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Wirtschaft

Elon Musks Raketenfirma

SpaceX will offenbar jeden zehnten Mitarbeiter feuern

Elons Musks Raketenfirma SpaceX will Reisen zum Mond und Mars anbieten - kämpft aber mit irdischen Problemen: Das Unternehmen ist offenbar zu schnell gewachsen - und will wohl viele seiner 6000 Beschäftigten entlassen.

AP/ Orlando Sentinel

SpaceX-Rakete beim Start in Florida

Samstag, 12.01.2019   08:25 Uhr

Das von Milliardär Elon Musk gegründete Raumfahrtunternehmen SpaceX will offenbar jeden zehnten seiner mehr als 6000 Mitarbeiter entlassen. Das berichtet die "Los Angeles Times" und beruft sich dabei auf eine E-Mail der Topmanagerin Gwynne Shotwell an die Belegschaft. "Das war eine schwierige, aber notwendige Entscheidung", schrieb Shotwell demnach. Die Nachrichtenagentur Reuters berichtete ebenfalls über einen geplanten Stellenabbau.

Das Unternehmen wollte sich auf Nachfrage nicht zur Zahl der Entlassungen äußern. Es sprach lediglich von einer "schlankeren" Organisation, für die man sich von einem Teil der Belegschaft trennen müsse.

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SpaceX: Revolutionäre der Raumfahrt

SpaceX will ab 2023 Flüge zum Mond anbieten. Auch Reisen zum Mars möchte Musk möglich machen. Zudem setzt er auf lukrative Aufträge der US-Weltraumbehörde Nasa, des US-Militärs und Satellitenunternehmen. Wiederverwendbare Bauteile sollen die Raumfahrt deutlich billiger machen.

Auch Amazon-Gründer Jeff Bezos drückt bei seiner privaten Raketenfirma Blue Origin aufs Tempo. Ebenso engagiert sich sein britischer Milliardärskollege Richard Branson im Geschäft mit Amateur-Astronauten.

nis/Reuters

insgesamt 13 Beiträge
thomas_linz 12.01.2019
1. Es geht eher um Umstruktionierung
Die SpaceX Homepage ist nach wie vor voll von Stellenauschreibungen. Sollten dennoch 10% entlassen werden, sind das im Vergleich zu den 2300 Stellen (25%) bei Ariane Group immernoch moderate Zahlen. Bei Tesla wurde der [...]
Die SpaceX Homepage ist nach wie vor voll von Stellenauschreibungen. Sollten dennoch 10% entlassen werden, sind das im Vergleich zu den 2300 Stellen (25%) bei Ariane Group immernoch moderate Zahlen. Bei Tesla wurde der Stellenabbau als untrügliches Zeichen, dass Tesla pleite ist, interpretiert. Prinzipiell ist festzuhalten, dass die Entwicklung von F9, FH und Dragon weitestgehend abgeschlossen sind. Alles auf BFS und Starlink umzuschichten, ging vielleicht nicht.
jojack 12.01.2019
2. Halb so wild
SpaceX-Mitarbeiter dürften keine Probleme haben, anderswo eine Anstellung zu finden. Sich im Bedarfsfall kurzfristig von Mitarbeitern zu trennen, ist Teil normaler amerikanischer Unternehmenskultur. Dafür sind auch die Gehälter [...]
SpaceX-Mitarbeiter dürften keine Probleme haben, anderswo eine Anstellung zu finden. Sich im Bedarfsfall kurzfristig von Mitarbeitern zu trennen, ist Teil normaler amerikanischer Unternehmenskultur. Dafür sind auch die Gehälter deutlich höher als bei uns.
sven2016 12.01.2019
3. Hire and fire
Die Musk-Firmen sind alle auf dünnem Eis gebaut. Weder langfristige Geschäftsplanung noch vernünftiger Umgang mit den "human ressources" sind gewünscht. Viel Vergnügen auf dem Mond mit dem Musk-Mobil.
Die Musk-Firmen sind alle auf dünnem Eis gebaut. Weder langfristige Geschäftsplanung noch vernünftiger Umgang mit den "human ressources" sind gewünscht. Viel Vergnügen auf dem Mond mit dem Musk-Mobil.
Ökofred 12.01.2019
4. Wohl wahr, aber..
Leider ist das nicht auf die Musk Firmen beschränkt. Man sehe zB GE, da ist das genauso und den Laden gibt schon über 100 Jahre.
Zitat von sven2016Die Musk-Firmen sind alle auf dünnem Eis gebaut. Weder langfristige Geschäftsplanung noch vernünftiger Umgang mit den "human ressources" sind gewünscht. Viel Vergnügen auf dem Mond mit dem Musk-Mobil.
Leider ist das nicht auf die Musk Firmen beschränkt. Man sehe zB GE, da ist das genauso und den Laden gibt schon über 100 Jahre.
Antidarwinist 12.01.2019
5. Visionäre tsts
Jetzt mussten sie wohl feststellen, dass die Wiederverwendung doch aufwendiger und kostspieliger ist als gedacht. Manche haben es vorausgesehen...
Jetzt mussten sie wohl feststellen, dass die Wiederverwendung doch aufwendiger und kostspieliger ist als gedacht. Manche haben es vorausgesehen...

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