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Wirtschaft

Interaktive Grafik

So hoch ist Ihr Einkommen im Vergleich zu anderen

Wie stehen Sie mit Ihrem Einkommen da? Haben andere Menschen mit gleicher Bildung oder Familiensituation mehr oder weniger Geld zur Verfügung? Diese interaktive Grafik zeigt es Ihnen.

Sven Hoppe/ DPA

Fußgängerzone in München

Von
Montag, 12.08.2019   09:00 Uhr

Im vergangenen Herbst sorgte Friedrich Merz mit einer gewagten Einschätzung für Aufsehen. Der damalige Kandidat für den CDU-Vorsitz stritt ab, zur reichen Oberschicht zu gehören: "Also, ich würde mich zu der gehobenen Mittelschicht in Deutschland zählen", sagte er. Dabei beziffert er sein Jahreseinkommen selbst auf rund eine Million Euro - und gehört damit klar zur finanziellen Oberschicht.

Allerdings geht es den meisten Deutschen so wie Merz: Sie wissen nicht, wo sie sich mit ihrem Einkommen in der Gesellschaft einordnen - wie viele Menschen hierzulande also weniger zur Verfügung haben und wie viele mehr? Als Forscher der Universität Hannover eine entsprechende Umfrage durchführten, mussten sie konstatieren, dass "die Befragten ihre Position in der Einkommensskala nicht einmal annähernd finden" konnten.

Dabei gilt offenbar: Reich sind immer nur die anderen. Die obersten 20 Prozent jedenfalls waren sich ihrer Position an der Spitze fast ausnahmslos gar nicht bewusst - wie Merz. Doch auch die Ärmsten verorten sich sehr häufig in der Mitte der Gesellschaft statt an ihrer tatsächlichen Position ganz unten. Auch arm sind also fast immer nur die anderen.

Wohlstand erscheint relativ

Diese Fehleinschätzungen dürften zum Teil auf einem simplen Effekt beruhen: Der Mensch vergleicht sich mit seinem Lebensumfeld. Eine Wirtschaftsanwältin aus dem noblen Hamburg-Blankenese trifft in der Kanzlei, beim Bäcker oder Elternabend meist Menschen, die ähnlich gut situiert sind. Auch im Vergleich mit den alten Studienfreunden dürfte sie sich meist weder reicher noch ärmer fühlen - sondern eben normal, in der Mitte. Das Gleiche gilt aber auch für den ungelernten Hilfsarbeiter in der Großwohnsiedlung in derselben Stadt, dessen Lebensstandard seinen Freunden und Bekannten ähnelt.

Wo stehen also Sie mit Ihrem Einkommen? Das können Sie mit dem interaktiven Tool des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) herausfinden, dem die aktuellsten Daten des SOEP (Sozio-oekonomisches Panel) zugrunde liegen, für das jährlich viele Tausend Personen befragt werden und das als sehr zuverlässig und aussagekräftig gilt. Konkret bildet das Tool die Einkommenssituation des Jahres 2016 ab.

Dabei bietet das Tool eine besondere Möglichkeit: Es zeigt nicht nur die Einkommensverteilung für die Gesamtbevölkerung, sondern auch für insgesamt 27 Teilgruppen - die sich hinsichtlich Erwerbsstatus, Bildung, Geschlecht, Wohnort, Alter, Wohnsituation oder Herkunft unterscheiden. So können Sie nicht nur Ihre eigene Position innerhalb der gesamten Gesellschaft verorten, sondern zum Beispiel auch in der Teilgruppe der Akademiker oder der Singles oder der Mieter.

Tragen Sie dazu das Nettoeinkommen Ihres Haushalts sowie Anzahl und Alter der Personen ein, die darin leben. Dann können Sie zwei verschiedene Gruppen auswählen, mit denen Sie sich vergleichen wollen. Das Tool zeigt Ihre Position in der jeweiligen Gruppe an.

