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Sport

Schanzenrekord in Planica

Kobayashi fliegt zum Sieg - und an Eisenbichler vorbei

Schanzenrekord und Weltcup-Sieg im Skifliegen: Mit einem Sprung auf 252 Meter hat Ryoyu Kobayashi seine starke Saison abgerundet. Markus Eisenbichler machte Trainer Werner Schuster ein Abschiedsgeschenk.

Borut Zivulovic / REUTERS

Überflieger: Ryoyu Kobayashi (r.)

Sonntag, 24.03.2019   13:40 Uhr

Ryoyu Kobayashi hat auch beim letzten Springen der Saison 2018/2019 einen Sieg gefeiert. Nach Erfolgen bei der Vierschanzentournee und im Gesamtweltcup landete er auch beim Skifliegen im slowenischen Planica mit zwei starken Sprüngen (252 und 230,5 Meter) ganz vorn und sicherte sich den Gesamtsieg im Skiflug-Weltcup.

Seine 252 Meter sind zudem ein neuer Schanzenrekord - den Weltrekord von Stefan Kraft (253,5 Meter) aus Vikersund erreichte er jedoch nicht. Auf dem zweiten Platz landete Domen Prevc (239,5 und 222,5 Meter) bei seinem Heimspiel, Markus Eisenbichler (227 und 235 Meter) wurde Dritter.

Borut Zivulovic / REUTERS

Hallo Werner: Eisenbichler schenkte Trainer Schuster ein erfolgreiches Wochenende

Der Deutsche hatte sich Hoffnungen gemacht, nach dem Sieg am Freitag mit dem Gewinn des Skiflug-Weltcups seinem Bundestrainer Werner Schuster ein weiteres Geschenk zum Abschied machen zu können. Eisenbichler war mit vier Punkten Vorsprung in der Flugwertung ins Finale gegangen und hätte sich vor Kobayashi platzieren müssen, um die kleine Kristallkugel als dritter Deutscher nach Sven Hannawald (1998 und 2000) und Martin Schmitt (1999 und 2001) zu holen. Am Ende wurde es Platz zwei hinter Kobayashi.

"Den letzten Flug brutal genossen"

Glücklich war Eisenbichler dennoch, wie er nach dem Springen sagte: "Den letzten Flug habe ich noch einmal brutal genossen. Ich muss jetzt einfach Danke sagen." Werner Schuster, der nach elf Jahren als Trainer der deutschen Springer aufhört, äußerte sich zufrieden mit diesem Abschluss. "Das war heute tadellos von den Jungs, so wie eigentlich immer", sagte der Österreicher.

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Bundestrainer der Skispringer: Ende einer Ära

Karl Geiger, mit seinen ersten beiden Weltcupsiegen und Einzel-Silber bei der WM ebenfalls ein Gewinner der Saison, verabschiedete sich mit einem starken siebten Platz von seinem Trainer. Dieser zog nach dem Springen in Planica Bilanz und sagte: "Wir haben eine erfolgreiche Arbeit gemacht, aber auch eine menschliche und wertschätzende. Darauf bin ich sehr stolz. Die schwierigen Jahre waren zum Glück am Anfang, die schöneren von der Mitte weg bis zum Ende."

Schusters früherer Assistent Stefan Horngacher, der derzeit die polnischen Springer betreut, gilt als aussichtsreichster Kandidat für die Nachfolge als Bundestrainer. Horngacher gab am Sonntag seinen Abschied aus Polen bekannt. Die Verhandlungen mit dem Wunschkandidaten seien "auf der Zielgeraden", sagte der deutsche Sportliche Leiter Horst Hüttel.

tip/dpa/sid

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