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Wirtschaft

Georg Stocker

Neuer Chef für die potenzielle "Super-Landesbank"

Die Deka Bank hat Georg Stocker als neuen Chef berufen. Unter seiner Führung könnte die Sparkassen-Tochter zum mächtigen Zentralinstitut aufsteigen.

DPA

Deka-Bank in Frankfurt am Main

Donnerstag, 04.04.2019   14:45 Uhr

Georg Stocker, bislang Vizechef der Deka Bank, wird neuer Vorstandsvorsitzender des Fondsanbieters der Sparkassen. Der 54-Jährige löst per Jahresende Michael Rüdiger ab, der bereits vor Wochen aus persönlichen Gründen sein Ausscheiden angekündigt hatte. Nach ihrer Bilanzsumme ist die Deka eine der größten Banken des Landes, in der Öffentlichkeit aber weithin unbekannt. Sie versorgt die Sparkassen vor allem mit Anlageprodukten wie Fonds und Zertifikate.

Stocker galt von Anfang an als Favorit auf die Nachfolge Rüdigers, der die Deka seit 2012 geführt hatte. Seinen Aufstieg zum Chef beschloss der Deka-Verwaltungsrat auf seiner Sitzung an diesem Donnerstag in Frankfurt auf Vorschlag von Sparkassenpräsident Helmut Schleweis.

Die Deka gehört den Sparkassen und steht seit Längerem im Zentrum von Überlegungen, mehrere deutsche Landesbanken zu einer "Super-Landesbank" zu schmieden. Die Deka würde dabei zum Zentralinstitut aufsteigen und für die Sparkassen Aufgaben übernehmen, die heute noch bei den Landesbanken liegen.

Stocker, Jahrgang 1964, ist ein Urgestein des öffentlich-rechtlichen Bankenlagers: 1996 bis 2001 arbeitete er für die Bayerische Landesbank, 2002 wechselte er zur Deka, um 2004 Vorstand der Frankfurter Sparkasse zu werden. 2012 schließlich kehrte er zurück zur DekaBank, wo er das Marketing und den Sparkassenvertrieb betreut, seit 2015 auch als stellvertretender Vorstandschef.

Auch einen neuen Chief Operating Officer, also den Topmanager für das Tagesgeschäft, bekommt die Deka: Den Job übernimmt bereits zum 1. Mai Daniel Kapffer, bislang Generalbevollmächtigter.

baz

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