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Wirtschaft

Rekordjahr für US-Bank

JPMorgan macht 31 Milliarden Dollar Gewinn

Die größte Bank der USA hat 2018 den gewaltigsten Gewinn ihrer Firmengeschichte erwirtschaftet. Den Anlegern reicht selbst dieser Reibach noch nicht.

REUTERS

Hauptquartier von JPMorgan in New York

Dienstag, 15.01.2019   14:07 Uhr

Die US-Bank JPMorgan hat 2018 dank guter Geschäfte an den Finanzmärkten, der breiten Aufstellung und niedrigeren Steuern so viel verdient wie noch nie. Der Gewinn stieg um 36 Prozent auf fast 31 Milliarden Dollar, wie die größte Bank der USA am Dienstag mitteilte. Die Umsätze legten um etwas mehr als sechs Prozent auf 111,5 Milliarden Dollar zu.

"2018 war ein starkes Jahr", sagte Bankchef Jamie Dimon und betonte, dass es selbst ohne die Effekte der von US-Präsident Donald Trump initiierten Steuerreform ein Rekordergebnis gegeben hätte.

Experten hatten allerdings mit einem noch besseren Ergebnis gerechnet. Vor allem die Sparte mit dem Handel von Anleihen, Währungen und Rohstoffen, auf die Investoren ein besonderes Augenmerk haben, enttäuschte. So schwach wie im vierten Quartal war dieses Geschäft seit der Finanzkrise nicht mehr.

Die Aktie der mit einem Börsenwert von deutlich mehr als 300 Milliarden Dollar teuersten Bank der Welt gab vorbörslich um rund zwei Prozent nach.

Das 2018er-Ergebnis der größten US-Bank zeigt deutlich, wie weit die US-amerikanischen Häuser bis auf wenige Ausnahmen der internationalen Konkurrenz enteilt sind.

Gerade für die Deutsche Bank ist der Vergleich schmerzlich. Bei der größten deutschen Bank erwarten die Analysten derzeit im Schnitt gerade mal einen Überschuss von zirka 400 Millionen Euro - so viel Geld hatte JPMorgan im vergangenen Jahr an gerade mal fünf Arbeitstagen verdient.

Und das Ende der Fahnenstange ist nach Einschätzung der Experten noch nicht erreicht. Analysten rechnen in den kommenden Jahren bei JPMorgan mit weiter steigenden Gewinnen. Bis 2021 soll der Überschuss bei deutlich anziehenden Erträgen auf knapp 36 Milliarden Dollar steigen.

ssu/dpa-AFX

insgesamt 39 Beiträge
playstore.lg.p880 15.01.2019
1. Abartig und pervers
einfach krank, 31 tausend Millionen Gewinn.. nichts gegen unternehmerisches Tun, aber diese Dimensionen sind nur pervers, und wie viele Menschen wurden dafür abgezockt?
einfach krank, 31 tausend Millionen Gewinn.. nichts gegen unternehmerisches Tun, aber diese Dimensionen sind nur pervers, und wie viele Menschen wurden dafür abgezockt?
hape72 15.01.2019
2.
31 Mrd Gewinn bei 111 Mrd Umsatz nenne ich mal eine mehr als fette Rendite... Wäre interessant zu wissen wie gross der Anteil der Steuerreform daran ist und was "breite Aufstellung" genau bedeutet.
31 Mrd Gewinn bei 111 Mrd Umsatz nenne ich mal eine mehr als fette Rendite... Wäre interessant zu wissen wie gross der Anteil der Steuerreform daran ist und was "breite Aufstellung" genau bedeutet.
sven2016 15.01.2019
3. 30% Gewinn vom Umsatz?
Hört sich nach seriösen Geschäften an. Aber Lehman Brothers hatte auch starke Renditen, wir erinnern uns. Ja, die Deutsche Bank ...
Hört sich nach seriösen Geschäften an. Aber Lehman Brothers hatte auch starke Renditen, wir erinnern uns. Ja, die Deutsche Bank ...
pariah_aflame 15.01.2019
4. Finanzexperte Springsteen
High times on Wall Street and Hard Times on Main Street.
High times on Wall Street and Hard Times on Main Street.
Nonvaio01 15.01.2019
5. und da liegt das problem
wenn diese summen mit defacto nichts erwirtschaftet werden, fehlt das Geld im normalen kreislauf welcher sich mit produktion und verkauf beschaeftigt. Mal sehen wie lange das noch gut geht bis das system zusammen bricht.
wenn diese summen mit defacto nichts erwirtschaftet werden, fehlt das Geld im normalen kreislauf welcher sich mit produktion und verkauf beschaeftigt. Mal sehen wie lange das noch gut geht bis das system zusammen bricht.

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