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Wirtschaft

Hohe Steuereinnahmen

Kommunen melden Überschuss von fast zehn Milliarden Euro

Die Kommunen haben das vergangene Jahr mit einem deutlichen Plus abgeschlossen. Sie verbuchten einen Überschuss von 9,8 Milliarden Euro. Grund waren deutlich gestiegene Steuereinnahmen.

Julian Stratenschulte / dpa

Schwimmbäder - wie hier in Hannover - sind ein hoher Kostenfaktor für Kommunen (Archivbild von 2017)

Dienstag, 02.04.2019   11:32 Uhr

Der Rekord vom Vorjahr wurde zwar nicht mehr erreicht, doch die deutschen Kommunen haben 2018 erneut einen hohen Überschuss erwirtschaftet. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, lag der Finanzierungsüberschuss - also die Differenz zwischen Einnahmen und Ausgaben - bei 9,8 Milliarden Euro.

Damit wurde zwar der Rekordüberschuss des Vorjahres von 10,7 Milliarden Euro nicht ganz erreicht. Das Ergebnis ist aber noch immer weit besser als 2016. Damals erwirtschafteten die Kommunen ein Plus von 5,4 Milliarden Euro.

Die Einnahmen der Kommunen einschließlich ihrer Extrahaushalte beliefen sich 2018 insgesamt auf 269,9 Milliarden Euro. Damit waren sie um 4,4 Prozent höher als im Vorjahr. Die Steuereinnahmen stiegen erneut deutlich um 5,5 Prozent auf 101,2 Milliarden Euro. Die Gewerbesteuer (netto) als wichtigste Steuer brachte dabei 42,2 Milliarden Euro (plus 5,4 Prozent) ein.

Die kommunalen Ausgaben stiegen angesichts der günstigen Finanzlage um fünf Prozent auf 260,1 Milliarden Euro - und damit etwas schneller als die Einnahmen. Die Investitionstätigkeit erhöhte sich bei Sachinvestitionen um 12,9 Prozent auf 30,1 Milliarden Euro.

Die Ausgaben für Sozialleistungen wuchsen um 0,5 Prozent auf 59,5 Milliarden Euro. Davon stiegen die Leistungen für Sozialhilfe um 3,9 Prozent auf 29,6 Milliarden Euro. Die kommunalen Ausgaben für Asylbewerber gingen dagegen um 22,4 Prozent auf 2,8 Milliarden Euro zurück.

Die Zahlen basieren laut Statistischem Bundesamt auf der sogenannten vierteljährlichen Kassenstatistik, die Haushalte der Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen blieben außen vor.

mmq/dpa

insgesamt 19 Beiträge
damianschnelle 02.04.2019
1. Ja, ja
so ist das halt mit der Statistik. Vielleicht wäre mal die Zahl ganz interessant wie viele Kommunen sich in einer Haushaltssicherung befinden.
so ist das halt mit der Statistik. Vielleicht wäre mal die Zahl ganz interessant wie viele Kommunen sich in einer Haushaltssicherung befinden.
Bibendumx 02.04.2019
2. Grundsteuer abschaffen!
das wäre der gute Zeitpunkt die Grundsteuer abzuschaffen! Der Hickhack um die Berechnung wäre beendet und eine Setzung auf Null käme unmittelbar den Bewohnern zu gute. So würde Wohnen auch billiger und das dürfte auch alle [...]
das wäre der gute Zeitpunkt die Grundsteuer abzuschaffen! Der Hickhack um die Berechnung wäre beendet und eine Setzung auf Null käme unmittelbar den Bewohnern zu gute. So würde Wohnen auch billiger und das dürfte auch alle Mieter freuen! Meinetwegen könnte für einen erleichterten Erwerb von selbstgenutzem Wohneigentum auch die Grunderwerbssteuer gesenkt werden! Die ist allerorts zu hoch!
tinnytim 02.04.2019
3. Licht und Schatten gabs schon immer
Strukturschwache Kommunen können eben nicht von florierendem Industriewachstum profitieren, während andere Kommunen gar nicht wissen, wo sie mit dem Geld hin sollen. Dass es hier einen Finanzausgleich auf kommunaler Ebene [...]
Zitat von damianschnelleso ist das halt mit der Statistik. Vielleicht wäre mal die Zahl ganz interessant wie viele Kommunen sich in einer Haushaltssicherung befinden.
Strukturschwache Kommunen können eben nicht von florierendem Industriewachstum profitieren, während andere Kommunen gar nicht wissen, wo sie mit dem Geld hin sollen. Dass es hier einen Finanzausgleich auf kommunaler Ebene gibt, ist nur konsequent.
misterknowitall2 02.04.2019
4. Na klar
man lässt sich etwa 735 Mrd. € (2017) entgehen. Ach, und wollen sie dann lieber Umsatzsteuer auf Grundstücke bezahlen?
Zitat von Bibendumxdas wäre der gute Zeitpunkt die Grundsteuer abzuschaffen! Der Hickhack um die Berechnung wäre beendet und eine Setzung auf Null käme unmittelbar den Bewohnern zu gute. So würde Wohnen auch billiger und das dürfte auch alle Mieter freuen! Meinetwegen könnte für einen erleichterten Erwerb von selbstgenutzem Wohneigentum auch die Grunderwerbssteuer gesenkt werden! Die ist allerorts zu hoch!
man lässt sich etwa 735 Mrd. € (2017) entgehen. Ach, und wollen sie dann lieber Umsatzsteuer auf Grundstücke bezahlen?
n.wemhoener 02.04.2019
5.
Diese Meldung ist überflüssig, weil ohne jede Aussage. Genauso unsinnig und irreführend, wie z.B. die statistische Zahl des Durchschnittseinkommens der Beschäftigten. Einige Städte schwimmen im Geld, andere leben von der [...]
Diese Meldung ist überflüssig, weil ohne jede Aussage. Genauso unsinnig und irreführend, wie z.B. die statistische Zahl des Durchschnittseinkommens der Beschäftigten. Einige Städte schwimmen im Geld, andere leben von der Hand in den Mund.

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