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Wirtschaft

Geldauflage aus Bestechungsprozess

Ecclestone überweist 100 Millionen Dollar

Geldsegen für den bayerischen Staat: Formel-1-Chef Bernie Ecclestone hat die 100 Millionen Dollar für die Einstellung seines Verfahrens wegen Bestechung überwiesen. Damit ist sein Prozess endgültig eingestellt.

AP/dpa

Formel-1-Chef Bernie Ecclestone: 99 Millionen Dollar an bayerischen Staat

Mittwoch, 13.08.2014   16:44 Uhr

München - Formel-1-Chef Bernie Ecclestone hat die Geldauflage von 100 Millionen Dollar (75 Millionen Euro) erfüllt und damit endgültig die Einstellung seines Bestechungsprozesses erwirkt. Von dem Geld gehen 99 Millionen US-Dollar an die bayerische Staatskasse und eine Million US-Dollar an die Deutsche Kinderhospizstiftung.

Staatsanwaltschaft und Verteidigung hatten sich auf die Einstellung des Verfahrens gegen Ecclestone gegen eine Geldzahlung verständigt, das Münchner Landgericht stimmte dieser Absprache am Dienstag vergangener Woche zu. Die Entscheidung löste Proteste aus, Kritiker sehen darin ein Freikaufen von einer Strafe.

Das Landgericht hatte in der Begründung zu der Entscheidung allerdings erklärt, dass große Zweifel an den Möglichkeiten zu einer Verurteilung Ecclestones bestanden. Die Staatsanwaltschaft hatte Ecclestone wegen des Verdachts angeklagt, den früheren Finanzvorstand der Bayerischen Landesbank, Gerhard Gribkowsky, bestochen zu haben.

Strafrechtlich hat Ecclestone damit nun nichts mehr zu befürchten, ganz zu Ende ist die Affäre für den 83-jährigen Briten aber trotzdem nicht: Die BayernLB verlangt weiterhin Schadensersatz von ihm, seine 25-Millionen-Offerte lehnte die staatliche Bank zuletzt ab.

