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Wirtschaft

Mexiko

Öldiebe schlagen immer häufiger zu

Benzindiebe schlagen laut dem Ölkonzern Pemex in Mexiko immer häufiger zu. Doch der Schmuggel des geklauten Benzins ist ein gefährliches Milliardengeschäft. Regelmäßig kommt es zu Explosionen oder tödlichen Bandenstreits.

DPA

Tankwagen Pemex (Archiv)

Sonntag, 23.12.2018   00:14 Uhr

In Mexiko wird nach Angaben des staatlichen Mineralölkonzerns Pemex alle 30 Minuten versucht, illegal eine Benzinleitung anzuzapfen. Bis Oktober seien rund 12.500 solcher Vorfälle gemeldet worden, berichtete die Tagezeitung "Milenio" unter Verweis auf das Unternehmen.

Die Zahl der Straftaten steigt demnach im Vergleich zum Vorjahr rasant: Gemeldete Vorfälle seien um 45 Prozent gestiegen. In den Bundesstaaten Puebla, Hidalgo und Guanajuato sei es zu den meisten Übergriffen auf Überlandleitungen gekommen. Die Erfassungsquote sei laut Pemex auch durch eine bessere Überwachung zu erklären - was die Übergriffe jedoch nicht verhindere.

Diebstahl kostet Pemex 1,5 Milliarden Euro

Der Handel und Schmuggel von gestohlenem Benzin ist in Mexiko für kriminelle Organisationen ein Milliardengeschäft. Pemex erleide nach eigenen Angaben allein in diesem Jahr einen Verlust von 35 Milliarden Pesos (etwa 1,5 Milliarden Euro).

Doch der Diebstahl ist nicht ungefährlich: Regelmäßig kommt es zu Explosionen an den Pipelines, die zahlreiche Verletzte und Tote fordern. In den Diebstahl seien zudem sowohl lokale Gruppen als auch große Verbrechersyndikate verwickelt. Ein Bandenstreit kostete allein im vergangen Jahr zwölf Öldieben das Leben.

mje/dpa

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