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Sport

Jagd auf den Grand-Slam-Rekord

Serena Williams zieht souverän ins Wimbledon-Viertelfinale ein

Ohne große Mühe bezwang Serena Williams im Achtelfinale Carla Suárez Navarro. Nun trifft sie auf Alison Riske, die die Weltranglistenerste Ashleigh Barty aus dem Turnier geworfen hat.

Kirsty Wigglesworth / AP

Serena Williams zeigt sich überraschend gut in Form

Montag, 08.07.2019   16:03 Uhr

Serena Williams hat nach ihrem Triumph über Julia Görges auch Carla Suárez Navarro besiegt und damit das Viertelfinale in Wimbledon erreicht. Nach nur 63 Minuten brachte sie ihr entscheidendes Aufschlagspiel durch und siegte 6:2, 6:2.

"Ich fühle mich körperlich besser. Ich bin erleichtert, endlich kann ich Tennis spielen", sagte die 37-Jährige, die sich in den vergangenen Monaten mit Verletzungen geplagt hatte.

Sollte die siebenmalige Wimbledon-Siegerin schon in London ihr 24. Grand-Slam-Turnier der Karriere gewinnen, würde sie den Rekord von Margaret Court einstellen. Ihren bislang letzten Triumph feierte Williams vor der Geburt ihrer Tochter bei den Australian Open 2017.

Auf ihrem Weg ins Halbfinale muss es Williams nicht wie erwartet mit der Weltranglistenersten Ashleig Barty aufnehmen, sondern mit einer anderen US-Spielerin: Alison Riske.

Riske mit Überraschungserfolg gegen Barty

Ashleigh Barty ist in Wimbledon bereits im Achtelfinale ausgeschieden. Nach zuvor 15 Siegen in Serie auf der WTA-Tour und Erfolgen bei den French-Open und dem Vorbereitungsturnier in Birmingham unterlag die Weltranglistenerste der Außenseiterin Alison Riske, die auf Weltranglistenplatz 55 geführt wird.

WILL OLIVER/EPA-EFE/REX

Aus nach 15 Siegen in Folge: Ashleigh Barty

Mit vier Assen innerhalb einer guten halben Stunde unterstrich Barty zunächst ihre Rolle als Favoritin, den ersten Satz gewann sie deutlich 6:3. Ihre drei Matches zuvor, gegen Zheng Saisai aus China, Alison van Uytvanck aus Belgien und Harriet Dart aus Großbritannien hatten sie in zusammengenommen etwas weniger als drei Stunden absolviert. Auch im Achtelfinale sah es zunächst nach einer klaren Partie aus. Dass die US-Amerikanerin Riske es ihr nicht so leicht machen würde, zeigte sie erst nach dem ersten Satz.

Die Rasen-Spezialistin nahm Barty den zweiten Satz deutlich 6:2 ab und auch den dritten gewann die 29-Jährige 6:3. Riske spielt nach dem Überraschungserfolg nun in ihrem ersten Viertelfinale auf Grand-Slam-Ebene gegen die Siegerin des Duells Serena Williams gegen Carla Suárez Navarro.

"Es ist nicht das Ende der Welt", sagte Barty nach ihrem frühen Ausscheiden. "Es ist ein Spiel. Die Sonne wird morgen trotzdem scheinen."

Britische Hoffnung Konta ebenfalls im Viertelfinale

Johanna Konta hat sich den letzten offenen Platz im Damen-Viertelfinale von Wimbledon gesichert. Sie setzte sich 4:6, 6:2, 6:4 gegen die zweimalige Wimbledonsiegerin Petra Kvitova durch. Am Dienstag trifft die Weltranglisten-18. auf die ungesetzte Tschechin Barbora Strycova.

Alastair Grant / AP

Petra Kvitova (links) beglückwünscht Johanna Konta

Mit dem Ausscheiden von Kvitova sind alle Top-Sechs-Spielrinnen bereits vor dem Viertelfinale raus. Vor den Pleiten von Kvitova, Barty und der Tschechin Karolina Pliskova hatten sich bereits Naomi Osaka, Kiki Bertens und Angelique Kerber aus dem Turnier verabschiedet.

Die Viertelfinals der Frauen im Überblick:

Die Viertelfinals der Männer im Überblick:

tip/dpa/sid

insgesamt 2 Beiträge
unglaeubig 08.07.2019
1. Man, man, man...
Die Bildunterschrift: Ashley Barty oder Alison Riske? Wenn man über Tennis schreibt, könnte man doch wenigstens die Weltranglistenerste (er)kennen. - - - - - - Danke für den Hinweis, der Fehler wurde korrigiert. MfG [...]
Die Bildunterschrift: Ashley Barty oder Alison Riske? Wenn man über Tennis schreibt, könnte man doch wenigstens die Weltranglistenerste (er)kennen. - - - - - - Danke für den Hinweis, der Fehler wurde korrigiert. MfG Redaktion Forum
jean-baptiste-perrier 08.07.2019
2. Ach drei Herzen schlagen in meiner Brust!
Ich bin jetzt doch ein kleinwenig erleichtert. Ich hatte an anderer Stelle aufgrund des Head-to-Heads ja einen Sieg Suarez Navarros für ähnlich wahrscheinlich erklärt wie das (leicht verspätete) Einlaufen RMS Titanic in den [...]
Ich bin jetzt doch ein kleinwenig erleichtert. Ich hatte an anderer Stelle aufgrund des Head-to-Heads ja einen Sieg Suarez Navarros für ähnlich wahrscheinlich erklärt wie das (leicht verspätete) Einlaufen RMS Titanic in den Hafen von New York. Darüberhinaus eine Sportwette vorgeschlagen. 5 Euro war mein Vorschlag. Falls nun einer statt der 5 Euro Haus und Hof gesetzt hätte und Serena hätte verloren....... Deshalb bin ich jetzt erleichtert. Andererseits: Serena Williams heute in einer ähnlichen Verfassung wie letztes Jahr im Finale. Suarez Navarro konnte davon jedoch nur insofern profitieren, dass sie diesmal keinen Satz 0:6 verlor. Mensch Frau Kerber! Da hättest Du heute anstelle der Spanierin spielen sollen. So war es geplant. In der Form von Mallorca und Eastbourne wäre für Serena heute Feierabend gewesen. Wer und was hat man Dir vor der zweiten Runde ins Essen getan? Energielos! Aber dafür muss es doch eine Erklärung geben? Zum in den Tennis-Schläger beißen!

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