Als Einkommen gelten alle Einnahmen der Haushaltsmitglieder - nicht nur aus Löhnen oder Renten, sondern auch aus Mieten, Zinsen, Kindergeld, Hartz IV oder anderen Quellen - abzüglich Steuern und Sozialabgaben. Wichtig: Wer sein Wohneigentum selbst bewohnt, muss auch noch die fiktiv eingesparte Nettomiete auf sein Einkommen rechnen. Falls sich an Ihrer Situation nichts Grundlegendes verändert hat, verwenden Sie gern Ihr Einkommen aus dem Jahr 2016, da auch das Tool Daten aus diesem Jahr verwendet. (Weitere Details etwa zur Datengrundlage und Definition der Teilgruppen finden Sie am Ende dieses Artikels.)

Um die Einkommen unabhängig von der Anzahl der Haushaltsmitglieder - vom Single bis zur Großfamilie - vergleichbar zu machen, verwendet das IW das sogenannte bedarfsgewichtete Einkommen, bei dem gemeinsam lebende Erwachsene und Kinder je nach Alter unterschiedlich berücksichtigt werden (Details dazu am Ende des Artikels).

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Bei einer Familie mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern unter 14 Jahren entspricht zum Beispiel ein reales Haushaltseinkommen von 4500 Euro netto einem bedarfsgewichteten Einkommen von 2143 Euro netto. So hoch müsste das Nettoeinkommen eines Singles sein, um den gleichen Lebensstandard zu erreichen wie jedes Mitglied der Familie. Exakt in der Mitte der Gesamtbevölkerung befindet man sich übrigens mit 1869 Euro netto - exakt die Hälfte der deutschen Haushalte hat ein höheres bedarfsgewichtetes Einkommen pro Person, die andere Hälfte ein niedrigeres.

Was ist das bedarfsgewichtete Nettoeinkommen?

Das bedarfsgewichtete Nettoeinkommen (auch Äquivalenzeinkommen) berücksichtigt, dass Kinder weniger Geld brauchen als Erwachsene, und dass das Leben günstiger wird, wenn mehrere Menschen zusammenleben. Deshalb wird das gesamte Nettoeinkommen eines Haushalts durch die bedarfsgewichtete Zahl der Haushaltsmitglieder geteilt. Der erste Erwachsene hat den Faktor 1, jedes weitere Haushaltsmitglied ab 14 Jahre den Faktor 0,5, Kinder unter 14 Jahren bekommen den Faktor 0,3. Ein Paar ohne Kinder muss demnach nur über das 1,5fache des Einkommens eines Singlehaushalts verfügen, um statistisch zur selben Einkommensgruppe zu gehören. (Quelle: IW Köln)

Das Tool zeigt aber noch mehr als die eigene Position: Es lässt auf einen Blick erkennen, welche Bevölkerungsgruppen mit besonders wenig Geld auskommen müssen - und welche besonders viel davon zur Verfügung haben. Auf diese teils erheblichen Unterschiede weisen auch die IW-Forscher Judith Niehaus und Maximilian Stockhausen in einem Kurzbericht hin. Deutlich wird: Menschen ohne Ausbildung sowie selbst zugewanderte Migranten haben häufig sehr niedrige Einkommen - Akademiker und Vollzeitbeschäftigte häufig relativ hohe.

Wie effektiv ist die staatliche Umverteilung?

Am wenigsten Geld haben demnach aber Alleinerziehende und deren Kinder. Bereits mit einem bedarfsgewichteten Einkommen von 1309 Euro liegt ein Haushalt exakt in der Mitte dieser Teilgruppe, 37 Prozent der Alleinerziehenden-Haushalte landen unter der bundesweiten Armutsschwelle.

