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Wirtschaft

Pläne der Notenbank

US-Regierung will Bankenregulierung weiter lockern

US-Präsident Trump macht sich an die Verwirklichung des nächsten Wahlkampfversprechens: Die Banken können schon bald mit der Lockerung der Vorschriften für die finanzielle Absicherung von Krediten rechnen.

AP

Wall Street in New York

Donnerstag, 12.04.2018   07:35 Uhr

Etwa zehn Jahre nach dem Höhepunkt der Finanzkrise wollen die US-Aufsichtsbehörden die Zügel für die Banken in einzelnen Bereichen weiter lockern. So sollen die Auflagen den jeweiligen Geschäftsmodellen der Institute angepasst werden, wie aus den am Mittwoch vorgestellten Plänen unter anderem der Notenbank Federal Reserve hervorgeht. Ein solcher Schritt könnte es den größten Banken des Landes ermöglichen, insgesamt rund 400 Millionen Dollar anderweitig einzusetzen.

Derzeit müssen die acht größten Institute zusätzliches Kapital vorhalten, weil angesichts ihrer Größe potenzielle Probleme bei ihnen auf das gesamte Finanzsystem übergreifen könnten. Erst am Dienstag hatte die Fed erste Schritte vorgestellt, mit der die nach der Finanzkrise von 2007 bis 2009 erlassenen Regeln geändert werden sollen.

Die Vorschriften waren eingeführt worden, um vergleichbaren Krisen vorzubeugen. Die Finanzbranche beschwert sich aber seit Langem, dass die Vorschriften zu streng seien. Präsident Donald Trump hatte im Wahlkampf versprochen, gegen die strenge Regulierung vorzugehen.

mik/Reuters

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