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Wirtschaft

Trotz Brexit

Siemens will in Großbritannien investieren

Siemens-Chef Joe Kaeser bekennt sich trotz Brexit zum Standort Großbritannien. In dem Land gebe es mehr Chancen als Risiken, sagte Kaeser nach einem Treffen mit Premierministerin May. Siemens werde weiter investieren.

DPA

Siemens-Chef Kaeser

Freitag, 31.03.2017   10:43 Uhr

Trotz des bevorstehenden Brexit sagt Siemens-Chef Joe Kaeser der britischen Wirtschaft eine positive Entwicklung voraus. Er sei zuversichtlich, dass das Land die Turbulenzen bewältigen könne, sagte der Manager in einem Interview mit dem Sender Sky News. Wirtschaftlich bleibe das Königreich neben Deutschland das wichtigste Land in Europa und biete viele Chancen.

"Ich und mein Unternehmen wollen weiter investieren. Es gibt für uns mehr Gelegenheiten als Risiken." Kaeser hatte sich dem Sender zufolge am Donnerstag mit Premierministerin Theresa May in ihrem Londoner Regierungssitz getroffen. Dabei sei es um die wirtschaftliche Lage sowie Ausbildung und erneuerbare Energien gegangen, sagte der Manager.

May stellte am Mittwoch den formellen Antrag zum Austritt ihres Landes aus der EU. Ihre Regierung und die 27 verbleibenden Staaten haben für die Scheidungsverhandlungen nun zwei Jahre Zeit. Die Regierung will einen harten Schnitt mit der Union und ist dafür auch bereit, auf einen Zugang zum europäischen Binnenmarkt zu verzichten.

Siemens schließt Milliardenübernahme in den USA ab

Wie Siemens am Donnerstagabend mitteilte, hat das Unternehmen die Milliardenübernahme des US-Softwareherstellers Mentor Graphics vollzogen. Die Übernahme hatte der Dax-Konzern bereits Mitte November angekündigt. Dabei war ein Kaufpreis von 37,25 Dollar je Aktie in bar angepeilt worden. Inklusive Schulden bezifferte Siemens den Unternehmenswert auf 4,5 Milliarden Dollar.

Mentor ist Spezialist für Automatisierungssoftware sowie das Design von Halbleitern. Mit dem Zukauf will Siemens seine Kunden Design- und Produktionssoftware für nahezu alle Kategorien anbieten. Mehr als 6000 neue Mitarbeiter werden nun in den Siemens-Konzern integriert.

nck/Reuters/dpa

insgesamt 14 Beiträge
elvis79 31.03.2017
1. Siemens
Stößt erst eigene Halbleiter und Elektro Firmen ab um paar Jahre später teuer andere aufzukaufen. Manager eben,Kurzsichtigkeit und Geldgeil.
Stößt erst eigene Halbleiter und Elektro Firmen ab um paar Jahre später teuer andere aufzukaufen. Manager eben,Kurzsichtigkeit und Geldgeil.
Joe Amberg 31.03.2017
2. Wenigstens einer in Deutschland...
...der beim Thema Brexit noch bei klarem Verstand ist. Gratulation!
...der beim Thema Brexit noch bei klarem Verstand ist. Gratulation!
pace335 31.03.2017
3.
Was soll man dazu sagen? Also ich bin gespannt wie unsere Medien einen eventuellen Erfolg des britischen EU- Austrittes retuschieren.
Was soll man dazu sagen? Also ich bin gespannt wie unsere Medien einen eventuellen Erfolg des britischen EU- Austrittes retuschieren.
taglöhner 31.03.2017
4.
Dass er das sagt und sich bei May einschleimt, ist vernünftig. Reine Willensbekundung, keine Größenordnung :). Keine Firma hüben wie drüben wird jetzt noch etwas sagen, was die Stimmung weiter verschlechtert, ist doch [...]
Zitat von Joe Amberg...der beim Thema Brexit noch bei klarem Verstand ist. Gratulation!
Dass er das sagt und sich bei May einschleimt, ist vernünftig. Reine Willensbekundung, keine Größenordnung :). Keine Firma hüben wie drüben wird jetzt noch etwas sagen, was die Stimmung weiter verschlechtert, ist doch klar. Dass er so handeln wird, wie er jetzt den Anschein erwecken will, ohne die Markt-, Arbeitsmarkt- Ex- und Importbedingungen auch nur annähernd zu kennen (auch May kennt die natürlich nicht), dürfen Sie getrost vergessen. Ich gönne Ihnen Ihren Optimismus, aber schauen Sie sicherheitshalber mal ins Original, um Enttäuschungen vorzubeugen ;): news.sky.com/story/siemens-boss-my-confidence-in-britains-future-after-brexit-10818704 "When I ask what would be the single most important element he would like to see included in the UK's agreement with Europe, he ponders and then replies, emphatically, that it is free movement of labour."
taglöhner 31.03.2017
5. Selbsthypnose
Na, das klingt jetzt aber schon so, als würde da bereits einer fest mit schlechten Nachrichten rechnen :). Nun, an den harten Zahlen wird zu Ihrer Beruhigung (?) schwer zu drehen sein. Wenn Sie übrigens meinen, [...]
Zitat von pace335Was soll man dazu sagen? Also ich bin gespannt wie unsere Medien einen eventuellen Erfolg des britischen EU- Austrittes retuschieren.
Na, das klingt jetzt aber schon so, als würde da bereits einer fest mit schlechten Nachrichten rechnen :). Nun, an den harten Zahlen wird zu Ihrer Beruhigung (?) schwer zu drehen sein. Wenn Sie übrigens meinen, "deren" Medien berichten jenseits der Yellow Press anders, als "unsere", haben Sie eine sehr unvollkommene Sicht. Wobei ich weiß, dass Sie auch hierzulande eine Postille finde, die Ihre Ansprüche an EU-feindliche, AfD, Putin- und Trumpfreundliche Berichterstattung befriedigt. Ich kenne eine, verrate aber nichts :). Wenn Sie doch nicht immer so verdammt neugierig wären, was bei SPON etc. steht, gell?.

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