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Wirtschaft

Preisindex für Studentenwohnungen

30 Quadratmeter für 580 Euro

Wohnraum für Studenten ist rar - und in einigen deutschen Städten laut einer Studie ziemlich teuer. Wer besonders günstig und gleichzeitig nah an der Uni wohnen will, sollte nach Bochum gehen.

DPA
Mittwoch, 06.04.2016   15:56 Uhr

30 Quadratmeter, unmöbliert, nah an der Uni: Für eine solche Wohnung zahlen Studenten in München - inklusive Heizung und Strom - im Schnitt 580 Euro und damit bundesweit am meisten. Wie viel Miete eine Studentenwohnung kostet, hat das Kölner Institut der deutschen Wirtschaft (IW) nun in einem Studentenwohnpreisindex für elf deutsche Großstädte vorgestellt.

Wenig überraschend: Wohnen in München ist teurer als Bochum. Im Durchschnitt kommen Studenten im Ruhrgebiet 40 Prozent günstiger weg als in der bayerischen Hauptstadt und müssen 329 Euro auf den Tisch legen. Nach München führen Frankfurt (505 Euro), Stuttgart (474 Euro) und Bonn (457 Euro) die Liste an. Zudem ist in Städten mit teuren Studentenwohnungen das Angebot staatlich geförderter Wohnheime verhältnismäßig gering - und umgekehrt. In Bochum gibt es laut IW etwa mehr Wohnheimzimmer als im teuren Frankfurt.

Für die Studie haben die Forscher des IW nur die Inserate der Internetplattform Immobilienscout24 ausgewertet, die für Studenten infrage kommen, also nur Angebote bis zu einem bestimmten Mietpreis berücksichtigt. Weil etwa ein Zimmer in Hamburg mehr kostet als eins in Siegen, ist dieser Schwellenwert kein fester Euro-Betrag, stattdessen wurden für alle elf Städte die jeweils 20 Prozent der Angebote mit den höchsten Mieten außen vor gelassen.

Studentenwohnungen in Berlin sind stark teurer geworden

In allen untersuchten Städten sind die Mieten in den vergangenen sechs Jahren gestiegen: Mit knapp 30 Prozent mehr ist vor allem studentisches Wohnen in Berlin deutlich teurer geworden. Dennoch kostet hier die Musterwohnung mit 386 Euro immer noch weniger als beispielsweise in Hamburg oder Bonn.

Ein Grund für die Preissteigerung: Die Nachfrage nach kleinen Apartments ist gewachsen. Vor allem Singles machen Studenten und Azubis Konkurrenz auf dem Wohnungsmarkt. "Der Bedarf an kleinen Wohnungen steigt überproportional", sagt IW-Immobilienexperte Michael Voigtländer. "Darum sind Investoren und Projektentwickler gefordert, innovative und bezahlbare Lösungen für kleine Haushalte zu finden."

kpa

insgesamt 13 Beiträge
Pela1961 06.04.2016
1. dazu kommt
noch der Wettbewerb. Um die erwähnte 30 qm-Wohnung würden sich in München sogar Kleinfamilien prügeln.....
noch der Wettbewerb. Um die erwähnte 30 qm-Wohnung würden sich in München sogar Kleinfamilien prügeln.....
sg17681 06.04.2016
2. Lustig
den Preisindex über das lokale C:-Laufwerk das Autors verlinkt. :-)
den Preisindex über das lokale C:-Laufwerk das Autors verlinkt. :-)
einbayerinparis 06.04.2016
3. Günstig!
Nehm Ich so, ist ja praktisch ein Schnäppchen im Vergleich zu anderen Großstädten! :D
Nehm Ich so, ist ja praktisch ein Schnäppchen im Vergleich zu anderen Großstädten! :D
Freidenker10 06.04.2016
4.
Ich frage mich ob da Kalkül dahinter steckt. Warum investiert eine reiche Stadt wie Münschen nicht mehr in den sozialen Wohnungsbau? Am Ende kann einem der Gedanke kommen, dass man einfach lieber wohlhabende anziehen möchte [...]
Ich frage mich ob da Kalkül dahinter steckt. Warum investiert eine reiche Stadt wie Münschen nicht mehr in den sozialen Wohnungsbau? Am Ende kann einem der Gedanke kommen, dass man einfach lieber wohlhabende anziehen möchte denen die hohen Mieten egal sind. Ich warte schon lange auf den Zeitpunkt an dem sich die Dienstleistung ( Verkäufer, städtische Angestellte, Pflegepersonal usw. ) Münschen nicht mehr leisten kann und was machen die Wohlhabenden dann? Die Luxusbude selber putzen? :-)
luchsmueller 06.04.2016
5. 30 qm!
Man geht es den Studenten heutzutage gut! Meine erste Butze in Freiburg 1994 hatte 8 qm in Studentenwohn, die zweite 10 qm unterm Dach immerhin in einem wunderschönen Jugenstilhaus. Ok, dann hab ich mich gesteigert auf 16 qm oder [...]
Man geht es den Studenten heutzutage gut! Meine erste Butze in Freiburg 1994 hatte 8 qm in Studentenwohn, die zweite 10 qm unterm Dach immerhin in einem wunderschönen Jugenstilhaus. Ok, dann hab ich mich gesteigert auf 16 qm oder so. Und war nie unglücklich. Billig war es damals schon nicht.

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