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Hambacher Forst

28 von 50 Baumhäusern geräumt

Die Nacht verschaffte Polizisten wie Protestierenden eine kurze Verschnaufpause. Doch seit den frühen Morgenstunden geht die Auseinandersetzung weiter, die Einsatzkräfte setzen die Räumung fort.

DPA

Bagger im Hambacher Forst

Montag, 17.09.2018   09:10 Uhr

Im Hambacher Forst hat die Polizei am Montagmorgen die Räumung der Baumhäuser von Braunkohlegegnern fortgesetzt. Die Beamten sei seit etwa sieben Uhr wieder im Einsatz, sagte eine Sprecherin. "Wir haben noch Arbeit vor uns", sagte eine Polizeisprecherin am frühen Morgen.

Bisher seien 28 von rund 50 Baumhäusern geräumt und 19 davon abgebaut worden. Nach Auseinandersetzungen am Sonntag mit 14 Festnahmen und 8 Verletzten sei es in der Nacht zwar ruhig geblieben, seit Montagmorgen gebe es allerdings wieder Sitzblockaden im Wald.

Foto: DPA

Mehrere Tausend Demonstranten hatten am Sonntag an der Grenze zum Hambacher Forst den Erhalt des Waldes westlich von Köln und einen schnellen Ausstieg aus der Kohleverstromung gefordert. Die Polizei sprach von mehr als 4000 Teilnehmern, Aktivistengruppen von 5000 bis 9000. Die Lage spitzte sich zu, als rund 200 Demonstranten in den von der Polizei abgesperrten Wald vordrangen.

In einigen Fällen hätten die Beamten "körperliche Gewalt, Schlagstock und auch Reizgas einsetzen müssen, um das unkontrollierte Vordringen in den Gefahrenbereich des Forstes zu verhindern", hieß es von der Polizei. Die Demonstranten hätten bis in den Abend hinein versucht, zu den bereits geräumten Baumhäusern vorzudringen. Dabei sei es immer wieder zu Konfrontationen mit Polizeibeamten gekommen.

Der Energiekonzern RWE will im Herbst weite Teile des Hambacher Forstes abholzen, um weiter Braunkohle baggern zu können. Der Wald gilt als Symbol des Widerstands gegen die Kohle und die damit verbundene Klimabelastung.

Im Video: Umweltaktivisten im Hambacher Forst (SPIEGEL TV von 2015)

Foto: SPIEGEL TV

mik/dpa

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