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Wirtschaft

Nach Einstieg bei E-Zigarettenhersteller Juul

Marlboro-Konzern schreibt 4,5 Milliarden Dollar ab

Tabakkonzerne versprachen sich von der E-Zigarette Juul ein Milliardengeschäft. Für den Marlboro-Konzern Altria erwies sich das als extrem teurer Irrtum.

AFP/Robyn Beck

Die E-Zigarettenfirma Juul steckt in der Krise (Archivbild)

Donnerstag, 31.10.2019   17:38 Uhr

Der Einstieg bei der umstrittenen E-Zigarettenfirma Juul wird für den US-Tabakriesen Altria (Marlboro) zum Debakel. Der Konzern teilte mit, den Wert der Investition in seiner Bilanz um 4,5 Milliarden Dollar (4,0 Milliarden Euro) nach unten korrigiert zu haben.

Mit der Abschreibung reagiert Altria auf die Krise des Start-ups, das wegen Todesfällen unter US-Jugendlichen nach dem Konsum von E-Zigaretten in der Kritik steht.

Lesen Sie hier mehr über die Juul-Krise

Juul drohen Verkaufsverbote in den USA, US-Präsident Donald Trump kündigte bereits "sehr strenge" Vorschriften an. Zuletzt kam die Firma dem bereits mit selbst auferlegten Einschränkungen zuvor. Auch in Deutschland steht Juul massiv in der Kritik. Kartuschen für die E-Zigaretten dürfen nicht mehr verkauft werden.

Altria hatte im vergangenen Dezember 12,8 Milliarden Dollar für eine 35-prozentige Beteiligung an Juul gezahlt. Der finanzielle Kraftakt war die größte Investition in der Geschichte des Marlboro-Konzerns.

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Altria wollte sich damit für den voranschreitenden Bedeutungsverlust traditioneller Zigaretten rüsten. Das Unternehmen tut sich schwer, da das Hauptgeschäft schrumpft. Juul hingegen wuchs zeitweise rasant dank neuartiger E-Zigaretten, die an USB-Sticks erinnern und über die aromatisierter, nikotinhaltiger Dampf eingeatmet werden kann. Inzwischen sind die Produkte aber sehr umstritten und das Start-up steckt in der Krise.

Lesen Sie hier einen Kommentar zu E-Zigaretten.

flg/dpa-AFX

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