Leben Kinder jedoch mit einem erwachsenen Paar zusammen, liegt das bedarfsgewichtete Medianeinkommen mit 1879 Euro erheblich höher (und sogar leicht über dem Niveau der Gesamtbevölkerung). Zudem befinden sich mit 14 Prozent erheblich weniger dieser Haushalte unter der Armutsschwelle. Weit wohlhabender sind übrigens Paare ohne Kinder mit einem Medianeinkommen von 2209 Euro und einem Armutsrisiko von nur sieben Prozent.

In diesem Zusammenhang ist von Bedeutung, dass es sich um die Einkommen NACH der staatlichen Umverteilung handelt - also nachdem Steuern und Abgaben gezahlt und Sozialleistungen wie Kindergeld oder Unterhaltsvorschuss bezogen wurden. Das IW-Tool kann also auch als Test dafür verwendet werden, wie effektiv der Staat finanzielle Ungleichheit abmildert. Im Falle der Kinder von Alleinerziehenden ist das eng verbunden mit Chancengerechtigkeit. Um die ist es ganz offensichtlich schlecht bestellt.

IW Köln: Definitionen und Informationen

Was ist das monatliche Haushaltsnettoeinkommen?
Das monatliche Haushaltsnettoeinkommen umfasst die Bruttoeinkommen aller Haushaltsmitglieder abzüglich der Sozialversicherungsbeiträge und direkter Steuern wie der Einkommensteuer. Zum Einkommen zählen Löhne, Einkommen aus selbstständiger Arbeit, Zinsen, Mieteinnahmen, Renten und staatliche Transferleistungen wie beispielsweise Arbeitslosen- und Kindergeld. Zudem wird bei Eigentümerhaushalten der monatliche Nettomietwert des selbstgenutzten Wohneigentums als zusätzlicher Einkommensbestandteil berücksichtigt.
Was ist das Medianeinkommen?
Das Medianeinkommen (auch mittleres Einkommen) ist das Einkommen, das alle Einkommensbezieher in zwei gleich große Gruppen teilt: Die eine Hälfte hat höhere Einkommen, die andere niedrigere. Das Medianeinkommen ist verglichen mit dem Durchschnittseinkommen robuster gegenüber statistischen Ausreißern.
Was zeigen die Kurven in der Grafik?
Die Kurven zeigen den geglätteten Verlauf der Einkommensverteilung. Grundlage sind die Bevölkerungsanteile für jeden 400-Euro-Abschnitt auf der vertikalen Skala für das bedarfsgewichtete Nettoeinkommen (siehe erste Frage). Wenn beispielsweise 15 Prozent der Bevölkerung zwischen 2000 und 2400 Euro verdienen, so wird die Kurve in diesem Abschnitt die 15 Prozent schneiden, in Teilen aber darüber und darunter verlaufen. Die gesamte Fläche unter der Kurve repräsentiert immer 100 Prozent dieser Gruppe.
Warum werden die Flächen im oberen Einkommensbereich größer?
Die vertikale Skala verläuft in 400-Euro-Abschnitten von 0 bis 6000 Euro. Weil ab einer bestimmten Einkommenshöhe nur sehr wenige Menschen in einen 400-Euro-Abschnitt fallen, dafür aber einige Menschen sehr hohe Einkommen beziehen, sind die Euro-Abschnitte am oberen Ende der Skala größer. Die Einkommen zwischen 6000 und 7000 werden als einzelnes Einkommensintervall betrachtet und ebenso alle Einkommen größer als 7000 Euro. Damit wird verhindert, dass die Einkommensskala sehr lang und die Grafik unübersichtlich wird. Allerdings schwillt die Kurve dadurch am oberen Ende an, was sie bei gleichbleibenden Einkommensschritten nicht tun würde.
Wie errechnet sich der Anteil der Ärmeren und Reicheren?
