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Wirtschaft

HSH Nordbank

Nonnenmacher gerät ins Zwielicht

Neuer Wirbel um die HSH Nordbank: Die Verluste aus den "Omega"-Geschäften waren laut manager magazin schon früher bekannt als bisher angenommen. Der damalige Konzernchef Berger wurde trotzdem erst Wochen später informiert. Finanzvorstand war seinerzeit Dirk Jens Nonnenmacher - der heutige Bankboss.

Von Ulric Papendick
Mittwoch, 16.12.2009   12:00 Uhr

Hamburg - Interne Unterlagen, die dem manager magazin vorliegen, belegen, dass die Risikomanager der HSH Nordbank bereits Mitte Oktober vergangenen Jahres von einem dreistelligen Millionenverlust ausgingen. Das geht aus einer E-Mail eines Londoner Risikomanagers der HSH an seine Hamburger Kollegen hervor.

In der Nachricht werden die möglichen Verluste aus dem "Omega 55"-Deal detailliert beschrieben, berichtet das manager magazin in seiner neuen Ausgabe, die ab Freitag (18. Dezember) im Handel erhältlich ist.

Der damalige HSH-Chef Hans Berger wurde indes erst Anfang November vom früheren Finanzvorstand Dirk Jens Nonnenmacher und dem Leiter des Risikomanagements, Martin van Gemmeren, über die drohenden Abschreibungen in Kenntnis gesetzt. Einen Tag zuvor hatte Berger den Eigentümern der Bank, darunter die Bundesländer Hamburg und Schleswig-Holstein, auf einem Aktionärstreffen in Hamburg noch einen Jahresverlust von 700 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Nachdem der Bankchef eingestanden hatte, dass das Minus in Folge der Omega-Deals deutlich höher ausfallen würde, wurde er durch Nonnenmacher ersetzt.

Nonnenmacher ließ gegenüber manager magazin mitteilen, er habe erst am Abend nach dem Aktionärstreffen von den drohenden Verlusten aus den Omega-Deals erfahren.

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