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Wirtschaft

Gesetzentwurf

Bundesrat will Massentötung männlicher Küken verbieten

Nur weil sie nicht ins Geschäftsmodell passen, werden männliche Küken EU-weit nach dem Schlüpfen getötet. Der Bundesrat will das untersagen lassen. Die Länderkammer hat jetzt einen entsprechenden Gesetzentwurf verabschiedet.

DPA

Putenküken (Archiv): Jährlich werden bundesweit 50 Millionen männliche Küken getötet

Freitag, 25.09.2015   12:16 Uhr

Die massenhafte Tötung männlicher Küken aus rein ökonomischen Gründen soll nach dem Willen des Bundesrates verboten werden. Die Länderkammer verabschiedete am Freitag einen entsprechenden Gesetzentwurf, der von Nordrhein-Westfalen vorgelegt wurde und nun in den Bundestag eingebracht wird. Eine bis Mitte 2017 laufende Übergangsfrist soll Brütereien die Möglichkeit einräumen, sich darauf einzustellen.

EU-weit ist es üblich, männliche Küken nach dem Schlüpfen zu töten. "Der Grund dafür ist, dass sie keine Eier legen können, aber auch nicht für die Mast geeignet sind, weil dafür nur speziell gezüchtete Tiere genutzt werden", heißt es in der Begründung des Antrags.

NRW-Agrarminister Johannes Remmel (Grüne) sagte in der Aussprache: "Tiere sind keine Abfallprodukte." Es könne nicht sein, dass jährlich bundesweit 50 Millionen männliche Küken vergast und geschreddert würden.

mka/dpa

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