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Wirtschaft

Produktionsstopp

Streik in ungarischem Audi-Werk trifft auch Standort Neckarsulm

Die Arbeitnehmer im ungarischen Audi-Werk Györ haben ihre Lohnforderungen durchgesetzt. Doch nach dem einwöchigen Streik weiten sich die Folgen in Deutschland aus.

DPA

Audi in Neckarsulm

Donnerstag, 31.01.2019   14:20 Uhr

Die Motorenhersteller im ungarischen Audi-Werk Györ haben ihren Streik zwar beendet, dennoch wirkt er sich weiter auf die Produktion in Deutschland aus.

Am Freitag steht die Arbeit nun auch im Audi-Werk in Neckarsulm still, weil Motoren fehlen, sagte ein Unternehmenssprecher. Im Stammwerk Ingolstadt laufen die Bänder schon seit einigen Tagen nicht und können auch erst frühestens Montag wieder anlaufen.

Im Porsche-Werk in Leipzig, wo ebenfalls Audi-Motoren aus Györ zum Einsatz kommen, sollte von Donnerstagabend an wieder produziert werden.

Lohnerhöhung von 18 Prozent erstreikt

Die Motorenbauer in Györ hatten eine Woche lang getreikt. Das Unternehmen habe der geforderten Lohnerhöhung um 18 Prozent zugestimmt, teilte die Gewerkschaft AHFSZ am Mittwoch mit. Die Produktion sollte wieder hochgefahren werden.

Im Audi-Werk Györ bauen 12.000 Mitarbeiter jährlich rund zwei Millionen Benzin-, Diesel- und neuerdings auch Elektromotoren sowie gut hunderttausend Audi A3 und TT. Weil die Motoren fehlten, konnten allein in Ingolstadt deutlich mehr als 10.000 Autos der Baureihen A3, A4, A5 und Q2 nicht gebaut werden, sagte ein Sprecher.

brt/dpa

insgesamt 5 Beiträge
lathea 31.01.2019
1. 18% Gehaltserhöhung ist ganz.....
......schön viel - auch wenn ich den neuen EU-Mitgliedstaaten etwas bessere Gehälter und bessere Wirtschaft wünsche. Da muss sich die Industrie in Zukunft gut überlegen, in welchen Läbdern sie sich wie erpressbar machen will. [...]
......schön viel - auch wenn ich den neuen EU-Mitgliedstaaten etwas bessere Gehälter und bessere Wirtschaft wünsche. Da muss sich die Industrie in Zukunft gut überlegen, in welchen Läbdern sie sich wie erpressbar machen will. Es wäre nicht schlecht, wenn man bei uns den Mindestlohn auch etwas stärker erhöhen würde - es müssen ja nicht gleich 18% sein, 10% würden schon reichen. ;-))
neugier061 31.01.2019
2. Gerechtfertigt!
Die Lohnerhöhung ist absolut gerechtfertigt! Medien entnahm ich, dass das Durchschnittsgehalt in diesem Motorenwerk bei 1100 ? Brutto liegt, bei Lebenshaltungskosten, die denen Westeuropas ähneln! Wenn man sieht, zu welchen [...]
Die Lohnerhöhung ist absolut gerechtfertigt! Medien entnahm ich, dass das Durchschnittsgehalt in diesem Motorenwerk bei 1100 ? Brutto liegt, bei Lebenshaltungskosten, die denen Westeuropas ähneln! Wenn man sieht, zu welchen Preisen z.B. ein Audi in Deutschland verkauft wird, haben für mich die Motorenbauer in Ungarn das Recht, davon auch zu profitieren!
MisterD 31.01.2019
3. 18% von fast nix...
ist immer noch wenig. Man muss sich das mal überlegen, Audi lässt die Motoren in Györ bauen, nimmt aber Preise als hätte das ein deutscher Ingenieur per Hand montiert...
ist immer noch wenig. Man muss sich das mal überlegen, Audi lässt die Motoren in Györ bauen, nimmt aber Preise als hätte das ein deutscher Ingenieur per Hand montiert...
hamburgwolfgang 03.02.2019
4. Vielleicht sollte man aus Ungarn weggehen
mit der Motorenfabrik z. B. nach Spanien. Da täte man der EU auch einen Gefallen gegen Orban.
mit der Motorenfabrik z. B. nach Spanien. Da täte man der EU auch einen Gefallen gegen Orban.
Armutsrentner2032 04.02.2019
5. Es freut mich, ...
...dass die Arbeitnehmer mehr Geld bekommen...und zwar richtig viel! Zitat: Die Arbeitnehmer im ungarischen Audi-Werk Györ haben ihre Lohnforderungen durchgesetzt. 18 Prozent mehr Gehalt, wäre auch hier in vielen Branchen mehr [...]
...dass die Arbeitnehmer mehr Geld bekommen...und zwar richtig viel! Zitat: Die Arbeitnehmer im ungarischen Audi-Werk Györ haben ihre Lohnforderungen durchgesetzt. 18 Prozent mehr Gehalt, wäre auch hier in vielen Branchen mehr als nötig, um das Altersarmutsrisiko ab zu federn (da wird eine Grundrente ala H.Heil auch nix retten). Wenn ich mir die Preise von Audi und co. mir anschaue, dann kann ich nicht verstehen, wieso die Produktion aus dem Ausland nicht auch für die Endkunden bemerkbar sind....

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