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Wirtschaft

Öl und Gas

Wie Sie beim Heizen richtig Geld sparen

Heizen ist teuer - für die Umwelt, aber auch für Ihr Konto. Mit ein paar einfachen Tipps können Sie den Verbrauch und die Kosten senken.

DPA

Eine Kolumne von
Samstag, 05.10.2019   07:37 Uhr

Auch im Winter nach dem Rekordsommer müssen Sie heizen. Und grundsätzlich haben Sie zwei Möglichkeiten, die Kosten im Griff zu behalten: den Verbrauch mindern und den Preis für den jeweiligen Brennstoff senken. Beides geht ganz einfach, Sie müssen es eben nur tun.

Fangen wir beim Verbrauch an:

Eigentümer und Hausverwaltungen können außerdem noch den Energieträger ändern, doch dazu komme ich ganz am Ende.

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Sie haben beim Verbrauch den Spitzenwert in ihrer Wohnklasse fast erreicht? Bei den Kosten haben Sie dann aber immer noch jede Menge Potenzial. Etwa die Hälfte der Wohnungen in Deutschland wird mit Gas beheizt, ein Viertel mit Heizöl. In beiden Bereichen sind mit dem richtigen Anbieter Ersparnisse von einigen Hundert Euro drin.

Womit wir bei den ultimativen Maßnahmen wären, die Ihnen als Hausbesitzer oder Hausverwaltung offenstehen. Sie können dämmen, die Heizanlage oder sogar den Brennstoff wechseln.

Und das ist auch die Reihenfolge. Zuerst planen Sie die Dämmung und sorgen dafür, dass der Energieverbrauch der Immobilie deutlich sinkt. Erst dann kommt das Nachdenken über die Frage, ob Sie nur die Brenntechnik oder auch gleich den Brennstoff ersetzen.

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Am besten laden Sie sich einen Energieberater ein, zum Beispiel von den Verbraucherzentralen, und lassen sich einen Maßnahmenplan erarbeiten. Für die Beratungskosten gibt es staatliche Zuschüsse. Wenn Sie den ganz großen Aufwand scheuen, aber ein bisschen Geld ausgeben können, kommt vielleicht eine sogenannte Einblasdämmung in Frage. Die ist innerhalb eines Tages beispielsweise an Außenwänden angebracht. Und die eingesparte Energie sorgt schon heute dafür, dass sich die Anlage nach 6 bis 7 Jahren rechnet, wenn Sie den staatlichen Zuschuss mitnehmen.

Als nächstes kommen eine neue stromsparende Umwälzpumpe und ein neuer Heizkessel infrage - einer, der für den neuen, geringeren Energiebedarf passt.

Das alles schaffen Sie zwar in dieser Heizsaison nicht mehr, aber es ist sinnvoll, sich jetzt damit zu beschäftigen, manchmal sogar zwingend. Die Bundesregierung will Ölheizungen in den kommenden Jahren sukzessive verbieten. Und so niedrig der CO2-Preis laut Klimapaket auch im ersten Schritt sein mag, wird das Heizen mit fossilen Brennstoffen in Zukunft deutlich teurer.

Vielleicht nutzen Sie ja einen dieser nassen kühlen Herbstabende, um auf dem heimischen Sofa Ihre Energiezukunft zu planen. Es wird sich lohnen.

insgesamt 83 Beiträge
hansaeuropa 05.10.2019
1. abwarten!
Dank Bundesregierung ist abwarten angesagt, denn wer jetzt energetisch saniert, zahlt aus eigener Tasche. Wenn die Abwrackprämie kommt, gibt es 40 Prozent Zuschuss. Wieder ein tolles Beispiel wie Wurtschaftspoöitik und [...]
Dank Bundesregierung ist abwarten angesagt, denn wer jetzt energetisch saniert, zahlt aus eigener Tasche. Wenn die Abwrackprämie kommt, gibt es 40 Prozent Zuschuss. Wieder ein tolles Beispiel wie Wurtschaftspoöitik und Umweltschutz nicht funktioniert.
wilbury 05.10.2019
2. Wasserführender Kaminofen
Der heizt bei mir das ganze Haus und nur wenn ich nicht da bin springt die Erdgasheizung an. Das Holz gibt es kostenlos. Zudem CO2 neutral.
Der heizt bei mir das ganze Haus und nur wenn ich nicht da bin springt die Erdgasheizung an. Das Holz gibt es kostenlos. Zudem CO2 neutral.
5b- 05.10.2019
3. Ungenügend
Die wenigen sehr dürftigen Tips in dem Artikel entsprechen nicht dem selbst gestellten Anspruch. So gibt es schon seit langem elektronische Thermostate, die man zeitgesteuert betreiben kann um sicherzugehen, dass nachts [...]
Die wenigen sehr dürftigen Tips in dem Artikel entsprechen nicht dem selbst gestellten Anspruch. So gibt es schon seit langem elektronische Thermostate, die man zeitgesteuert betreiben kann um sicherzugehen, dass nachts weniger geheizt wird. Diese Thermostate kann jeder recht einfach selbst anbringen, da die Ventilsteuerungen einfach abzuschrauben sind. Darüberhinaus gibt es heute vernetzte Geräte mit denen man die Heizung auch einfacher bedarfsgerecht steuern kann. Wenn man aus gesundheitlichen Gründen eine warme Umgebung benötigt, muss man die Heizung nicht ständig auf höchster Stufe betreiben auch wenn man nicht zu Hause ist, nur weil man ansonsten für eine Stunde eine kalte Wohnung hat, wenn man zurückkommt. Man regelt die Heizung herunter wenn man geht und kann sie dann bevor man wieder zu Hause ist aus der Ferne hoch regeln. Auch Stoßlüften ist nicht optimal. Lüften tut man am besten mit Lüftungsschlitzen wie sie an modernen Fenstern zu finden sind. Wenn es nicht stürmisch ist kann man auch die Fensterverriegelung in Kippstellung bringen ohne das Fenster zu kippen, so, dass es nur einen kleinen Schlitz offen steht. Dann macht man das Fenster nicht mehr auf.
danubius 05.10.2019
4. Nachgefragt
Wie steht's denn so aus mit der träg-reagierenden Steuerung einer (im Artikel leider nicht erwähnten) Fußbodenheizung aus den Siebzigern? Was kann hier ein Mieter ohne größere Eigeninvestitionen tun, um seine Heizkosten zu [...]
Wie steht's denn so aus mit der träg-reagierenden Steuerung einer (im Artikel leider nicht erwähnten) Fußbodenheizung aus den Siebzigern? Was kann hier ein Mieter ohne größere Eigeninvestitionen tun, um seine Heizkosten zu reduzieren? (Ja, ich weiß, eine typische Trollantwort wäre: zieht Euch eben warm an - analog zum ehemaligen US-Präsident Jimmy Carter, der auf die Frage nach der Heizung angesprochen, in seiner Antwort auf seine langen Unterhosen verwies, die er bei solchem Wetter trage.). Welche verwertbare Antwort gibt's zu diesem Problem?
MarkusW77 05.10.2019
5.
extra Stromtarif für Erd-Wärmepumpe macht im Einfamilienhaus Neubau nicht unbedingt Sinn. Die zusätzliche Installationskosten und monatlicher Grundpreis mache den minimal geringeren Strompreis meist zunichte.
extra Stromtarif für Erd-Wärmepumpe macht im Einfamilienhaus Neubau nicht unbedingt Sinn. Die zusätzliche Installationskosten und monatlicher Grundpreis mache den minimal geringeren Strompreis meist zunichte.

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