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Wirtschaft

Ausfälle und Verspätungen

In Bayern ist der Zugverkehr eingestellt - bundesweiter Bahn-Streik angelaufen

Die Bahn-Gewerkschaft hat ihre Mitglieder in ganz Deutschland zum Ausstand aufgerufen: Pendler müssen deshalb mit vielen Verspätungen zurechtkommen. In Bayern ist bereits der komplette Zugverkehr eingestellt worden.

DPA

Hinweistafel Bahnhof

Montag, 10.12.2018   06:22 Uhr

Pendler müssen am Montagmorgen mit vielen Zugausfällen und Verspätungen zurechtkommen: Der für fünf bis neun Uhr angekündigte bundesweite Warnstreik lief bereits rund eine Stunde früher an. In Bayern fährt wegen des Warnstreiks derzeit kein Zug mehr, der komplette Zugverkehr wurde eingestellt. Auch im Südwesten Deutschlands soll es zu besonders massiven Einschränkungen kommen. Weitere Regionen werden voraussichtlich noch hinzukommen.

Erst am frühen Nachmittag sei eine Rückkehr zum normalen Fahrplan zu erwarten, sagte ein Sprecher der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG). "Wenn der Fahrplan erst einmal durcheinander ist, dauert das eine Weile, bis alles wieder läuft."

Der Grund des Warnstreiks: Die Gewerkschaft will damit im Tarifkonflikt mit der Bahn ihre Forderungen durchsetzen. Am Samstag hatte die EVG die Tarifverhandlungen für rund 160.000 Beschäftigte abgebrochen. Bei der Lohnerhöhung war der Konzern der Gewerkschaft aus deren Sicht nicht weit genug entgegengekommen.

Im Fernverkehr sollen alle für Montag gekauften Tickets bis Dienstag gültig bleiben, wie die Bahn mitteilte. Für bestimmte Spartickets werde zudem die Zugbindung aufgehoben. Im Fall von Reiseabsagen wegen des Streiks sind Erstattungen von Tickets und Reservierungen geplant.

hej/dpa

insgesamt 17 Beiträge
tipto 10.12.2018
1. Verständnis?
Nein, am Montagmorgen, wenn Berufspendler und Fernpendler zur Arbeit müssen, da fehlt mir jedes Verständnis. Vielleicht landen Initiatoren oder deren Angehörige mal in einer Notaufnahme oder vorm geschlossenen OP, wenn das [...]
Nein, am Montagmorgen, wenn Berufspendler und Fernpendler zur Arbeit müssen, da fehlt mir jedes Verständnis. Vielleicht landen Initiatoren oder deren Angehörige mal in einer Notaufnahme oder vorm geschlossenen OP, wenn das Personal auf der Strecke geblieben ist.
Lagrange 10.12.2018
2.
Ich hab echt genug von der ganzen Streikerei und auch 0,0% Verständnis dafür. Die Gewerkschaften versuchen wirklich mit allen Mitteln die Unternehmen zu erpressen. Hier müssen sich einfach alle Beteiligten besinnen und mit [...]
Ich hab echt genug von der ganzen Streikerei und auch 0,0% Verständnis dafür. Die Gewerkschaften versuchen wirklich mit allen Mitteln die Unternehmen zu erpressen. Hier müssen sich einfach alle Beteiligten besinnen und mit realistischen Forderungen an die Verhandlungen ran gehen.
dachhase 10.12.2018
3.
Ich werde auch Mal zwischen 8 und 12 Uhr keine Ziegel aufs Dach legen. Dann.... passiert gar nichts. Hab eben keine Druckmittel. Dafür kann ich meinen Lohn direkt ohne Gewerkschaft verhandeln und meinen Vertrag befristet [...]
Ich werde auch Mal zwischen 8 und 12 Uhr keine Ziegel aufs Dach legen. Dann.... passiert gar nichts. Hab eben keine Druckmittel. Dafür kann ich meinen Lohn direkt ohne Gewerkschaft verhandeln und meinen Vertrag befristet abschließen, um keinen Stress zu bekommen, wenn ich Urlaub machen möchte. Dafür bin ich mit meiner Einstellung zur Arbeit in die Vorleistung gegangen und ernte heute die Früchte von mehreren Arbeitgebern. Bin Ü 50, hoch flexibel, nie krank und hab einen dt. (selbst finanzierten) Meisterbrief. Fairerweise muß ich dazu sagen, daß ich keine finanziellen Fremdmittel mehr benötige, mir meine Bonität also egal ist. Früher hatten die Gewerkschaften noch eine weitere wichtige Funktion: sie haben Wahlempfehlungen ausgesprochen. Auch dieser Aufgabe können sie seit Schröder/ Clement nicht mehr nachkommen, nachdem diese beiden die Interessen der Arbeitnehmer verraten haben. Von Visionen wie z.b. bedingungslosem Grundeinkommen habe ich noch nie etwas von ihnen gehört. Ergo? Sie haben ihre Daseinsberechtigung verloren und nehmen uns für 1?/h als Geisel. Wer etwas kann und die notwendige Einstellung zur Arbeit hat, der braucht sie nicht. Und denen, die permanent krank sind und andere die Arbeit machen lassen sollte man die Möglichkeit entziehen, das mit Hilfe der Gewerkschaft auch noch zu legalisieren.
SasX 10.12.2018
4.
Ernsthaft? In einer Zeit, in der seit vielen Jahren die Schere immer weiter auseinander geht und wir einen unglaublichen Niedriglohnsektor erhalten haben, "erpressen Gewerkschaften mit allen Mitteln die Unternehmen"?
Zitat von LagrangeIch hab echt genug von der ganzen Streikerei und auch 0,0% Verständnis dafür. Die Gewerkschaften versuchen wirklich mit allen Mitteln die Unternehmen zu erpressen. Hier müssen sich einfach alle Beteiligten besinnen und mit realistischen Forderungen an die Verhandlungen ran gehen.
Ernsthaft? In einer Zeit, in der seit vielen Jahren die Schere immer weiter auseinander geht und wir einen unglaublichen Niedriglohnsektor erhalten haben, "erpressen Gewerkschaften mit allen Mitteln die Unternehmen"?
Klaatu Barada Nikto 10.12.2018
5. Die Bahn lernt dazu
Wie schaffe ich es, die Passagiere schnellstmöglich gegen eine streikende Gewerkschaft aufzubringen? Ich stelle vorauseilend den Fernverkehr einfach mal bundesweit komplett ein. Den Rest erledigen sicherlich dann die BILD und [...]
Wie schaffe ich es, die Passagiere schnellstmöglich gegen eine streikende Gewerkschaft aufzubringen? Ich stelle vorauseilend den Fernverkehr einfach mal bundesweit komplett ein. Den Rest erledigen sicherlich dann die BILD und andere Printmedien. Perfide Man führe sich zu Gemüte, was beispielsweise ein Lokführer nach 20 Dienstjahren so verdient. Da muss mehr als Inflationsausgleich mittels gestaffelter Lohnerhöhung drin sein. Das sind nicht die Bösen, das sind die Unterbezahlten. Die Bahn hat sich in der Vergangenheit bereits rechtswidrig im Umgang mit streikenden Gewerkschaften verhalten und Verhandlungen verweigert, die sie von Rechts wegen hätte führen müssen. Der Zorn der Passagiere muss der DB gelten und nicht den Gewerkschaften aber das lernen wir irgendwann auch noch...

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