Zunächst wurden die bedarfsgewichteten Nettoeinkommen in jeder Vergleichsgruppe aufsteigend sortiert und anschließend in 100 gleich große Gruppen unterteilt (Perzentile). Für jedes Perzentil wurde das Medianeinkommen (siehe Frage oben) ermittelt. Das bedarfsgewichtete Nettoeinkommen des Nutzers wird mit den berechneten Medianeinkommen der Perzentile verglichen. Die Perzentile mit höherem Medianeinkommen werden addiert zum Anteil der reicheren Personen, die Perzentile mit geringerem Medianeinkommen zum Anteil der ärmeren.
Auf welchen Daten basiert die Auswertung?
Die Berechnungen basieren auf Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP). Das SOEP ist eine seit 1984 durchgeführte repräsentative Wiederholungsbefragung in Deutschland von aktuell rund 38.000 Personen aus mehr als 14.000 Haushalten. Aktuell sind die SOEP-Daten bis zum Jahr 2017 verfügbar, wobei sich die Einkommen - entgegen der sozio-demografischen Merkmale - auf das jeweilige Vorjahr beziehen, also 2016. Da hier die Einkommensverteilung im Vordergrund steht, beziehen sich die Jahreszahlen in der Grafik also auf das Jahr 2016.
Wie setzt sich die Gruppe der Rentner zusammen?
Zu dieser Gruppe gehören alle Personen, die eine gesetzliche Rente beziehen und gleichzeitig älter als 60 Jahre sind. Die Rente kann durch Erwerbseinkommen ergänzt werden.
Wie setzen sich die Gruppen Vollzeit und Teilzeit zusammen?
Eine Vollzeittätigkeit entspricht einer durchschnittlichen Wochenarbeitszeit von mindestens 35 Stunden. Als Teilzeiterwerbstätiger gilt in dieser Betrachtung, wer regelmäßig mehr als 1 und weniger als 35 Wochenarbeitsstunden leistet.
Wie setzen sich die Gruppen West und Ost zusammen?
Zur Vergleichsgruppe Ost gehören alle Personen mit Wohnsitz in einem der ostdeutschen Bundesländer inklusive Berlin. Zur Vergleichsgruppe West gehören entsprechend alle anderen. Regionale Preisunterschiede werden bei der Betrachtung nicht berücksichtigt. Kaufkraftvergleiche würden zwischen West und Ost geringere Unterschiede hervorbringen.
Wie setzen sich die Vergleichsgruppen Stadt und Land zusammen?
Zur Vergleichsgruppe Stadt gehören alle Personen, die in einer Stadt mit mehr als 100.000 Einwohnern leben. Entsprechend gehören alle anderen Personen zur Vergleichsgruppe Land. Bei Berücksichtigung regionaler Preise würde die Kaufkraft der Einkommen insbesondere in Großstädten geringer ausfallen.
Wie setzt sich die Gruppe ohne Ausbildung zusammen?
Zu dieser Gruppe gehören Personen mit maximal mittlerem Schulabschluss und ohne Berufsausbildung. Dazu zählen Personen mit Hauptschulabschluss ohne berufliche Ausbildung, mit mittlerer Reife ohne berufliche Ausbildung sowie Personen, die weder über einen allgemeinbildenden noch über einen beruflichen Abschluss verfügen. Personen mit Hochschulzugangsberechtigung gehören nicht zu dieser Gruppe, unabhängig davon, ob sie eine berufliche Ausbildung absolviert haben oder nicht.
Wie setzt sich die Gruppe mit Studium zusammen?
Zu dieser Gruppe gehören alle Personen mit abgeschlossenem Studium an einer Fachhochschule oder Universität.
Wie setzt sich die Gruppe mit Wohneigentum zusammen?
Zu dieser Gruppe gehören alle Personen, die in einem Haushalt mit einem Immobilienbesitzer zusammenleben oder selbst einer sind. Im Fall selbstgenutzter Wohnimmobilien werden die um Hypotheken- und Instandhaltungskosten geminderten gesparten Mietausgaben als fiktives Einkommen zum sonstigen Einkommen addiert. Auch deshalb ist diese Bevölkerungsgruppe im Durchschnitt wohlhabender als der Bevölkerungsdurchschnitt.
