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Wirtschaft

Wirtschaft in China

China will Herstellung von Kryptowährungen verbieten

Die Produktion der Kryptowährung Bitcoin verbraucht enorme Strommengen. China will das sogenannte Schürfen deshalb jetzt verbieten.

ddp/Artur Widak/Sipa USA

Bitcoin-Wechselstube in Polen

Dienstag, 09.04.2019   14:24 Uhr

China will offenbar die Herstellung von Kryptowährungen verbieten. Das geht aus einem Dokument der staatlichen Planungsbehörde hervor. Dort taucht das sogenannte "Krypto-Mining" in einer Liste von Industrien auf, die aufgrund gravierender Ressourcenverschwendung und erheblicher Umweltverschmutzung beseitigt werden sollen.

China geht seit längerem schärfer gegen Kryptowährungen wie Bitcoin vor. War das Land einst ein beliebter Standort für Produzenten und Krypto-Börsen, kann heute davon keine Rede mehr sein. Neben dem hohen Ressourcen- und Energieverbrauch ist die weitgehende Anonymität des Zahlungsprozesses von Kryptowährungen ein weitere Punkt, der die Behörden auf den Plan gerufen hat. Die damit einhergehende fehlende Kontrolle ist der chinesischen Führung seit jeher ein Dorn im Auge.

Die Herstellung von Kryptowährungen verschlingt viel Energie. Der Prozess namens "Mining" erfolgt zumeist auf Computern anhand der Bearbeitung komplizierter Rechenoperationen. Bei der ältesten Kryptowährung Bitcoin werden die Rechenprozesse im Zeitablauf immer komplexer, womit auch der Energieverbrauch steigt. Die Internetseite Digiconomist.net schätzt, dass die auf ein Jahr hochgerechnete Bitcoin-Herstellung gegenwärtig in etwa dem jährlichen Energieverbrauch von Bangladesch oder Israel entspricht.

Im Video: Mit vollem Einsatz ins Risiko - Die Bitcoin-Millionäre (27.04.2018)

Foto: dbate

hej/dpa-AFX

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