctness nicht aufhören, werden Demokratien nie mit ihren Problemen fertig und werden von diktatorischen Regimen wir China einfach überholt.
Mitdenker77 14.08.2019
3. ???
Ich verstehe den Beitrag nicht. Genau das ist doch, was Sophia Flörsch möchte. Sie will eben nicht die eingeführte Frauen-Rennen haben sondern wie bisher direkt gegen die Männer fahren. Und da ist sie gar nicht [...]
Zitat von riomaster181Einfach in vergleichbaren Autos auf den gleichen Strecken schneller fahren als die männliche Konkurrenz. Und schon ist dieses Vorurteil - soweit überhaupt vorhanden - aus der Welt geschafft.
Ich verstehe den Beitrag nicht. Genau das ist doch, was Sophia Flörsch möchte. Sie will eben nicht die eingeführte Frauen-Rennen haben sondern wie bisher direkt gegen die Männer fahren. Und da ist sie gar nicht schlecht.
andras_lambak 14.08.2019
4. Motorsport
ist mir mit männlichen, weiblichen und diversen Fahrern egal. Wohl auch nicht sehr klimafreundlich, man denke nur an den feinstauberzeugenden Reifenabrieb.
ist mir mit männlichen, weiblichen und diversen Fahrern egal. Wohl auch nicht sehr klimafreundlich, man denke nur an den feinstauberzeugenden Reifenabrieb.
eurusiii 14.08.2019
5. ?
In vielen Sportarten sind die Teilnehmer/-innen nach Geschlecht getrennt. Was ja Sinn macht und keine Herabwürdigung der Damen bedeutet. Beim Tennis bzw Biathlon gibt es gemischte Teams, was auch interessant ist. Aber zB in der [...]
In vielen Sportarten sind die Teilnehmer/-innen nach Geschlecht getrennt. Was ja Sinn macht und keine Herabwürdigung der Damen bedeutet. Beim Tennis bzw Biathlon gibt es gemischte Teams, was auch interessant ist. Aber zB in der Formel1 wird es keine Frau unter die Top3 schaffen, den einen oder anderen männlichen Fahrer werden die Damen sicherlich schlagen. Stelle mir nur die langen Gesichter der Damen bei der Leichtathletik vor, dort würden definitiv gar keine Medaillen mehr geholt werden. Auch dies ist nicht herabwürdigend gemeint sondern Tatsache.
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