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Kaputtes Schuhwerk

Verletzung von Basketballer lässt Nike-Aktie fallen

Der Basketballspieler Zion Williamson gilt als größtes Talent außerhalb der Profi-Liga NBA. In einem Spitzenspiel hat er sich nun verletzt, weil sein Schuh aufplatzte - die Aktie des Herstellers litt darunter.

AFP

Zion Williamson

Donnerstag, 21.02.2019   19:30 Uhr

Im prestigeträchtigen Lokalderby zwischen den beiden Basketball-Teams der Duke University aus Durham und der University of North Carolina aus Chapel Hill waren gerade mal 30 Sekunden gespielt, als sich ausgerechnet der wichtigste Spieler der Partie verletzte: Zion Williamson. Der Grund für seine Knieverletzung war, dass sein linker Schuh einer schnellen Drehung des knapp 130 Kilogramm schweren Spielers nicht standhielt.

Das Ausnahmetalent trägt bei seinen Spielen Schuhe des amerikanischen Sportartikelherstellers Nike. Dass das Schuhwerk bei dem schnellen Abstoppen zu Bruch ging, machte Anleger offenbar nervös. Der Aktienkurs von Nike fiel bis zum frühen Donnerstagabend um mehr als 1,5 Prozent. "Wir sind natürlich besorgt und wünschen Zion schnelle Besserung", teilte das Unternehmen mit.

Der US-Sender CBS berichtete, bei Williamson sei ein verstauchtes Knie diagnostiziert worden. Wie lange Williamson ausfallen wird, blieb offen. Viele Prominente adressierten auf Twitter Genesungswünsche an das Basketball-Talent. Unter ihnen waren auch der ehemalige US-Präsident Barack Obama und LeBron James.

Obama war, wie einige andere Berühmtheiten, in der Halle anwesend. Aufgrund der großen Nähe und der hohen sportlichen Qualität beider Teams ist Duke gegen North Carolina die wichtigste Rivalität im College-Basketball. Laut ESPN waren Karten für das Spiel auf Ticketbörsen ab 2500 US-Dollar zu haben. Die Spieler bekommen jedoch kein Gehalt.

Für Williamson wurde Medienberichten zufolge eine Verletzungsversicherung über acht Millionen US-Dollar abgeschlossen, die eintritt, sollte Williamson später als an 16. Stelle im NBA-Draft ausgewählt werden. Die Prämie von 50.000 US-Dollar bezahlte demnach die Duke University.

mrk/sid

insgesamt 14 Beiträge
widower+2 21.02.2019
1. Gute Besserung!
Gute Besserung für den jungen Mann. Die gute Nachricht hinter der schlechten ist aber der fallende Aktienkurs der Nike-Aktie. Den überteuerten Schrott gibt es auch in billig. Und das bei gleichen Herstellungsbedingungen. Sollen [...]
Gute Besserung für den jungen Mann. Die gute Nachricht hinter der schlechten ist aber der fallende Aktienkurs der Nike-Aktie. Den überteuerten Schrott gibt es auch in billig. Und das bei gleichen Herstellungsbedingungen. Sollen die Marken-Junkies ruhig ein paar Tränen vergießen.
mullah_nd 21.02.2019
2.
Produktionskosten 3 Euro, da kann das schon mal passieren, aber gute Besserung an Zion!
Produktionskosten 3 Euro, da kann das schon mal passieren, aber gute Besserung an Zion!
mina2010 21.02.2019
3. Was für eine Welt,
wenn ein Schuh die Wirtschaft beeinflusst. Eine arme Welt!
wenn ein Schuh die Wirtschaft beeinflusst. Eine arme Welt!
michemar 21.02.2019
4. Qualität made in China
Nike, Adidas, Puma oder wie die alle heißen...lassen ihre Produkte in Billiglohnländer anfertigen. China, Bangladesh, Vietnam usw. Die Arbeiter werden mit einem Hungerlohn aufgespeist. Diese Spieler verdienen im Jahr als [...]
Nike, Adidas, Puma oder wie die alle heißen...lassen ihre Produkte in Billiglohnländer anfertigen. China, Bangladesh, Vietnam usw. Die Arbeiter werden mit einem Hungerlohn aufgespeist. Diese Spieler verdienen im Jahr als Werbeeinnahmen mehr wie die Arbeiter einer ganzen Produktionshalle in China zusammen. Und wir - oder mindestens die meisten von uns - unterstützen dieses Modell der Ausbeutung.
seit1958 21.02.2019
5. Bei dem Schrott
der von Nike produziert wird wundert mich nur das sowas nicht viel öfter geschieht. Wir reden hier von Schuhen für einen Elitesportler, nicht von dem für die breite Masse prodzierten Mist. Trotzdem fehlerhaft. Billigland, [...]
der von Nike produziert wird wundert mich nur das sowas nicht viel öfter geschieht. Wir reden hier von Schuhen für einen Elitesportler, nicht von dem für die breite Masse prodzierten Mist. Trotzdem fehlerhaft. Billigland, Billigfabrikant, Billigmaterial und Billigkontrolle. Nur das Marketing und die Gewinne sind Weltklasse.

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