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Freitag, 22.03.2019   10:56 Uhr

Gar nicht so schwer

Mehr Licht!

Helle Räume tragen zum Wohlbefinden bei und heben die Stimmung. In dieser Woche finden Sie heraus, welche Ecken Sie in einem ganz anderen Licht sehen sollten.

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SPIEGEL WISSEN hat ein achtwöchiges Coaching entwickelt, mit dem Sie das Beste aus Ihren vier Wänden machen. Im fünften Teil erfahren Sie, was Sie tun können, damit mehr Licht in Räume kommt. Die bisherigen Tipps finden Sie hier.

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Die meisten Wohnungen sind zu dunkel: Die Zahl der Lampen ist zu gering, und die Hauptlichtquelle ist oft eine einzige Deckenleuchte, die an der vorgesehenen Halterung klemmt.

Oft verdüstert eine miese Beleuchtung nicht nur die Atmosphäre der Wohnung - auch Wohlbefinden und Stimmung hängen ganz entscheidend davon ab, wie viel Licht ein Raum bekommt, in dem man sich täglich viele Stunden aufhält. Deshalb geht es in den Tipps und Aufgaben in dieser Woche vor allem um Lichtlösungen. Wie beim Aufräumen und Wegwerfen gilt auch hier: Sie können mit einfachen Mitteln viel mehr Wohlbefinden erzeugen.

Wir stellen Ihnen hier drei verschiedene Übungen zur Verfügung, mit deren Hilfe Sie aktiv gestalten können, was für ein Licht ab jetzt in Ihre Wohnung fällt. Eine der Übungen ist eine Art Basis-Licht-Tipp für alle. Die zweite richtet sich eher an Einrichtungsmuffel, die dritte ist für Fortgeschrittene gedacht.

Für alle: Fenster frei

Je mehr Tageslicht in eine Wohnung fällt, desto wohler fühlt man sich dort. Deshalb heißt es in Sachen Lichtgestaltung zuallererst mal: Schauen Sie sich Ihre Fenster an! Haben Sie leichte Vorhänge oder schwere Stores? Ist die Fensterbank vollgestellt mit Pflanzen? Haben Sie die Angewohnheit, Rollläden auch tagsüber ein wenig runterzulassen. Widmen Sie sich in diesem ersten Schritt einmal gezielt der Vorhang- und Fenstersituation.

Wenn Sie merken, dass zu viel Fensterfläche verdeckt ist, experimentieren Sie mal wieder: Stellen Sie die Pflanzen vorübergehend weg, hängen Sie schwere Vorhänge ab. Lassen Sie einige Tage auf sich wirken, welche Atmosphäre die Räume nun haben - und wie Sie sich darin fühlen. Wenn das ein Gefühl von Freiheit oder Klarheit auslöst, sollten Sie vielleicht dabei bleiben.

Unsere Expertin

Dr. Barbara Perfahl hat dieses Wohn-Wohlfühl-Coaching gemeinsam mit dem Team von SPIEGEL WISSEN entwickelt. Sie ist Wohnpsychologin, Beraterin und hat eine eigene Home-Staging-Firma. In ihrem Buch "Ein Zuhause für die Seele. In fünf Schritten zum Wohlfühl-Zuhause" macht sie zahlreiche Angebote, wie Menschen ihre Wohnbedürfnisse besser verstehen und sich danach einrichten. Gleichzeitig hat sie auch einen Onlinekurs zum Thema Einrichten auf ihrer Website.

Wichtig: Viele Menschen möchten auch die Möglichkeit haben, sich vor fremden Blicken zu schützen. Suchen Sie zumindest in Wohn- und Schlafzimmer nach Lösungen, wie Sie tagsüber möglichst viel Licht bekommen und abends Privatsphäre haben. Möglichkeiten sind sehr leichte, blickdichte Vorhänge oder Rollos. Wer Rollläden hat, kann je nach Geschmack auch ganz auf Gardinen verzichten.

Für Anfänger: Neu mischen

Wer sich schon einmal mit Wohnraumgestaltung auseinandergesetzt hat, kennt die Faustregel "Jeder Raum braucht mindestens drei unterschiedliche Lichtquellen." Ideal ist ein zentrales, helleres und oft kälteres ("blaues") Licht, das den Raum ausleuchten kann, weiterhin Spots zum Lesen oder für bestimmte Arbeitsbereiche und schließlich stimmungsvolle Leuchten, die Akzente setzen und "rotes", also wärmeres Licht geben. Probieren Sie in dieser Woche mit vorhandenen Stehlampen, Klemmleuchten etc. herum. Wichtig: Ob man blaues, kälteres Licht oder wärmeres Licht bevorzugt, ist zum Teil Geschmacksache.

Psychologisch gesehen ist warmes Licht beruhigend und entspannend, während kaltes Licht zum Arbeiten am Schreibtisch oder auch in der Küche besser passt - es macht wach, fördert eher die Konzentration. Prüfen Sie deshalb auch ruhig noch mal, ob in den Zimmern, in denen Sie Ruhe suchen, also Schlafzimmer und Wohnzimmer, auch die Lichtbedingungen entspannend wirken, und verändern Sie gegebenenfalls die Lichtsituation.

Für Fortgeschrittene: Akzente setzen

Licht kann nicht nur die Stimmung verändern, sondern auch die Wahrnehmung lenken. Kleine Inszenierungen mit einem "Spot" kann man ganz einfach erzeugen, indem man damit auf einem Sideboard oder auf einem Regal einen schönen Gegenstand anleuchtet. Ein Stapel schöner Bücher oder ein einzelnes wertvolleres Reiseandenken, auf einem Sideboard im Flur, das von oben mit angeleuchtet wird, kann Fokussierung bringen und edel wirken.

Probieren Sie es mit einer vorhandenen Leuchte aus, gucken Sie auch, in welchem Winkel der Gegenstand angestrahlt werden sollte. Wenn Sie den Effekt mit den provisorischen Hilfsmitteln schon gut finden: Kümmern Sie sich in dieser Woche um eine neue Lampe, die diesen Akzent setzen kann.

Zu jeder Ausgabe bietet SPIEGEL WISSEN ein praktisches, leicht im Alltag umsetzbares Online-Coaching passend zu seinem jeweiligen Heftthema an. Während dieser Zeit erhalten Sie immer freitags per E-Mail eine Übungseinheit, die Ihnen helfen kann, Ihr Leben besser zu gestalten. Hier den Newsletter bestellen:

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