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Wirtschaft

Handelsstreit mit Europa

Trump verzichtet vorerst auf Autozölle

Gnadenfrist im Handelsstreit: US-Präsident Donald Trump will vorerst keine Strafzölle auf Importe von Fahrzeugen aus Europa verhängen - das berichten mehrere US-Medien.

DPA

Audi-Fahrzeuge im Hafen von Emden

Mittwoch, 15.05.2019   17:01 Uhr

US-Präsident Donald Trump wird Insidern zufolge seine Entscheidung über Strafzölle für europäische Autos und Bauteile um bis zu sechs Monate verschieben und diese vom Verlauf der Handelsgespräche mit der EU abhängig machen. Das sagten drei Regierungsmitarbeiter der Nachrichtenagentur Reuters. Auch Bloomberg und der Sender CNBC berichteten über die Entscheidung des US-Präsidenten. Als Grund für die Verschiebung wird angegeben, es solle angesichts des Handelskonflikts mit China vermieden werden, auch in Konflikt mit der EU und Japan zu geraten.

Die Verschiebung sei während eines hochrangigen Treffens im Weißen Haus am vergangenen Dienstag "fixiert" worden, berichtete Bloomberg. Eine offizielle Erklärung dazu werde bis Samstag erwartet.

Trump muss bis zum 18. Mai entscheiden, ob er seine Drohung wahr machen und Autoimporte mit höheren Zöllen belegen will. Im Gespräch waren Zollsätze von 25 Prozent. Als Grund soll die nationale Sicherheit der USA herhalten. Die US-Gesetzeslage räumt dem Präsidenten die Möglichkeit ein, seine Entscheidung über die Zölle bei laufenden Gesprächen bis zu 180 Tage zu verschieben.

Autohersteller hatten mit einer Verschiebung gerechnet. Auch EU-Handelskommissarin Malmström ging nicht davon aus, dass Trump noch in dieser Woche Zölle auf Autoimporte aus der EU verhängt.

Die Aktien von deutschen Autoherstellern reagierten positiv auf die Nachricht: Daimler-Papiere legten 2,2 Prozent zu, Aktien von BMW kamen auf ein Plus von 1,7 Prozent. Auch die US-Aktienmärkte drehten leicht ins Plus, zuletzt waren die Kurse wegen der Eskalation des Handelsstreits noch stark gefallen.

hej/AFP/Reuters

insgesamt 69 Beiträge
Konvertit 15.05.2019
1.
Erst mal schauen was bei China rauskommt. Ein 3 Fronten Krieg bereitet selbst dem GRÖPAZ Schwierigkeiten. In einen halben Jahr ist klarer, wer gegen wen ausgespielt werden kann.
Erst mal schauen was bei China rauskommt. Ein 3 Fronten Krieg bereitet selbst dem GRÖPAZ Schwierigkeiten. In einen halben Jahr ist klarer, wer gegen wen ausgespielt werden kann.
telarien 15.05.2019
2. Darf ich einmal raten?
Die deutsche Automobilindustrie hat ihm die Taschen mit Geld gestopft. Natürlich wartet der Scheuer-Andi schon auf Anweisungen, wie die Regierung das wieder ausgleicht. Und was macht der Bürger? Bestellt den nächsten Golf.
Die deutsche Automobilindustrie hat ihm die Taschen mit Geld gestopft. Natürlich wartet der Scheuer-Andi schon auf Anweisungen, wie die Regierung das wieder ausgleicht. Und was macht der Bürger? Bestellt den nächsten Golf.
mima84_84 15.05.2019
3.
Diesem Mann kann sowieso niemand trauen. Seine Zusagen und Verträge sind das Papier nicht wert, auf dem sie geschrieben sind. Da stellt sich grundsätzlich die Frage, wie man mit so einem Verhandlungspartner überhaupt eine [...]
Diesem Mann kann sowieso niemand trauen. Seine Zusagen und Verträge sind das Papier nicht wert, auf dem sie geschrieben sind. Da stellt sich grundsätzlich die Frage, wie man mit so einem Verhandlungspartner überhaupt eine Lösung finden soll. Deswegen hat Trump ja auch noch nichts erreicht. Sondern überall nur zerstört.
juba39 15.05.2019
4. Der Deal-Maker
Und nun? Wieder gilt es abzuwarten, was Trump dafür im Gegenzug versprochen wurde. Der Besuch von Juncker und Altmaier hatten eine ebensolche Verschiebung zur Folge. Und als Pferdefuß kam der Altmaiersche Sündefall, unter [...]
Und nun? Wieder gilt es abzuwarten, was Trump dafür im Gegenzug versprochen wurde. Der Besuch von Juncker und Altmaier hatten eine ebensolche Verschiebung zur Folge. Und als Pferdefuß kam der Altmaiersche Sündefall, unter Umgehung sämtlicher marktwirtschaftlicher Regeln mit Steuergeldern den USA 2 LNG-Terminals zu bauen (warum machen das nicht, wie bei Nordstream, Ernergiekonzerne?). Als Krönung kam dann noch das Versprechen, trotz der zweifelhaften Produktion dieses Gases und nicht marktwirtschaftlicher Preise, eine Zwangseinleitung ins deutsche Gasnetz anzuweisen. Warten wir also auf den nächsten Pferdefuß.
oliviaöl 15.05.2019
5. Schickt den Mann nach Hause....
dieses ewige hin und her ist doch voll die Lachnummer. Voll auf die Kacke hauen und nix dahinter. Schlimm das sowas auch noch ernst genommen wird und globale Auswirkungen nach sich zieht.
dieses ewige hin und her ist doch voll die Lachnummer. Voll auf die Kacke hauen und nix dahinter. Schlimm das sowas auch noch ernst genommen wird und globale Auswirkungen nach sich zieht.

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