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Zverev und Kerber scheitern früh in Miami - und schimpfen

Nächstes frühes Aus für Alexander Zverev: Der Deutsche hat in Miami gegen David Ferrer in drei Sätzen verloren. Auch Angelique Kerber unterlag - erneut Bianca Andreescu.

Rhona Wise / EPA

Alexander Zverev

Sonntag, 24.03.2019   12:17 Uhr

Alexander Zverev ist beim Tennis-Turnier in Miami früh ausgeschieden. Der 21-Jährige unterlag in der zweiten Runde dem Spanier David Ferrer 6:2, 5:7, 3:6. Während Zverev mit dem Schiedsrichter diskutierte, kostete sein Rivale den Sieg über die Nummer drei der Weltrangliste mit in den Himmel gereckten Armen aus.

Nach der überraschenden Niederlage gegen den 36-jährigen Spanier, der sich gerade auf seiner Abschiedstournee befindet, sind die deutschen Tennis-Herren beim mit 9,035 Millionen Dollar dotierten Turnier nun nicht mehr vertreten.

Zverev unterliefen insgesamt 47 unerzwungene Fehlern, darunter zwölf Doppelfehler. Die Niederlage des Deutschen, der mit zahlreichen Entscheidungen des Schiedsrichters nicht einverstanden war, kam unerwartet. Schließlich hatte Ferrer, die Nummer 155 der Weltrangliste, seit 2015 keinen Gegner aus den Top 5 mehr besiegt. "Es ist ein besonderer Tag, weil es für mich das letzte Jahr auf der Tour ist. Diese Spiele gegen einen Top-Ten-Spieler wie Sascha zu gewinnen, sind ein Geschenk", sagte Ferrer.

Kerber verliert erneut gegen 18-jährige Kanadierin

Wimbledon-Siegerin Angelique Kerber ist erneut an der erst 18 Jahre alten Kanadierin Bianca Andreescu gescheitert. Nach 2:10 Stunden verlor die Wimbledonsiegerin 4:6, 6:4, 1:6. Kerber hatte schon in der Woche zuvor gegen Andreescu verloren. Im Finale des Masters-Turniers von Indian Wells war die dreifache Grand-Slam-Siegerin in drei knappen Sätzen unterlegen. Nach der erneuten Pleite rang sich Kerber einen Handshake ab und sagte zu Andreescu am Netz, sie sei die "größte Drama-Queen aller Zeiten".

Kerbers Niederlage im Video:

Damit mussten sich zehn von elf Deutschen bereits vor der zweiten Turnierwoche verabschieden. Einzig Tatjana Maria ist noch im Turnier vertreten. Die 31-Jährige bekommt es in ihrer Partie aber mit der French-Open-Finalistin Sloane Stephens aus den USA zu tun.

Gleichfalls nicht mehr dabei ist die frühere Weltranglistenerste Serena Williams, die wegen einer Knieverletzung zum Drittrunden-Spiel gegen die Chinesin Quiang Wang nicht antreten konnte.

bam/dpa

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Tennis: Die wichtigsten Schläge

Beginnt der Aufschläger nicht mit einem Ass und der Rückschläger spielt den Ball zurück übers Netz, läuft der Ballwechsel. Dann kann es zu folgenden Schlägen kommen:

  • VOLLEY: Der Ball wird noch vor dem Aufkommen auf dem Boden geschlagen. Dieser Schlag wird vorwiegend am Netz gespielt und soll den Ballwechsel beenden.

    PASSIERSCHLAG: Ist der andere Spieler ans Netz vorgerückt, kann er nicht die gesamte Breite des Feldes abdecken - und mit einem Schlag seitlich an ihm vorbei passiert werden.

    STOPP: Ein zumeist mit Rückwärtsdrall gespielter Ball, der kurz hinter dem Netz aufkommt und für den Gegner schwer zu erreichen ist. Wird vorwiegend auf dem langsamen Belag Sand gespielt.

    LOB: Nach einem gespielten Stopp rückt der Spieler zumeist ans Netz vor. Dann ist es möglich ihn mit einem hoch geschlagenen Lob-Ball zu überspielen.

    SCHMETTERBALL: Wird der Lob zu flach gespielt, bietet sich für den Gegner die Möglichkeit, den Ballwechsel mit einem Schmetterball zu beenden. Der Schlag ähnelt sehr dem Aufschlag und ist ein mit hohem Tempo gespielter Überkopfschlag.

  • Zudem lassen sich die Schläge von der Grundlinie unterteilen, egal ob Vor- und Rückhand:

  • TOPSPIN: Durch eine von unten nach oben durchgeführte Schlagbewegung wird dem Ball Vorwärtsdrall verliehen. Der Ball steigt dadurch zunächst relativ hoch an, fällt dann aber steil nach unten. So können auch sehr diagonal oder schnell gespielte Bälle noch im Feld landen.

    SLICE: Ist das Gegenteil vom Topspin. Die Schlagbewegung ist von oben nach unten, der Ball erhält damit Rückwärtsdrall. Der Ball wird möglichst am höchsten Punkt getroffen, die Flugkurve ist dann sehr flach und stetig sinkend. Der Ball ist dadurch relativ lange in der Luft, so dass der Schlag entweder als Verteidigungsschlag oder als Vorbereitung zum Aufrücken ans Netz verwendet wird.

    DRIVE: Der Ball wird sehr direkt getroffen und damit nur mit sehr wenig oder gar keiner Rotation versehen.

Jeder dieser drei Schläge kann entweder cross, also quer, oder longline, der Linie entlang, gespielt werden. Ein Longline-Schlag erfordert eine hohe Präzision, da der Ball leicht im Aus landen kann - und das Netz zudem außen höher ist als in der Mitte. Cross gespielte Schläge hingegen fordern weniger Genauigkeit, können dafür aber mit mehr Tempo gespielt werden.

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