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Wirtschaft

Kyushu Railway

Bahn-Börsengang soll Japan Milliarden bringen

In wenigen Tagen soll das japanische Bahnunternehmen Kyushu Railway an die Börse gehen. Die Regierung erhofft sich neben Milliardeneinnahmen auch eine Belebung der lahmenden Wirtschaft.

JR Kyushu / DPA

Luxuszug von Kyushu Railway

Montag, 17.10.2016   12:34 Uhr

Japan will die regionale Bahngesellschaft Kyushu Railway an die Börse bringen und damit 416 Milliarden Yen (rund 3,6 Milliarden Euro) einnehmen. Die Aktien kämen zu einem Preis von 2600 Yen das Stück an den Markt, teilte die Regierung am Montag mit. Das entspricht dem oberen Ende der Angebotsspanne. Verkauft werden 160 Millionen Papiere. Als erster Handelstag in Tokio ist der 25. Oktober vorgesehen.

Das auch als JR Kyushu bekannte Unternehmen ging aus der Aufspaltung des Staatskonzerns Japanese National Railways hervor und betreibt das Netz auf Japans drittgrößter Insel. Der Börsengang wäre weltweit einer der größten in diesem Jahr. Mehr Geld haben bislang nur die chinesische Postbank und die RWE -Tochter Innogy am Kapitalmarkt eingesammelt.

Die Regierung unter Premierminister Shinzo Abe hofft, mit der Privatisierung der Bahn die Investitionsbereitschaft der Japaner wiederzubeleben, damit diese mehr Geld am Aktienmarkt investieren. Drei Viertel der Aktien sollen in Japan verkauft werden. Unter dem Schlagwort "Abenomics" versucht der Regierungchef seit Ende 2012 die chronisch lahmende Wirtschaft anzukurbeln.

dab/Reuters

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