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Wirtschaft

Flugzeughersteller

Airbus steigt bei Bombardiers Mittelstrecken-Baureihe ein

Zwischen den USA und Kanada herrscht ein Handelsstreit. Nun wird bekannt, dass Airbus 50,01 Prozent an den C-Series-Passagierflugzeugen des kanadischen Herstellers Bombardier übernimmt.

REUTERS

Maschine der Bombardier C-Serie

Dienstag, 17.10.2017   09:40 Uhr

Der europäische Flugzeughersteller Airbus steigt mehrheitlich bei der Mittelstrecken-Baureihe des kanadischen Herstellers Bombardier ein. Eine entsprechende Vereinbarung für die sogenannte Bombardier C-Series sei am Montag unterschrieben worden, teilten die Unternehmen in Toulouse und Montreal in der Nacht zum Dienstag mit.

Airbus erhält demnach 50,01 Prozent an der Bombardier-Tochter CSALP, die die Flugzeuge produziert und verkauft. Bombardier kommt laut der Mitteilung nach Abschluss des Geschäfts auf 31 Prozent, 19 Prozent liegen bei der kanadischen Provinz Québec.

Die Zentrale der C Series Aircraft Limited Partnership (CSALP) werde in Québec bleiben, teilten Airbus und Bombardier mit. Die Mittelstreckenflugzeuge der C-Serie haben zwischen 100 und 150 Sitzplätze und sind damit kleiner als die meisten Airbus-Flugzeuge. Die Gespräche mit Bombardier hätten im August begonnen, sagte Airbus-Chef Tom Enders - und damit vor den jüngsten US-Strafmaßnahmen gegen Bombardier.

AP

Bombardier-Chef Alain Bellemare (l.) mit Romain Trapp von Airbus

Zuletzt hatte sich der Handelsstreit zwischen Bombardier und den US-Behörden verschärft. Die USA haben dem kanadischen Konzern für den Verkauf der Flugzeuge CS100 und CS300 in die USA eine 80-prozentige Anti-Dumping-Steuer sowie einen Ausgleichszoll von 220 Prozent auferlegt. Der US-Flugzeugbauer Boeing wirft Bombardier vor, die C-Serie mit Hilfe staatlicher Subventionen zu bauen und die Maschinen billig in die Vereinigten Staaten zu verkaufen.

aar/dpa/Reuters/AFP

insgesamt 14 Beiträge
fahrgast07 17.10.2017
1. Groteske Handelspolitik
Die USA bauen gar kein vergleichbares Flugzeug. warum also blockieren sie den Import? Bombardier hat sich mit der Entwicklung wohl übernommen. Schade, denn die C-Series ist ein geniales Flugzeug, mit großen Marktchancen.
Die USA bauen gar kein vergleichbares Flugzeug. warum also blockieren sie den Import? Bombardier hat sich mit der Entwicklung wohl übernommen. Schade, denn die C-Series ist ein geniales Flugzeug, mit großen Marktchancen.
ein_Nachdenker 17.10.2017
2. nice to see...
Hübsch, von außen zu betrachten, wie die derzeit ihre Macht missbrauchenden, einfältigen, reaktionären Psychopathen in angelsächsischen Ländern ihre Wirtschaft dilettantisch, populistisch, hirnrissig zu Grunde richten. [...]
Hübsch, von außen zu betrachten, wie die derzeit ihre Macht missbrauchenden, einfältigen, reaktionären Psychopathen in angelsächsischen Ländern ihre Wirtschaft dilettantisch, populistisch, hirnrissig zu Grunde richten. Bedauerlich zu beobachten, wie die einst eifrigsten Verehrer von TRUMP und BREXIT, also die Versager, die Rassisten, die Bildungsfernen, die Überforderten, am frühsten und heftigsten darunter leiden müssen. Gut zu wissen, dass ihre brandstiftenden blauen Gesinnungsgenossen hierzulande auch weiterhin jede sich bietende Möglichkeit nutzen werden, ihre lachhafte Unfähigkeit zu exhibitionieren.
dliblegeips 17.10.2017
3. Bedenklich
Mit aller Kraft will man das Duopol erhalten. Schade gibt es keine Wettbewerbskommissionen mehr, die solches Gebaren verhindern. Sind die Bombardier QSeries auch von dem Deal betroffen?
Mit aller Kraft will man das Duopol erhalten. Schade gibt es keine Wettbewerbskommissionen mehr, die solches Gebaren verhindern. Sind die Bombardier QSeries auch von dem Deal betroffen?
Pedronini 17.10.2017
4.
Die 737 und die CS300 sind doch vergleichbar.
Die 737 und die CS300 sind doch vergleichbar.
laermgegner 17.10.2017
5. Der Knall läßt nicht lange auf sich warten
Da ist sie wieder, die Krise - die nach Marx dem Kapitalismus eigen ist. Man konnte es um 1995 schon mal bewußt sehen, als Fokker von Damler übernommen wurde. Ohne Verstand wird auf Wachstum gesetzt - wobei der Bedarf nicht [...]
Da ist sie wieder, die Krise - die nach Marx dem Kapitalismus eigen ist. Man konnte es um 1995 schon mal bewußt sehen, als Fokker von Damler übernommen wurde. Ohne Verstand wird auf Wachstum gesetzt - wobei der Bedarf nicht endlos ist. Lufthansa fliegt mit A 320 - teilweise sind die Flugzeuge 28 Jahre alt -- und dann rechnet man zusammen. Wo ist der Bedarf - nirgens - er wird immer nur gebetsmühlenartig verkündet- die Flugzeuggesellschaft wird einem so gepriesen, dass einen nur schlecht wird. Und da überall an den Betriebs -und Lohnkosten geschraubt wird, kann doch jeder sehen- wie wirtswchaftlich schlecht es diesem Gewerk geht. Airbus wir nach dieser Aktion also bald wieder einmal nach Staatshilfe schreihen - Marx läßt grüßen.

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