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Wirtschaft

Verordnung des Sozialministeriums

Rentenbeitrag sinkt auf 18,6 Prozent

Millionen Beitragszahler können sich auf eine leichte Entlastung bei der Rente freuen: Der Beitragssatz sinkt zum 1. Januar um 0,1 Punkte. In den nächsten Jahren dürften die Sätze aber wieder kräftig ansteigen.

DPA

Rentner in Leipzig

Mittwoch, 22.11.2017   15:38 Uhr

Der Beitragssatz für die gesetzliche Rentenversicherung sinkt zum 1. Januar um 0,1 Punkte auf 18,6 Prozent. Das Bundeskabinett ließ am Mittwoch eine entsprechende Verordnung des Sozialministeriums passieren. Bei einem Bruttoverdienst von 3000 Euro monatlich führt die Beitragssatzsenkung zu einer Entlastung von 1,50 Euro für die Arbeitnehmer.

Die Senkung ist möglich, weil die Rentenfinanzen sich aufgrund der guten Konjunktur und Lohnsteigerungen positiv entwickeln. Dazu ist ein Mechanismus vorgeschrieben, nach dem der Beitragssatz gesenkt werden muss, wenn die prognostizierte Rücklage der Rentenversicherung einen bestimmten Wert überschreitet.

Künftig verschlechtern sich aber die Rentenfinanzen mit dem Eintritt geburtenstarker Jahrgänge ins Rentenalter. 2023 dürfte der Beitragssatz wohl wieder auf 18,7 steigen. In den Folgejahren steigt er weiter. Im Jahr 2031 dürfte er bei 21,9 Prozent liegen.

hej/dpa-AFX

insgesamt 22 Beiträge
Silversurfer2000 22.11.2017
1. Absoluter Wahnsinn!
Warum zahlt man nicht in einen Fonds ein, um das Geld für die Zukunft zu haben? Die demographische Wende wird ja für niemanden eine Überraschung sein.
Warum zahlt man nicht in einen Fonds ein, um das Geld für die Zukunft zu haben? Die demographische Wende wird ja für niemanden eine Überraschung sein.
grommeck 22.11.2017
2. Die Steigerungen wird dann ausschließlich der Arbeitnehmer tragen.
Das ist der Plan. Die Steigerungen werden bei der Rentenpolitik riesig und die Rente wird dann vollprivatisiert. Vorher werden allerdings noch Alte und Junge gegeneinander ausgespielt wie in den letzten Monaten auch.
Das ist der Plan. Die Steigerungen werden bei der Rentenpolitik riesig und die Rente wird dann vollprivatisiert. Vorher werden allerdings noch Alte und Junge gegeneinander ausgespielt wie in den letzten Monaten auch.
P.Jordan 22.11.2017
3. Auch für sie....
die Demografie ist eine Schimäre, die wenig mit den Rentensystem zu tun hat. Bsp.: 3 Millionen AN sind jetzt im Alter zwischen 20-30 zusätzlich da...dass müsste die Rente doch sicherer machen, oder ? Nun die Leute haben [...]
Zitat von Silversurfer2000Warum zahlt man nicht in einen Fonds ein, um das Geld für die Zukunft zu haben? Die demographische Wende wird ja für niemanden eine Überraschung sein.
die Demografie ist eine Schimäre, die wenig mit den Rentensystem zu tun hat. Bsp.: 3 Millionen AN sind jetzt im Alter zwischen 20-30 zusätzlich da...dass müsste die Rente doch sicherer machen, oder ? Nun die Leute haben keine Arbeit, niemand zahlt Rentenbeiträge ein, stattdessen müssen noch Hartz4 Leistungen für 3 Mio aufgebracht werden..... Diese vielen Arbeitslosen drücken dann weiter die Löhne...die Bruttolöhne sowie die Nettolöhne sinken...dadurch werden niedrigere Beiträge zur Rentenversicherung entrichtet..... Nehmen wir noch 2 Mio Kinder von 3-17 Jahren dazu....auf welche Schulen gehen die ?....von welchen Lehrern würden die unterrichtet ? Schon für die gesunkenen Schülerzahlen sind bei weitem nicht genug Lehrer vorhanden, wenn pro Kind 1 komplettes Schuljahr von 10 ausfällt weil keine Lehrer da sind.... und woher würde der Staat das Geld wohl nehmen....mit der schwarzen 0 ?.... Tatsache ist die Produktivität steigt und steigt und wer sich die Zahlen des BIP anschaut in den letzten Jahren und mit den Zahlen von 1980 vergleicht...wird feststellen, dass heute ungefähr 3x so hohes BIP vorhanden ist....aber man kann Rentner und Arme nicht mehr finanzieren....wie traurig, schließlich landen die Gewinne des Exportweltmeisters ja bevorzugt auf den Kanalinseln, Panama, Paradise Island, Luxemburg, Irland etc. statt im Steuersäckel....und da sich Architekten, Ärzte etc. schon alle aus der Rente verabschiedet haben sinken die Beiträge natürlich ! Aber man kann dies mit politischem Willen umkehren. Man kann auch die 13. Monatspension abschaffen oder die Pensionen auf 48% senken wie bei AN, das bräuchte nur poltischen Willen. Stattdessen kam von Nahles dass eine Senkung der Arbeitslosenver-sicherungsbeiträge nicht erfolgen könne...weil man die Überschüsse für die "BEAMTENPENSIONSRÜCKSTELLUNGEN" braucht. Was haben Beamte mit der Arbeitslosenversicherung zu tun ???? In diesem Staat wird nur noch gelogen und betrogen und Leute reden gerne das was sie in den Informationsblättern der Reichen lesen von Professoren die Lobbyorganisationen angehören (Raffelhüschen, Miegel etc....die alle für Versicherungskonzerne arbeiten) nach als wäre es das Evangelium. 20 Jahre zahlt man keine Rente weil man zu jung ist/ 40 Jahre zahlt man Beiträge ein und 20 Jahre kassiert man weil man zu alt ist. Gerechter geht es nicht und wenn man alle Einnahmen hinzuzieht ist auch immer genug da, da auch in der tiefsten Krise immer noch was erwirtschaftet wird und dass wird dann verteilt...das BIP wird verteilt ! Nur zur Zeit herrschen Parteien die denken dass per se erstmal 50% den reichen 10% gehören etc.
av-bero 22.11.2017
4. Schlechter Witz,
oder was ? Bei einem Bruttoverdienst von 3000 Euro monatlich führt die Beitragssatzsenkung zu einer Entlastung von 1,50 Euro für die Arbeitnehmer. Was bekommt man eigentlich noch für 1,50 € ? Da gibt es bestimmt nicht mehr [...]
oder was ? Bei einem Bruttoverdienst von 3000 Euro monatlich führt die Beitragssatzsenkung zu einer Entlastung von 1,50 Euro für die Arbeitnehmer. Was bekommt man eigentlich noch für 1,50 € ? Da gibt es bestimmt nicht mehr viel aufzuzählen. Und wie macht sich das im Niedriglohnsektor bemerkbar ? Oder bei den Mindestlöhnern ? Ist eigentlich ein Witz so etwas anzubieten aber sie zahlen es ja nicht freiwillig, sondern weil sie es müssen ...
vitalik 22.11.2017
5.
Wann hören die Politiker endlich auf mit diesem Trauerspiel. Überlegt euch doch lieber, wie die Rente in in den nächsten 20 Jahren und darüber hinaus funktionieren kann.
Wann hören die Politiker endlich auf mit diesem Trauerspiel. Überlegt euch doch lieber, wie die Rente in in den nächsten 20 Jahren und darüber hinaus funktionieren kann.

