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Wirtschaft

Niedriger Dezemberwert

Zahl der Arbeitslosen auf Rekordtief

Die Zahl der Arbeitslosen ist im vergangenen Monat leicht gestiegen - auf 2,76 Millionen. Trotzdem gilt dies als Erfolg: denn es ist der niedrigste Wert in einem Dezember seit der Wiedervereinigung.

DPA

Agentur für Arbeit in Rostock: Saisonbereinigt fiel die Arbeitslosenzahl

Mittwoch, 07.01.2015   12:41 Uhr

Nürnberg - Das Jahr 2014 ist mit soliden Daten vom Arbeitsmarkt zu Ende gegangen. Die Bundesagentur für Arbeit registrierte im Dezember 2,76 Millionen Arbeitslose - und damit den geringsten Dezemberwert seit 1991.

Insgesamt gab es 47.000 Arbeitslose mehr als im November, aber 110.000 weniger als im Dezember 2013, teilte die Behörde in Nürnberg mit. Unter Herausrechnung saisonaler Effekte sank die Zahl der Menschen ohne Job sogar. Die Arbeitslosenquote lag bei 6,4 Prozent.

Auch die Daten für das Gesamtjahr fielen gut aus. Durchschnittlich waren 2,89 Millionen Menschen arbeitslos - und damit 52.000 weniger als im Jahr davor.

"Trotz geringer wirtschaftlicher Impulse hat sich der Arbeitsmarkt positiv entwickelt", sagte Behörden-Chef Frank-Jürgen Weise. "2014 waren weniger Menschen arbeitslos als ein Jahr zuvor, Beschäftigung und Einstellungsbereitschaft der Betriebe sind gewachsen."

Erst wenige Tage zuvor hatte das Statistische Bundesamt einen Rekord bei der Beschäftigung vermeldet. Im Schnitt hatten im vergangenen Jahr demnach 42,6 Millionen Männer und Frauen in Deutschland einen Job - so viele wie nie zuvor. Es ist das achte Rekordjahr in Folge.

Eurozone: Arbeitslosenquote verharrt bei 11,5 Prozent

In der Eurozone hat sich der Arbeitsmarkt im November stabil gezeigt. Die Arbeitslosenquote habe bei 11,5 Prozent verharrt, teilte das europäische Statistikamt Eurostat mit. Die Quote bleibt damit auf dem niedrigsten Wert seit September 2012. Im langfristigen Vergleich liegt die Arbeitslosigkeit im Währungsraum aber weiter auf hohem Niveau.

Im November waren im Euroraum laut Eurostat 18,39 Millionen Menschen arbeitslos und damit 34.000 mehr als im Vormonat.

Die niedrigsten Arbeitslosenquoten gab es in Österreich und Deutschland. Am schwierigsten ist die Lage nach wie vor in Griechenland und Spanien.

yes/Reuters/dpa

insgesamt 24 Beiträge
hoimar 07.01.2015
1. Ich würde...
mich ja mit freuen, wenn das Statistische Bundesamt einmal offen legen würde, wer und wie und vor allem "was" genau gezählt wurde. Solange unterstelle ich dem Zahlenwerk der Regierung einen "stochastische" [...]
mich ja mit freuen, wenn das Statistische Bundesamt einmal offen legen würde, wer und wie und vor allem "was" genau gezählt wurde. Solange unterstelle ich dem Zahlenwerk der Regierung einen "stochastische" Grundlage.
citizen_kane 07.01.2015
2. Niedrige Arbeitslosenzahl?
Diese Aussage ist wertlos, solange man nicht genau definiert, was(!) man unter einem "Arbeitsplatz" versteht.
Diese Aussage ist wertlos, solange man nicht genau definiert, was(!) man unter einem "Arbeitsplatz" versteht.
derberserker 07.01.2015
3. ...
Leiharbeit und Aufstocker.. Super! Vertraue keiner Statistik die du nicht selbst gefälscht hast
Leiharbeit und Aufstocker.. Super! Vertraue keiner Statistik die du nicht selbst gefälscht hast
cabeza_cuadrada 07.01.2015
4. Die Statistik wurde doch nicht gefälscht?!
Es wurde lediglich die Definition von "Arbeitslos" angepasst. Sonst ist doch alles korrekt.
Zitat von derberserkerLeiharbeit und Aufstocker.. Super! Vertraue keiner Statistik die du nicht selbst gefälscht hast
Es wurde lediglich die Definition von "Arbeitslos" angepasst. Sonst ist doch alles korrekt.
derlbear 07.01.2015
5. ...
Die Zahlen sind absolut nichts wert und sollten auch nicht für einen Vergleich genutzt werden.
Die Zahlen sind absolut nichts wert und sollten auch nicht für einen Vergleich genutzt werden.

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