Wie setzt sich die Gruppe der Zugewanderten zusammen?
Zu den Menschen mit Migrationshintergrund zählen alle nach 1949 auf das heutige Gebiet der Bundesrepublik Deutschland Zugewanderten (Vergleichsgruppe: selbst zugewandert), sowie alle in Deutschland Geborenen mit mindestens einem zugewanderten oder als Ausländer in Deutschland geborenen Elternteil (Vergleichsgruppe: Eltern zugewandert).
Welche Vergleichsgruppen haben den größten Anteil im mittleren Einkommensbereich?
Ein großer Anteil der Paarhaushalte mit Kindern hat ein Einkommen in der Nähe des Medianeinkommens der Gesamtbevölkerung. Ähnlich verteilt sind die Einkommen der Personen mittleren Alters (25 bis 49 Jahre) und mit mittlerem Bildungsniveau (mittlere Reife und Ausbildung).
Welche Vergleichsgruppen haben den größten Anteil im unteren Einkommensbereich?
Ein verhältnismäßig großer Anteil der Alleinerziehenden hat ein Einkommen unterhalb des Medianeinkommens der Gesamtbevölkerung. Viele Personen dieser Gruppe gehören zur armutsgefährdeten Bevölkerung (weniger als 60 Prozent des Medianeinkommens). Ähnlich verteilt sind die Einkommen der Personen mit Migrationshintergrund (selbst zugewandert und Eltern zugewandert) und ohne Ausbildung. Bei den Älteren (65 Jahre und älter) zeigt sich entgegen einer verbreiteten Wahrnehmung kein überdurchschnittliches Armutsrisiko.
Welche Vergleichsgruppen haben den größten Anteil im oberen Einkommensbereich?
Ein großer Anteil der Personen mit Hochschulabschluss hat ein Einkommen oberhalb des Medianeinkommens der Gesamtbevölkerung. Ähnlich verteilt sind die Einkommen der Personen mit Vollzeitbeschäftigung, mit Wohneigentum und von Paaren ohne Kinder. In dieser Vergleichsgruppe werden häufig zwei Einkommen erzielt und gleichzeitig aufgrund von Einspareffekten gemeinsamen Wirtschaftens pro Person weniger Einkommen benötigt als im Fall eines Alleinlebenden.
insgesamt 425 Beiträge
Talent 12.08.2019
1. Tolle Grafik
Eine sehr tolle Grafik die mir zeigt wie durchschnittlich ich mal wieder bin. Wenn man ehrlich ist geht das eigentlich in allen Bereichen so, man denkt immer man in einzigartig, aber in Wirklichkeit ist man ganz normaler [...]
Eine sehr tolle Grafik die mir zeigt wie durchschnittlich ich mal wieder bin. Wenn man ehrlich ist geht das eigentlich in allen Bereichen so, man denkt immer man in einzigartig, aber in Wirklichkeit ist man ganz normaler Durchschnitt:)
dasfred 12.08.2019
2. Erfreulich, ich bin nicht der Ärmste
Es ist also noch Luft nach unten. Allerdings ist die Frage nach dem Einkommen relativ. Entscheident ist, was ich draus mache. Wenn ich selbst koche, brauche ich weniger, als wenn ich auswärts essen muss. Benötige ich ein eigenes [...]
Es ist also noch Luft nach unten. Allerdings ist die Frage nach dem Einkommen relativ. Entscheident ist, was ich draus mache. Wenn ich selbst koche, brauche ich weniger, als wenn ich auswärts essen muss. Benötige ich ein eigenes Auto um mobil zu sein, geht wieder was runter. Ist mein Haushalt voll ausgestattet, oder stehen noch dringende Anschaffungen an? Habe ich günstige Discounter im Umfeld oder nur teurere Supermärkte? Es gibt viele Faktoren, die ein anscheinend gutes Einkommen schnell abschmelzen können. Wer schon während Studium oder Ausbildung gelernt hat, mit wenig auszukommen, kann das auch als Rentner. Für andere kann schon eine geringe Senkung des Einkommens in eine Schuldenspirale führen.
