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Wirtschaft

Bevorstehender Brexit

42 Unternehmen siedeln in die Niederlande über - und das ist erst der Anfang

Die Niederlande buhlen wegen des Brexits um Firmen aus Großbritannien: 42 Unternehmen haben sich bereits zum Umzug entschieden - deutlich mehr sollen folgen. Die Investitionen gehen in die Hunderte Millionen.

AFP

Luftbild von Amsterdam

Samstag, 09.02.2019   16:20 Uhr

Die Niederlande haben wegen des bevorstehenden Brexits bereits mehr als 40 Unternehmen aus Großbritannien abwerben können. Die Investitionen für die Neuansiedlung in den Niederlanden beliefen sich auf rund 290 Millionen Euro. Zudem brächten die Firmen knapp 2000 Arbeitsplätze aus Großbritannien mit, teilte die Niederländische Agentur für Auslandsinvestitionen mit.

Angesichts der "wachsenden Ungewissheit über den Brexit" könnten sich die Unternehmen auf das "gute wirtschaftliche Klima" in den Niederlanden verlassen, erklärte der niederländische Wirtschaftsminister Eric Wiebes.

Den Angaben zufolge sind seit vergangenem Jahr 42 Unternehmen aus Großbritannien in die Niederlande umgezogen, oder stehen kurz davor. Die meisten der Firmen seien britisch, es seien aber auch Filialen von Unternehmen etwa aus den USA oder Asien darunter.

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Notfallpläne für den Brexit: Horten, Fliehen, Dichtmachen

Konkret genannt werden die japanische Investmentbank Norinchukin, das Medienunternehmen TVT Media, die Finanzdienstleister MarketAxess und Azimo sowie der Seefahrtsversicherer UK P&I.

Eigenen Angaben zufolge führt die niederländische Regierung mit 250 ausländischen Firmen Gespräche über die Verlegung von Geschäftstätigkeiten im Zuge des Brexits. Und sie konnte bereits Erfolge verzeichnen: So hatten zuvor bereits die Elektronikkonzerne Sony und Panasonic ihre europäischen Verwaltungssitze von Großbritannien in die Niederlande verlegt.

ene/AFP/Reuters

insgesamt 197 Beiträge
moistvonlipwik 09.02.2019
1. Ubi bene ibi patria
Wer das beherzigt, wird weit kommen.
Wer das beherzigt, wird weit kommen.
kika2012 09.02.2019
2. Sehr gut!
Das kann ich nur befürworten.
Das kann ich nur befürworten.
honey_d 09.02.2019
3. Schön für die Holländer,
traurig für die Briten, denen das eingebrockt worden ist...
traurig für die Briten, denen das eingebrockt worden ist...
112211 09.02.2019
4. Steuern
Nicht nur die räumliche Nähe, auch die niedrigen Steuern locken. Durch den Brexit ist es für britische Unternehmen eben noch ein ganzes Stück interessanter geworden, sich dort anzusiedeln. Wie viele Unternehmen ziehen [...]
Nicht nur die räumliche Nähe, auch die niedrigen Steuern locken. Durch den Brexit ist es für britische Unternehmen eben noch ein ganzes Stück interessanter geworden, sich dort anzusiedeln. Wie viele Unternehmen ziehen eigentlich ihre Hauptniederlassung auf die Insel zurück?
lutfikus 09.02.2019
5. Einerseits schön für die EU
andererseits eine Sauerei, dass NL die Firmen mitmasslich mit Steuerdumping anlockt. Auf Kosten der EU-Flächenstaaten. NL macht mit LU die grössten Zugeständnisse, was Steuersätze für (Briefkasten-)Firmen angeht. Da gehört [...]
andererseits eine Sauerei, dass NL die Firmen mitmasslich mit Steuerdumping anlockt. Auf Kosten der EU-Flächenstaaten. NL macht mit LU die grössten Zugeständnisse, was Steuersätze für (Briefkasten-)Firmen angeht. Da gehört ein europaeinheitlicher Riegel vor.
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