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Sport

Längstes Playoff-Duell der Eishockey-Ligageschichte

504 Minuten später steht München im Finale

So lange musste noch keiner fürs Finale kämpfen: Red Bull München hat im siebten Spiel gegen Augsburg die Endspielserie um die deutsche Eishockey-Meisterschaft erreicht. Dort warten ausgeruhte Adler aus Mannheim.

Sebastian Widmann/Getty Images

Red Bull München hofft auf den vierten Ligaerfolg in Serie

Mittwoch, 17.04.2019   07:00 Uhr

Im längsten Playoff-Duell der Deutschen Eishockey Liga (DEL) hat sich Red Bull München zum Sieg gekämpft und das Finale gegen die Adler Mannheim perfekt gemacht. Der Titelverteidiger bezwang die Augsburger Panther im entscheidenden siebten Halbfinalspiel 2:0 (1:0, 1:0, 0:0) und wahrte die Chance auf den vierten Ligaerfolg in Serie. Von Donnerstag an kommt es zum Meisterduell der zwei Topteams der Saison.

Mit insgesamt 504 Minuten und 46 Sekunden Spielzeit sorgten die beiden Klubs für das bislang längste Playoff-Duell der Liga-Geschichte. Die bisherige Bestmarke von 480:32 Minuten der Frankfurt Lions und der Iserlohn Roosters stammte aus dem Viertelfinale 2008. Die Tore für die Münchner schossen Mads Christensen (16. Minute) und der Olympiazweite Patrick Hager (26.).

"Die ganze Serie war Wahnsinn. Die Spiele waren hart umkämpft, Augsburg hat es uns echt schwer gemacht. Ich glaube, wir hatten heute den größeren Willen", sagte Münchens Nationaltorhüter Danny aus den Birken bei Sport1. Augsburgs Verteidiger Braden Lamb sagte nach dem langen Duell: "Das tut richtig weh. Wir haben super Playoffs gespielt."

Kräftevorteil Adler Mannheim?

Münchens Endspielgegner Mannheim steht bereits seit einer Woche als Finalist der Playoffs fest. Die Adler setzten sich souverän 4:0 gegen die Kölner Haie durch und konnten dadurch frühzeitig in die Regeneration starten. Adler-Coach Pavel Gross glaubt dadurch aber nicht an einen Vorteil für sein Team und sagte nach dem Münchner Weiterkommen, dass die Kondition in den Playoffs kaum eine Rolle spiele.

Im vergangenen Jahr hatte sich München 4:1 im Halbfinale gegen Mannheim durchgesetzt und die Finalserie gegen die Eisbären gewonnen. Die Adler wurden letztmals 2015 Deutscher Meister.

jan/dpa/sid

insgesamt 2 Beiträge
dilldopp 17.04.2019
1. Zeit für Amateursport
Da die großen Sportarten mittlerweile ausschließlich und Sportarten übergreifend nur noch von den selben Eignern (red bull) bzw Sponsoren (Adidas, VW und Co) gewonnen werden, ergibt es langsam Sinn sich dem Amateursport [...]
Da die großen Sportarten mittlerweile ausschließlich und Sportarten übergreifend nur noch von den selben Eignern (red bull) bzw Sponsoren (Adidas, VW und Co) gewonnen werden, ergibt es langsam Sinn sich dem Amateursport zuzuwenden, bis die big player keinen Bock/keine Rendite mehr haben/erwirtschaften und die Konkurrenten wieder einigermaßen auf Augenhöhe geschrumpft sind.
mlnw 17.04.2019
2.
Finde ich sehr begrüßenswert wenn Sie sich dem Amateur Bereich unterstützen. Allerdings muss ich sagen das eine "Randsportart " in Deutschland aber auch sehr schwierig finanzierbar ist. Sind schon einige Clubs [...]
Finde ich sehr begrüßenswert wenn Sie sich dem Amateur Bereich unterstützen. Allerdings muss ich sagen das eine "Randsportart " in Deutschland aber auch sehr schwierig finanzierbar ist. Sind schon einige Clubs insolvent gegangen. Da nehme ich das doch gerne in Kauf wenn Berlin von einem Milliardär Anschütz, München von Red Bull, Nürnberg von Sabo, Mannheim von SAP usw gesponsert wird. Ohne diese Sponsoren wäre niemals so eine geile und spannende Serie im Halbfinale zustande gekommen. Eishockey ist so ein schöner schneller Sport. Großes Lob an die Fans der Serie, die Stimmung war Klasse. Bezweifel aber das dies im Finale noch gestoppt werden kann. #geilsteZeit

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