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Niki Lauda will seine Fluggesellschaft zurück

Jahrelang betrieb Niki Lauda die nach ihm benannte Niki Luftfahrt GmbH. 2011 verkaufte er sie an Air Berlin. Nun, da der Konzern insolvent ist, liebäugelt die Formel-1-Legende mit einem Rückkauf.

AFP

Niki Lauda

Sonntag, 27.08.2017   19:14 Uhr

Niki Lauda, Ex-Formel-1-Star, Luftfahrtunternehmer und Gründer der Air-Berlin-Tochter Niki, kann sich eine Übernahme seiner einstigen Gesellschaft vorstellen. "Ich habe einen Brief an den Insolvenzverwalter von Air Berlin geschrieben, in dem ich mein Interesse an FlyNiki bekunde", sagte Lauda der österreichischen "Kronen-Zeitung". "Jetzt bin ich gespannt, was passiert, ob ich überhaupt zu den Verhandlungen eingeladen werde."

Er wolle die gleiche Chancen wie die Lufthansa, die einen Einstieg bei der insolventen Air Berlin "von langer Hand geplant" habe. Zunächst wolle Lauda einen Blick in die Bücher werfen. "Erst dann könnte man logischerweise entscheiden, ob es einen Sinn macht, Niki wieder zu übernehmen."

Lauda hatte im November 2003 die Fluggesellschaft Aero Lloyd Austria Luftfahrt GmbH mehrheitlich übernommen. Aus dieser entstand später die Niki Luftfahrt GmbH. 2011 verkaufte Lauda die Fluggesellschaft vollständig an Air Berlin.

Wie Ryanair-Chef Michael O'Leary fürchtet auch Lauda eine beherrschende Stellung der Lufthansa vor allem im deutschen Markt. Derzeit laufen Verhandlungen über eine Zerschlagung von Air Berlin. Einem Insider zufolge bietet die Lufthansa einen niedrigen dreistelligen Millionenbetrag für bis zu 90 der insgesamt 140 Flugzeuge.

Auch Condor und EasyJet gehören zu den Interessenten von Teilen der Airline. Der irische Billigflieger Ryanair und der Luftfahrtunternehmer Hans Rudolf Wöhrl kündigten an, Air Berlin komplett übernehmen zu wollen. Beide kritisierten, dass die Lufthansa im Verkaufsprozess bevorzugt behandelt werde.

Der Flugbetrieb von Air Berlin wird derzeit mit einem staatlichen Überbrückungskredit von 150 Millionen Euro aufrechterhalten.

