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Wirtschaft

Verschobene Schutzzölle

USA dementieren Annäherung an China

Nach der überraschenden Verschiebung von Sonderzöllen auf einige chinesische Waren gab es Hoffnung auf eine Entspannung im Handelskrieg mit den USA. Washington bleibt jedoch hart.

Yu Fangping/ SIPA Asia/ ZUMA Wire/ DPA

Die USA wollen Sonderzölle auf einige Produkte verschieben

Mittwoch, 14.08.2019   17:15 Uhr

Laut Handelsminister Wilbur Ross haben die USA im Zollstreit mit China über die Verschiebung von Schutzzöllen hinaus keine weiteren Zugeständnisse gemacht. Mit der Führung in Peking seien zwar weitere Telefonate geplant, sagte Ross dem Sender CNBC. Persönliche Gespräche seien aber derzeit nicht vorgesehen.

In den Handelsstreit der USA mit China war am Dienstag überraschend Bewegung gekommen. Die Einführung von Sonderzöllen in Höhe von zehn Prozent auf chinesische Güter wie Laptops und Mobiltelefone soll verschoben werden. Die Zölle sollten eigentlich ab nächstem Monat greifen.

US-Präsident Donald Trump hatte Anfang August angekündigt, auf Importe aus China im Volumen von 300 Milliarden Dollar einen zehnprozentigen Sonderzoll zu erheben. Er stört sich am riesigen Defizit seines Landes im Handel mit der Volksrepublik und wirft der Regierung in Peking vor, sich nicht an gemachte Versprechen zu halten.

brt/Reuters

insgesamt 2 Beiträge
raton_laveur 14.08.2019
1. Das verstehe, wer will.
Mit dem Verschieben der willkürlich angedrohten Strafzölle auf einen späteren Zeitpunkt gibt die Trump-Administration natürlich ein Stück nach, indem sie den unmittelbaren Druck reduziert. Das kann sie kaum bestreiten. Ich [...]
Mit dem Verschieben der willkürlich angedrohten Strafzölle auf einen späteren Zeitpunkt gibt die Trump-Administration natürlich ein Stück nach, indem sie den unmittelbaren Druck reduziert. Das kann sie kaum bestreiten. Ich glaube im übrigen kaum, daß es jemals zur Einführung dieser Zölle kommt, denn was würde Trump wohl von seinen Leuten zu hören bekommen, wenn ein iPhone plötzlich 10% teurer wird?
x+n 14.08.2019
2.
Schwierig. Er hätte gerne von der FED niedrigere Zinsen. Zölle erhöhen aber die Inflation, was den Handlungsspielraum der FED für Zinssenkungen einschränkt.
Zitat von raton_laveurMit dem Verschieben der willkürlich angedrohten Strafzölle auf einen späteren Zeitpunkt gibt die Trump-Administration natürlich ein Stück nach, indem sie den unmittelbaren Druck reduziert. Das kann sie kaum bestreiten. Ich glaube im übrigen kaum, daß es jemals zur Einführung dieser Zölle kommt, denn was würde Trump wohl von seinen Leuten zu hören bekommen, wenn ein iPhone plötzlich 10% teurer wird?
Schwierig. Er hätte gerne von der FED niedrigere Zinsen. Zölle erhöhen aber die Inflation, was den Handlungsspielraum der FED für Zinssenkungen einschränkt.

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