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Wirtschaft

HSH-Chef Nonnenmacher

Absturz des Zahlengotts

3. Teil: Das Omega-Männchen

Von und
Montag, 08.11.2010   17:50 Uhr

dpa

Im November 2008 wurde Dirk Jens Nonnenmacher Chef der HSH Nordbank. Sein Vorgänger Hans Berger musste einräumen, dass das Institut finanziell am Abgrund stand. Es zeigte sich, dass die HSH Nordbank mehr sein wollte als sie konnte. Dass die Landesbank von der Waterkant sich zwar für einen großen Hai auf dem Finanzmarkt hielt, in Wahrheit aber nur ein Hering war.

Für gut 30 Milliarden Euro hatte das Institut Schrottpapiere gekauft, darunter komplexe besicherte Derivate und Zertifikate von Lehman Brothers. Als die US-Investmentbank zusammenbrach, verloren die Papiere an Wert.

Dazu geriet die HSH Nordbank durch ein dubioses Geschäft namens Omega ins Zwielicht. Omega war eine Art Risiko-Ringelpietz: Die HSH Nordbank ließ Immobilienkredite von der Bank BNP Paribas gegen Verluste versichern; im Gegenzug sicherte sie Risiken der französischen Bank ab. Das Geschäft verbuchte die HSH in ihrer Bilanz als Kredit - obwohl es nur wenige Monate lief. Aus Sicht der BaFin war das illegal - das Geschäft hätte erst ab einer Laufzeit von zwei Jahren so bilanziert werden dürfen. Die Bilanz der Bank musste um eine halbe Milliarde Euro berichtigt werden. Omega offenbarte, wie leichtfertig die Bank schon vor der Krise operierte.

Nonnenmacher hatte diesen Deal als Finanzvorstand mit abgesegnet, wehrt sich aber gegen den Vorwurf, mutwillig Bilanzfälschung betrieben zu haben. "Eine falsche Bilanz ist noch keine gefälschte Bilanz", sagte er vergangene Woche im Untersuchungsausschuss.

insgesamt 65 Beiträge
seine_unermesslichkeit 08.11.2010
1. ...
Herr Dr. Nonnenmacher sollte jetzt Politiker werden. Die besten Voraussetzungen dafür hat er!
Herr Dr. Nonnenmacher sollte jetzt Politiker werden. Die besten Voraussetzungen dafür hat er!
sic tacuisses 08.11.2010
2. Der Herr Mathematik-Professor bietet als Banker ein
ebenso jämmerliches Bild wie die im Bundestag versammelte "Lehrerelite". Schuster, bleib bei deinem Leisten.
Zitat von sysopEr wurde als Finanzgenie gefeiert, als er zur HSH Nordbank kam - jetzt muss Dirk Jens Nonnenmacher als Skandalbanker abtreten.*Von möglicher Bilanzfälschung bei seiner Bank bis zu hohen Boni für den Vorstandschef: Protokoll eines Niedergangs. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,727911,00.html
ebenso jämmerliches Bild wie die im Bundestag versammelte "Lehrerelite". Schuster, bleib bei deinem Leisten.
Masterskipper 08.11.2010
3. Pleite Bankangestellter Nonnenmacher
Der absolut überbezahlte HSH-Bankangestellte Nonnenmacher ist einer von diesen geldgierigen Finanzdeppen,denen der einfache Deutsche Sparer mal eine kräftige Abreibung mit allem drum und dran verpassen sollte.Ich wünsche Herrn [...]
Der absolut überbezahlte HSH-Bankangestellte Nonnenmacher ist einer von diesen geldgierigen Finanzdeppen,denen der einfache Deutsche Sparer mal eine kräftige Abreibung mit allem drum und dran verpassen sollte.Ich wünsche Herrn Nonnenmacher einen Sozialabstieg,der ihn bis zur Hamburger Tafel führen muß.Und das ganze müßte dann noch als Dokuserie im Fernsehen gezeigt werden.
Joerg 08.11.2010
4. ...
Gut so, nur leider zu spät. Wie lange bleiben jetzt noch die Verantwortlichen im Aufsichtsrat der HSH im Amt? Oder hat Herr "Peanuts" seine Aufsichtspflicht nicht verletzt?
Zitat von sysopEr wurde als Finanzgenie gefeiert, als er zur HSH Nordbank kam - jetzt muss Dirk Jens Nonnenmacher als Skandalbanker abtreten.*Von möglicher Bilanzfälschung bei seiner Bank bis zu hohen Boni für den Vorstandschef: Protokoll eines Niedergangs. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,727911,00.html
Gut so, nur leider zu spät. Wie lange bleiben jetzt noch die Verantwortlichen im Aufsichtsrat der HSH im Amt? Oder hat Herr "Peanuts" seine Aufsichtspflicht nicht verletzt?
ELIASS 08.11.2010
5. Verachtungswürdige Eliten destabilisieren unsere Gesellschaft..
Manager befinden sich immer im Konflikt zwischen sozialer Verantwortung und persönlichen Interessen. Die Krise beweist uns, dass die Mehrheit unserer Eliten mit ihrer sozialen Verantwortung hoffnungslos überfordert sind. Sie [...]
Manager befinden sich immer im Konflikt zwischen sozialer Verantwortung und persönlichen Interessen. Die Krise beweist uns, dass die Mehrheit unserer Eliten mit ihrer sozialen Verantwortung hoffnungslos überfordert sind. Sie sind in ihrem Beruf hochbegabt. Aber einen materiellen Vorteil auszuschlagen fällt ihnen ebenso schwer wie einem Hartz IV Empfänger, der ein Zusatzeinkommen nicht dem Jobcenter meldet. Diese Dürftigkeit hinsichtlich ihrer Persönlichkeit macht diese Eliten zu einer Gefahr für unsere Gesellschaft. Wenn sich jemals eine politische Chance dafür bieten sollte, dann sollten wir dafür sorgen, dass betriebliche Größen von Banken und Unternehmen dem "menschlichen Maß" angepasst werden. Erst dann müssen wir nicht mehr fürchten, durch solche "Verantwortungswürstchen" die sich wie Hunde ungezügelt auf ihre Geldnäpfe stürzen, die Vermögen und Arbeitsleistungen der normalen Bürger vernichtet werden.

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