ade/AFP

insgesamt 15 Beiträge
hobbyleser 13.08.2014
1. Bestechung
Bestechung kann man eben auch mit Bestechung wieder gutmachen. Erst recht in Bayern. Das Vertrauen der Bevölkerung in die Unbestechlichkeit von Justitia ist aber dennoch unerschütterlich, nicht wahr?
Bestechung kann man eben auch mit Bestechung wieder gutmachen. Erst recht in Bayern. Das Vertrauen der Bevölkerung in die Unbestechlichkeit von Justitia ist aber dennoch unerschütterlich, nicht wahr?
hdudeck 13.08.2014
2. Leute wie Sie werden es nie verstehen.
Lesen Sie sich einmal die Begruendung fuer die Einstellung durch. Das Gericht hatte Zweifel, ob genug Beweise vorliegen, um eine Verurteilung zu begruenden. Waere Ihnen das lieber gewesen, ein Freispruch aus Mangel an [...]
Zitat von hobbyleserBestechung kann man eben auch mit Bestechung wieder gutmachen. Erst recht in Bayern. Das Vertrauen der Bevölkerung in die Unbestechlichkeit von Justitia ist aber dennoch unerschütterlich, nicht wahr?
Lesen Sie sich einmal die Begruendung fuer die Einstellung durch. Das Gericht hatte Zweifel, ob genug Beweise vorliegen, um eine Verurteilung zu begruenden. Waere Ihnen das lieber gewesen, ein Freispruch aus Mangel an Beweisen? So ist der Mann aber immerhin bestraft worden, denn 100 Millionen sind auch fuer einen Wohblhabenden nicht von Pappe. Das Meiste des Vermoegens liegt eben nicht in irgentwelchen Tresoren, sondern sind einfach nur Bewertungen an Beteiligungen (Aktien, Firmen usw). Schaetze, das die 100 Millionen von einer Bank als Kredit vorgeschossen wurden, bei entsprechender Verpfaendung von Sicherheiten. Das ist auch eine Strafe. Wer sagt ausserdem, das Ecclestone zu einer Gefaengnisstrafe haette verurteilt werden koennen. Eine Geld bzw Bewaehrungsstrafe waere auch moeglch gewesen. Und in Anbetracht des Alters des Herren ist noch nicht einmal sichergestellt, das er das Verfahren auch ueberlebt. So sind die 100 Millionen Strafe genug und fuer uns Nichtmillionaeren auch eine Wohltat. Denn die 100 Millionen muessen wir nicht als Steuern aufbringen, so haben wir auch unseren Vorteil davon.
strauch 13.08.2014
3.
Ja genau, und weil eh keine Chance auf eine Verurteilung bestand hat Eccelstone 100Mio Strafe gezahlt. Ich glaube es gibt auch ein Video auf Youtube wo er sagte: "Bevor mir nichts passiert zahl ich lieber". Das [...]
Zitat von hdudeckLesen Sie sich einmal die Begruendung fuer die Einstellung durch. Das Gericht hatte Zweifel, ob genug Beweise vorliegen, um eine Verurteilung zu begruenden. Waere Ihnen das lieber gewesen, ein Freispruch aus Mangel an Beweisen? So ist der Mann aber immerhin bestraft worden, denn 100 Millionen sind auch fuer einen Wohblhabenden nicht von Pappe. Das Meiste des Vermoegens liegt eben nicht in irgentwelchen Tresoren, sondern sind einfach nur Bewertungen an Beteiligungen (Aktien, Firmen usw). Schaetze, das die 100 Millionen von einer Bank als Kredit vorgeschossen wurden, bei entsprechender Verpfaendung von Sicherheiten. Das ist auch eine Strafe. Wer sagt ausserdem, das Ecclestone zu einer Gefaengnisstrafe haette verurteilt werden koennen. Eine Geld bzw Bewaehrungsstrafe waere auch moeglch gewesen. Und in Anbetracht des Alters des Herren ist noch nicht einmal sichergestellt, das er das Verfahren auch ueberlebt. So sind die 100 Millionen Strafe genug und fuer uns Nichtmillionaeren auch eine Wohltat. Denn die 100 Millionen muessen wir nicht als Steuern aufbringen, so haben wir auch unseren Vorteil davon.
Ja genau, und weil eh keine Chance auf eine Verurteilung bestand hat Eccelstone 100Mio Strafe gezahlt. Ich glaube es gibt auch ein Video auf Youtube wo er sagte: "Bevor mir nichts passiert zahl ich lieber". Das mit dem "Verfahren einstellen" gegen eine Geldsumme, kenne ich auch, so kenne ich jemanden der mal angezeigt wurde weil er angeblich jemanden angefahren hätte. Das Gericht bot an gegen eine Zahlung von 300€ das Verfahren einzustellen, allerdings mit dem entscheidenden Unterschied, das dies ein Schuldeingeständnis gewesen wäre. Wenn Eccelstone jetzt auch der Straftat schuldig wäre, dann hätte ich mit den 100Mio kein Problem. So hat er sich aber frei gekauft. Und ganz ehrlich da nehme ich auch lieber in kauf, das er freigesprochen würde, aber dafür ein ordentliches Verfahren. Wäre die Wahrscheinlichkeit für einen Freispruch wirklich so groß, hätte er niemals die 100 Mio gezahlt.
epic_fail 13.08.2014
4.
Natürlich müssen Sie die 100 Millionen trotzdem in Steuern aufbringen, oder glauben Sie der Freistaat Bayern gewährt seinen Einwohnern jetzt einen Steuererlass? Das ist Blödsinn! Es sind halt nur eben 100 Mio. Euro mehr [...]
Zitat von hdudeckLesen Sie sich einmal die Begruendung fuer die Einstellung durch. Das Gericht hatte Zweifel, ob genug Beweise vorliegen, um eine Verurteilung zu begruenden. Waere Ihnen das lieber gewesen, ein Freispruch aus Mangel an Beweisen? So ist der Mann aber immerhin bestraft worden, denn 100 Millionen sind auch fuer einen Wohblhabenden nicht von Pappe. Das Meiste des Vermoegens liegt eben nicht in irgentwelchen Tresoren, sondern sind einfach nur Bewertungen an Beteiligungen (Aktien, Firmen usw). Schaetze, das die 100 Millionen von einer Bank als Kredit vorgeschossen wurden, bei entsprechender Verpfaendung von Sicherheiten. Das ist auch eine Strafe. Wer sagt ausserdem, das Ecclestone zu einer Gefaengnisstrafe haette verurteilt werden koennen. Eine Geld bzw Bewaehrungsstrafe waere auch moeglch gewesen. Und in Anbetracht des Alters des Herren ist noch nicht einmal sichergestellt, das er das Verfahren auch ueberlebt. So sind die 100 Millionen Strafe genug und fuer uns Nichtmillionaeren auch eine Wohltat. Denn die 100 Millionen muessen wir nicht als Steuern aufbringen, so haben wir auch unseren Vorteil davon.
Natürlich müssen Sie die 100 Millionen trotzdem in Steuern aufbringen, oder glauben Sie der Freistaat Bayern gewährt seinen Einwohnern jetzt einen Steuererlass? Das ist Blödsinn! Es sind halt nur eben 100 Mio. Euro mehr in der Kasse, mit denen man Verwandte versorgen kann. Hätte Ecclestone taktisch klug agiert, hätte er die 100 Mio nicht gezahlt, denn wenn das Gericht schon Zweifel hatte oder doch eher "hätte", ist die Sache klar. Das Ganze ist wieder ein Fake, den sich die bayerische Justiz in enger Zusammenarbeit mit den Konsorten Ecclestones erdacht haben.
hdudeck 13.08.2014
5. Natuerlich gibt es keinen Steuernachlass,
aber auch keine Steuererhoehung. Dem Staat ist es naehmlich egal, woher das Geld kommt, solange es kommt. Und er hat nun einmal die Macht, das Geld einzutreiben. Und fuer den anderen Foristen, es ist ja wohl klar das [...]
Zitat von epic_failNatürlich müssen Sie die 100 Millionen trotzdem in Steuern aufbringen, oder glauben Sie der Freistaat Bayern gewährt seinen Einwohnern jetzt einen Steuererlass? Das ist Blödsinn! Es sind halt nur eben 100 Mio. Euro mehr in der Kasse, mit denen man Verwandte versorgen kann. Hätte Ecclestone taktisch klug agiert, hätte er die 100 Mio nicht gezahlt, denn wenn das Gericht schon Zweifel hatte oder doch eher "hätte", ist die Sache klar. Das Ganze ist wieder ein Fake, den sich die bayerische Justiz in enger Zusammenarbeit mit den Konsorten Ecclestones erdacht haben.
aber auch keine Steuererhoehung. Dem Staat ist es naehmlich egal, woher das Geld kommt, solange es kommt. Und er hat nun einmal die Macht, das Geld einzutreiben. Und fuer den anderen Foristen, es ist ja wohl klar das Ecclestone (zumindest in den Augen des Buergers) eine Schuld eingestanden hat, weil er, wie Sie schreiben, es sonst haette darauf ankommen lassen koennen. Vielleicht war er es auch einfach nur leid, staendig damit konfrontiert zu werden. Wer nur noch ein paar Jahre nach hat, will diese bestimmt nicht vor Gericht verbringen, selbst wenn man glaubt, unschuldig zu sein.

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