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Wirtschaft

Handelsstreit mit China

Donald Trump will Zollsenkungen nicht zugestimmt haben

Verwirrung im Handelsstreit: China hatte gerade gemeldet, sich mit den USA auf einen Abbau von Zöllen geeinigt zu haben. Nun irritiert US-Präsident Trump mit einer gegenteiligen Aussage.

Siphiwe Sibeko / REUTERS

Donald Trump vor Reportern im Garten des Weißen Hauses

Freitag, 08.11.2019   20:06 Uhr

US-Präsident Donald Trump hat Hoffnungen gedämpft, dass der Handelsstreit mit China schnell und nachhaltig entschärft werden könnte. Es gebe im Rahmen des geplanten Teilabkommens mit China keine Einigung, bereits bestehende Strafzölle aufzuheben, sagte Trump. China wolle das aber gern. Das Land sei stärker an einem Abkommen interessiert als die USA, sagte Trump.

Im Oktober hatte Trump eine grundsätzliche Einigung auf ein Teilabkommen im Handelskonflikt verkündet und eine Unterzeichnung Mitte November in Aussicht gestellt. Am Donnerstag hatten Äußerungen aus China den Eindruck erweckt, beide Seiten hätten sich darauf verständigt, bestehende Strafzölle im Rahmen des Teilabkommens schrittweise zurückzunehmen.

Die Senkung der Zölle sei "eine wichtige Bedingung für eine Einigung", sagte der Sprecher des Handelsministeriums in Peking, Gao Feng. Später sagte ein US-Regierungsvertreter, beide Länder hätten sich geeinigt, als Teil einer ersten Phase eines Handelsabkommens Zölle zu reduzieren. Die Aktienmärkte hatten erfreut auf die Berichte reagiert. Nach Trumps Bemerkungen am Freitag gab die Börse in New York jedoch wieder nach.

Der Handelsstreit hat in beiden Ländern zu einer Verlangsamung des Wirtschaftswachstums geführt. Er bremst auch die Weltkonjunktur. Beide Seiten haben einander mit immer neuen Strafzöllen überzogen, während parallel Gespräche über ein Handelsabkommen laufen.

Trump forderte nun, das Teilabkommen solle in den USA unterzeichnet werden. Als möglichen Ort für eine gemeinsame Unterzeichnung mit Chinas Präsident Xi Jinping nannte er erneut den ländlich geprägten US-Bundesstaat Iowa. Dort finden im Februar die ersten Vorwahlen im amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf statt.

kko/dpa

insgesamt 41 Beiträge
bit2018 08.11.2019
1. Gut für Spekulanten
Waum musste ich spontan daran denken wer von diesem Verwirrspiel wohl wieder profitiert? Und nein ich denke dabei nicht an die Trump Wähler in der USA
Waum musste ich spontan daran denken wer von diesem Verwirrspiel wohl wieder profitiert? Und nein ich denke dabei nicht an die Trump Wähler in der USA
Duffy73 08.11.2019
2.
Man unterstelle einem Menschen, etwas bestimmtes zu wollen. Wenn sein Ego groß genug ist, wird er genau das Gegenteil davon wollen, nur um seinen Willen durchzusetzen. So einfach ist das...
Man unterstelle einem Menschen, etwas bestimmtes zu wollen. Wenn sein Ego groß genug ist, wird er genau das Gegenteil davon wollen, nur um seinen Willen durchzusetzen. So einfach ist das...
weem 08.11.2019
3. Dabei soll er beratungsresistent sein?!
Was ich mich immer öfter frage..wie kann ein Mann, der jeden Tag der ganzen Welt beweist, wie unglaublich einfältig und dumm er ist, immer wieder eine Strategie entwickeln, mit der er seine Fanboys- und girls auf ein [...]
Was ich mich immer öfter frage..wie kann ein Mann, der jeden Tag der ganzen Welt beweist, wie unglaublich einfältig und dumm er ist, immer wieder eine Strategie entwickeln, mit der er seine Fanboys- und girls auf ein offensichtlich hysterisch hohes Level hält, das sogar so weit führen kann, ihn weitere 4 Jahre ertragen zu müssen?
Periklas 08.11.2019
4. Aufmerksamkeitsdefizit
Vielleicht liegt es an Rudolph Guliani, dass ein Aufmerksamkeitdefizit vorhanden ist obgleich Wilbur Ross doch zugestimmt hat. Die Börse in New York war schon nachgiebig. In einer so desolaten Situation haben ich persönlich [...]
Vielleicht liegt es an Rudolph Guliani, dass ein Aufmerksamkeitdefizit vorhanden ist obgleich Wilbur Ross doch zugestimmt hat. Die Börse in New York war schon nachgiebig. In einer so desolaten Situation haben ich persönlich noch nie einen amerikanischen Präsidenten gesehen, keine Einladung zum 30. jährigen Mauerfall mit George Bush, der lebenden Legende Gorbatschow und Dmitri Anatoljewitsch Medwedew.
alfredo24 08.11.2019
5. Die weltweite Finanzwelt folgt dem Rufen von Trump.
Soll jemand mal sagen, dass es Trump nicht immer wieder schafft, die Aktienmärkte weltweit nach oben zu pushen. So ganz dumm scheint Trump doch nicht zu sein, für wie ihn so viele halten. Nachdenken ist hier auch einmal von [...]
Soll jemand mal sagen, dass es Trump nicht immer wieder schafft, die Aktienmärkte weltweit nach oben zu pushen. So ganz dumm scheint Trump doch nicht zu sein, für wie ihn so viele halten. Nachdenken ist hier auch einmal von Trumps Gegnern angesagt.

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