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Sport

Deutscher Erfolg bei der Wasserball-WM

Stamm wirft mit Bänderriss fünf Tore

Die deutschen Wasserballer haben das zweite WM-Gruppenspiel gewonnen. Gegen Brasilien spielte die DSV-Auswahl eine starke erste Hälfte. Marko Stamm wurde zunächst geschont, zeigte sich dann aber treffsicher.

Bernd Thissen DPA

Marko Stamm kann schlecht laufen, aber Tore werfen

Mittwoch, 17.07.2019   12:07 Uhr

Deutschland hat bei der Wasserball-WM in Südkorea die Chance auf den Einzug ins Viertelfinale gewahrt. Das Team von Bundestrainer Hagen Stamm siegte im zweiten Gruppenspiel gegen Brasilien 15:8 (4:1, 6:1, 2:2, 3:4) und belegt vor dem letzten Spieltag am Freitag den zweiten Platz in der Tabelle der Gruppe D.

In der letzten Partie geht es gegen Titelmitfavorit Italien. Bei der WM ziehen die vier Gruppensieger automatisch ins Viertelfinale ein, die acht Gruppenzweiten und -dritten spielen in einem Playoff-Runde die weiteren Teilnehmer an der K.-o.-Runde aus. Zwischen Deutschland und Japan wird nach dem 9:9 im ersten Gruppenspiel das Torverhältnis darüber entscheiden, wer als Zweiter ins Playoff einzieht und dann mit Neuseeland oder Südafrika den leichteren Gegner bekommen wird.

Gegen Brasilien profitierte das deutsche Team von den vielen Fouls der Gegner, in Überzahlsituationen erzielte Stamms Mannschaft Tor um Tor und führte Mitte des zweiten Viertels bereits 6:2. Dann brachte der Bundestrainer seinen Sohn Marko, der sich gegen Japan einen Außenbandriss im Sprunggelenk zugezogen hatte und eigentlich geschont werden sollte. Doch der Spieler der Wasserfreunde Spandau wollte unbedingt spielen - und das sollte sich auszahlen.

Stamm, der am Beckenrand nur humpelnd zur Ersatzbank laufen konnte, warf insgesamt fünf Treffer, darunter das Tor zum 15:8-Endstand. Das deutsche Team ließ in den beiden Schlussvierteln nach und vergab eine noch bessere Ausgangsposition im Zweikampf mit den Japanern, die am Freitag auf Brasilien treffen werden. Die weiteren deutschen Torschützen waren Kapitän Julian Real (3), Ben Reibel (2), Lucas Gielen (2), Marin Restovic (2) und Dennis Eidner.

krä

insgesamt 2 Beiträge
M. Vikings 17.07.2019
1. Schwimmen als Reha ist immer gut.
Ich kann mich noch an den ausgekugelten Arm eines Teilnehmers, am Strand eines Feriencamps, in meiner Jugend erinnern. Ich bin zum Sanitätsbungalow gerannt und wollte Hilfe holen. Die anwesende Ärztin fragte ziemlich [...]
Ich kann mich noch an den ausgekugelten Arm eines Teilnehmers, am Strand eines Feriencamps, in meiner Jugend erinnern. Ich bin zum Sanitätsbungalow gerannt und wollte Hilfe holen. Die anwesende Ärztin fragte ziemlich unbeindruckt: "Warum kommt der nicht selbst, hat der auch was mit den Füssen?" Das ist zwar etwas off-topic, aber immer wenn es um nicht allzu schwere Verletzungen geht, muss ich an das Erlebnis denken. Bei den Minnesota Vikings hat sich letztes Jahr der Longsnapper ein Fingerglied in der Facemask eines Gegners abgerissen. Der hat auch weitergespielt, und dann auch den Rest der Saison als Starter beendet. Ich denke Herr Stamm weiß schon was er tut. Glückwunsch zum Sieg.
toll_er 17.07.2019
2. Reha
Danke für Ihren Humor. Schwimmen als REHA und das in Bezug auf Wasserball .. braucht man die Beine ja nicht.. egal, ich verstehe Herrn Stamm. Habe selbst 10 Jahre gespielt und weiß, dass man für diesen Sport nicht nur die [...]
Danke für Ihren Humor. Schwimmen als REHA und das in Bezug auf Wasserball .. braucht man die Beine ja nicht.. egal, ich verstehe Herrn Stamm. Habe selbst 10 Jahre gespielt und weiß, dass man für diesen Sport nicht nur die Zähne zusammen beißt. Ich wünsche Herrn Stamm und dem Team viel Erfolg .

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