ssu/dpa/Reuters

insgesamt 12 Beiträge
whocaresbutyou 27.08.2017
1. und ICH will ein Pony...
zuerst verkauft er seine Linie, weil er fürchtet, Lufthansa könnte den Markt dominieren und als sie es dann tatsächlich tun, überlegt er sie zurück zu kaufen? Hab ich da was nicht verstanden, oder tritt Nicki Lauda mit [...]
zuerst verkauft er seine Linie, weil er fürchtet, Lufthansa könnte den Markt dominieren und als sie es dann tatsächlich tun, überlegt er sie zurück zu kaufen? Hab ich da was nicht verstanden, oder tritt Nicki Lauda mit seinen 68 Jahren langsam in den Lebensabschnitt ein, in dem man sich am Kamin nach den "guten, alten Zeiten" zurück sehnt?
widower+2 27.08.2017
2. Was denn nun?
"Derzeit laufen Verhandlungen über eine Zerschlagung von Air Berlin. Einem Insider zufolge bietet die Lufthansa einen niedrigen dreistelligen Millionenbetrag für bis zu 90 der insgesamt 140 Flugzeuge." Einem anderen [...]
"Derzeit laufen Verhandlungen über eine Zerschlagung von Air Berlin. Einem Insider zufolge bietet die Lufthansa einen niedrigen dreistelligen Millionenbetrag für bis zu 90 der insgesamt 140 Flugzeuge." Einem anderen Artikel von heute auf SPON zufolge besitzt Air Berlin kein einziges Flugzeug mehr und es geht hauptsächlich um die Slots. Wie kann man einer Gesellschaft Flugzeuge abkaufen, die dieser gar nicht gehören?
ibecf 27.08.2017
3. Warum nicht so eine Art Versteigerung?
Verschiedene Teile oder am besten Air Berlin als Ganzes. Wer am meisten bietet bekommt den Zuschlag, dann kann sich keiner Beschweren das er benachteiligt wurde und der Anschein der Gleichbehandlung bleibt gewahrt. Auch ist [...]
Verschiedene Teile oder am besten Air Berlin als Ganzes. Wer am meisten bietet bekommt den Zuschlag, dann kann sich keiner Beschweren das er benachteiligt wurde und der Anschein der Gleichbehandlung bleibt gewahrt. Auch ist es im Sinne der Gläubiger, die vielleicht mehr Geld bekommen als wenn man sich gleich nur auf die Lufthansa eingeschossen hätten. Wenn sich jemand fragt was ist mit Arbeitnehmern, auf die wird im Insolvenzverfahren nur bedingt Rücksicht genommen. Ziel im Insolvenzverfahren ist es wenn möglich die Zahlungsfähigkeit wiederherzustellen(Erhalt ), ist dies nicht möglich wie bei Air Berlin die Vermögenswerte möglichst gewinnbringend zu veräußern um die Gläubiger größt möglich zu befriedigen(Liquidation)
teloudis 27.08.2017
4.
Die Lufthansa muss sich mit der Leasing Firmen einig werden, um sie übernehmen zu können.
Zitat von widower+2"Derzeit laufen Verhandlungen über eine Zerschlagung von Air Berlin. Einem Insider zufolge bietet die Lufthansa einen niedrigen dreistelligen Millionenbetrag für bis zu 90 der insgesamt 140 Flugzeuge." Einem anderen Artikel von heute auf SPON zufolge besitzt Air Berlin kein einziges Flugzeug mehr und es geht hauptsächlich um die Slots. Wie kann man einer Gesellschaft Flugzeuge abkaufen, die dieser gar nicht gehören?
Die Lufthansa muss sich mit der Leasing Firmen einig werden, um sie übernehmen zu können.
brooklyner 27.08.2017
5.
Ha, genau so würde es in einem Land ohne Korruption und Vetternwirtschaft von Statten gehen. Aber so wie die Chinesen nicht für Opel bieten durften, versucht man es auch hier wieder mit Wöhrl abzuziehen. Oder in diesem Fall [...]
Zitat von ibecfVerschiedene Teile oder am besten Air Berlin als Ganzes. Wer am meisten bietet bekommt den Zuschlag, dann kann sich keiner Beschweren das er benachteiligt wurde und der Anschein der Gleichbehandlung bleibt gewahrt. Auch ist es im Sinne der Gläubiger, die vielleicht mehr Geld bekommen als wenn man sich gleich nur auf die Lufthansa eingeschossen hätten. Wenn sich jemand fragt was ist mit Arbeitnehmern, auf die wird im Insolvenzverfahren nur bedingt Rücksicht genommen. Ziel im Insolvenzverfahren ist es wenn möglich die Zahlungsfähigkeit wiederherzustellen(Erhalt ), ist dies nicht möglich wie bei Air Berlin die Vermögenswerte möglichst gewinnbringend zu veräußern um die Gläubiger größt möglich zu befriedigen(Liquidation)
Ha, genau so würde es in einem Land ohne Korruption und Vetternwirtschaft von Statten gehen. Aber so wie die Chinesen nicht für Opel bieten durften, versucht man es auch hier wieder mit Wöhrl abzuziehen. Oder in diesem Fall mit Niki Lauda. Hierzulande wird ja auch immer abgewunken, wenn man das schwedische Modell ins Spiel bringt bei öffentlichen Ausschreibungen. In Schweden wird der Bewerber genommen, der am nächsten am Durchschnitt aller Angebote liegt und nicht der, der am besten lügt, was den Endpreis angeht. Mit überraschend positiven Folgen für den Kämmerer.

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