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Die Säulen des Sozialsystems

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Jeder Arbeitnehmer in Deutschland ist Pflichtmitglied der Arbeitslosenversicherung. Die Hauptleistung der Versicherung ist das Arbeitslosengeld I (ALG I), das einen Teil des ehemaligen Nettoeinkommens ersetzt und bis zu ein Jahr nach Verlust einer Stelle gezahlt wird. Für ältere Arbeitslose gelten Ausnahmen. Läuft die Zahlung des ALG I aus, ohne dass eine neue Stelle gefunden wurde, wird anschließend Arbeitslosengeld II (ALG II) gezahlt. Das Instrument - auch bekannt als Hartz IV - wurde im Jahr 2005 geschaffen, als die ehemalige Arbeitslosen- und Sozialhilfe zusammengelegt wurden. Der Beitragssatz zur Arbeitslosenversicherung beträgt derzeit 3,0 Prozent des Bruttolohns. Arbeitgeber zahlen diesen Satz auch für jeden Beschäftigten.
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Es gibt zwei Arten von Krankenversicherungen - die Gesetzliche (GKV) und die Private (PKV). Rund 90 Prozent der Erwerbstätigen sind in der GKV pflichtversichert. Der Beitragssatz beträgt aktuell 15,5 Prozent für alle Versicherten. Zusätzlich können die Krankenkassen vom Einkommen unabhängige Beiträge erheben. Seit Anfang 2009 fließen alle Beiträge in einen Gesundheitsfonds, aus dem sie an die Kassen verteilt werden. Der Zugang zur PKV steht nur Selbstständigen und Arbeitnehmern oberhalb einer Einkommensgrenze offen.
Rentenversicherung
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Die Pflegeversicherung ist die jüngste der Sozialversicherungen in Deutschland. Sie ist eine Grundversicherung, die einen Teil der Pflegekosten abdeckt.

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