triptychon5zehn 12.08.2019
3.
Männlich, weiß, Akademiker, Arsch voller Studienschulden - und 70% sind "reicher". Ich falle dann mal aus dem Raster. Aber das tu ich irgendwie immer ;) Traurig ist dabei eigentlich nur, dass es Menschen gibt die [...]
Männlich, weiß, Akademiker, Arsch voller Studienschulden - und 70% sind "reicher". Ich falle dann mal aus dem Raster. Aber das tu ich irgendwie immer ;) Traurig ist dabei eigentlich nur, dass es Menschen gibt die (Solo, keine Kinder, wohnt in der Großstadt) über meinem Gehalt liegen, ich komm damit eigentlich gut klar. Mir ist grundsätzlich unverständlich warum ein Mensch mehr als 5000 brutto/Monat benötigt. Diese Summe ist für jeden Menschen Luxus und für mich gelten alle Menschen ab diesem Gehalt als Reich, mir sind Statistiken dabei ziemlich egal.
klkruch 12.08.2019
4. Schönes Tool für Alleinerziehende...
Hier wird einmal plastisch dokumentiert, dass eigentlich jede Bevölkerungsgruppe mehr Einkommen zur Verfügung hat als Alleinerziehende! Selbst der viel beschworene Migrationshintergrund oder gar ein Vergleichskollektiv ohne [...]
Hier wird einmal plastisch dokumentiert, dass eigentlich jede Bevölkerungsgruppe mehr Einkommen zur Verfügung hat als Alleinerziehende! Selbst der viel beschworene Migrationshintergrund oder gar ein Vergleichskollektiv ohne Ausbildung steht besser dar. Vor Armut schützt daher nicht Bildung, sondern Kinderlosigkeit! Um dem Bashing vorzubeugen: ich sage das als Vater von 4 Kindern unter 14 Jahren (hier die Referenz) im oberen Prozent. Wenn ich mir aber angucke, was übrig bleibt, wie machen das die anderen? Respekt, Ihr allein Erziehende...
Grestorn 12.08.2019
5.
5000€ brutto im Monat bedeutet ohne Kinder rund €2500 netto. Davon gehen z.B. in München rund die Hälfte für die Miete drauf. Bleiben als rund €1250 für alles andere. Damit kann man gut auskommen, ohne Zweifel, aber [...]
Zitat von triptychon5zehnMännlich, weiß, Akademiker, Arsch voller Studienschulden - und 70% sind "reicher". Ich falle dann mal aus dem Raster. Aber das tu ich irgendwie immer ;) Traurig ist dabei eigentlich nur, dass es Menschen gibt die (Solo, keine Kinder, wohnt in der Großstadt) über meinem Gehalt liegen, ich komm damit eigentlich gut klar. Mir ist grundsätzlich unverständlich warum ein Mensch mehr als 5000 brutto/Monat benötigt. Diese Summe ist für jeden Menschen Luxus und für mich gelten alle Menschen ab diesem Gehalt als Reich, mir sind Statistiken dabei ziemlich egal.
5000€ brutto im Monat bedeutet ohne Kinder rund €2500 netto. Davon gehen z.B. in München rund die Hälfte für die Miete drauf. Bleiben als rund €1250 für alles andere. Damit kann man gut auskommen, ohne Zweifel, aber wohlhabend ist anders. Also ich kann sehr gut verstehen, wieso für jemanden €5000 brutto im Monat nicht ausreichend ist. Jedenfalls ist es nicht wirklich reich, sondern bestenfalls "ein gutes Auskommen".

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