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Wirtschaft

Niedrige Strompreise

EnBW-Gewinn bricht um 93 Prozent ein

EnBW verbucht im ersten Quartal einen kräftigen Gewinneinbruch. Der Überschuss ist um 93 Prozent gesunken. Der Energiekonzern führt dafür mehrere Gründe an.

DPA

EnBW-Kernkraftwerk Philippsburg

Freitag, 13.05.2016   13:30 Uhr

Der niedrige Strompreis im Großhandel macht EnBW zu schaffen. Der Konzernüberschuss sei im ersten Quartal 2016 um rund 93 Prozent auf 51 Millionen Euro gesunken, teilte das Unternehmen mit. Im Vorjahreszeitraum lag der Wert den Angaben zufolge noch bei 684,1 Millionen Euro.

"Das ist eine Entwicklung, mit der wir gerechnet haben", sagte eine Sprecherin. Mit Blick auf eine interne Prognose zum schrumpfenden Geschäft mit konventionellen Kraftwerken sagte sie, man liege im Rahmen der Erwartungen.

Zudem sank der Konzernumsatz den Angaben zufolge um rund zwölf Prozent auf 5,2 Milliarden Euro. Hohe Wertberichtigungen auf konventionelle Kraftwerke schlugen zudem negativ zu Buche.

Anteil an Ökoenergien gestiegen

Wie auch die Konkurrenten RWE und E.on klagt EnBW seit Längerem über den Umbau im Zuge der Energiewende. Wegen des Atomausstiegs will das fast komplett im Staatsbesitz befindliche Unternehmen vor Gericht Schadenersatz erstreiten.

Erneuerbare Energien spielen beim Karlsruher Konzern eine immer größere Rolle. Das wird auch an den Quartalszahlen deutlich. So stieg der Anteil der Ökoenergien am operativen Ergebnis im Vergleich zu Anfang 2015 den Angaben zufolge von fünf auf 15 Prozent, dazu trug auch der im vergangenen Jahr ans Netz gegangene Ostsee-Windpark Baltic 2 bei.

In Sachen Investitionen sah es schlechter aus. Im ersten Quartal 2016 waren hierfür nur 161,2 Millionen Euro ausgegeben worden, ein Jahr zuvor war es noch fast doppelt so viel gewesen. Mehrere neue Kraftwerke seien inzwischen fertiggestellt worden, was die Investitionssumme gedrückt habe, hieß es zur Begründung. Trotz der insgesamt nicht rosigen Lage stellt EnBW weiter neue Mitarbeiter ein - die Beschäftigtenzahl stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um ein Prozent auf 20.332.

brt/dpa

insgesamt 15 Beiträge
dondon 13.05.2016
1. Wo ist denn das Geld
Also ich bezahle weiterhin die astronomisch hohen Stromkosten. In den letzten Jahren sind die Preise ja nahezu explodiert. Da frage ich mich: Wo ist das Geld gelandet, dass ich und alle anderen Bundesbürger bezahlen? Oder ist das [...]
Also ich bezahle weiterhin die astronomisch hohen Stromkosten. In den letzten Jahren sind die Preise ja nahezu explodiert. Da frage ich mich: Wo ist das Geld gelandet, dass ich und alle anderen Bundesbürger bezahlen? Oder ist das nur ein Rechentrick, mit dem sich der Konzern kleinrechnet? Und wenn ja warum? Das könnte Spon gerne mal aufklären. Danke!
jupp78 13.05.2016
2.
Windmühlen und Photovoltaik kosten nun mal ein Schweinegeld. Da versackt Ihr Geld, aber das ist ja gewollt.
Zitat von dondonAlso ich bezahle weiterhin die astronomisch hohen Stromkosten. In den letzten Jahren sind die Preise ja nahezu explodiert. Da frage ich mich: Wo ist das Geld gelandet, dass ich und alle anderen Bundesbürger bezahlen? Oder ist das nur ein Rechentrick, mit dem sich der Konzern kleinrechnet? Und wenn ja warum? Das könnte Spon gerne mal aufklären. Danke!
Windmühlen und Photovoltaik kosten nun mal ein Schweinegeld. Da versackt Ihr Geld, aber das ist ja gewollt.
ackergold 13.05.2016
3. Immer noch grundgesetzlich garantierte freie Meinungsäußerung zum Thema:
Sie bezahlen Geld für verbrauchten Strom. Diese Summe deckt zum einen die Produktionskosten für den Strom, den Gewinn der Konzerne, die Ausschüttungen an Management und Aktionäre sowie die Steuern und Abgaben an den Staat. [...]
Zitat von dondonAlso ich bezahle weiterhin die astronomisch hohen Stromkosten. In den letzten Jahren sind die Preise ja nahezu explodiert. Da frage ich mich: Wo ist das Geld gelandet, dass ich und alle anderen Bundesbürger bezahlen? Oder ist das nur ein Rechentrick, mit dem sich der Konzern kleinrechnet? Und wenn ja warum? Das könnte Spon gerne mal aufklären. Danke!
Sie bezahlen Geld für verbrauchten Strom. Diese Summe deckt zum einen die Produktionskosten für den Strom, den Gewinn der Konzerne, die Ausschüttungen an Management und Aktionäre sowie die Steuern und Abgaben an den Staat. Das ganze nennt man "Ökonomie".
flenzelot 13.05.2016
4. STEUERN, Umlagen
DA ist das Geld hin. Daher kommt die Diskrepanz zwischen Börsenpreis und den an der Steckdose. Die 6ct EEG-Umlage machen da nur einen ganz kleinen Teil aus
DA ist das Geld hin. Daher kommt die Diskrepanz zwischen Börsenpreis und den an der Steckdose. Die 6ct EEG-Umlage machen da nur einen ganz kleinen Teil aus
jupp78 13.05.2016
5.
Naja, gut 20% ist sicher nicht ein "ganz kleiner Teil". Und die EEG-Umlage ist ja nur ein Kostenfaktor der Energiewende. Die Netzgebühren, die in den letzten Jahren auch stark gestiegen sind, wo sich z.B. die Kosten [...]
Zitat von flenzelotDA ist das Geld hin. Daher kommt die Diskrepanz zwischen Börsenpreis und den an der Steckdose. Die 6ct EEG-Umlage machen da nur einen ganz kleinen Teil aus
Naja, gut 20% ist sicher nicht ein "ganz kleiner Teil". Und die EEG-Umlage ist ja nur ein Kostenfaktor der Energiewende. Die Netzgebühren, die in den letzten Jahren auch stark gestiegen sind, wo sich z.B. die Kosten von notwendigen Reservekraftwerken verstecken, gehören auch dazu.

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