Rekordminus bei Bankia
Spanische Krisenbank macht gigantischen Verlust
Madrid - Der spanische Finanzkonzern Bankia hat im vergangenen Jahr einen Rekordverlust von 19,2 Milliarden Euro angehäuft. Das teilte die Bank am Donnerstag mit. Zusammen mit dem Mutterkonzern BFA belief sich das Minus vor Steuern sogar auf 21,2 Milliarden Euro.
Bankia gilt als Symbol der spanischen Immobilien- und Kreditkrise. Der Konzern war im Zuge der Finanzkrise aus sieben angeschlagenen Sparkassen geformt worden - und entwickelte sich anschließend zu einem nationalen Alptraum. Das Institut war maßgeblich dafür verantwortlich, dass die viertgrößte Euro-Volkswirtschaft im vergangenen Jahr Hilfsgelder aus dem europäischen Rettungsfonds beantragen musste. Insgesamt soll Spanien 40 Milliarden Euro für seine Banken erhalten. Allein 18 Milliarden Euro Hilfe hat Bankia beantragt.
Der spanische Finanzsektor war in eine tiefe Krise geraten, als die Immobilienblase des Landes platzte. Mittlerweile steckt das ganze Land in einer Rezession. Das Volumen der faulen Kredite nimmt seit eineinhalb Jahren ununterbrochen zu - und belastet die Bankbilanzen weiter.
Eine Bad Bank soll Entlastung bringen. Die heimischen Geldhäuser können dort ihre Altlasten abladen, um ihre Bilanz rauszuputzen. Allein Bankia hat faule Kredite im Volumen von 22 Milliarden Euro dorthin ausgelagert.
Bankia will nun mit einem harten Sanierungskurs die Wende schaffen. Dazu sollen Tausende Stellen gestrichen und Geschäftsbereiche verkauft werden. Für 2013 hat das Institut schon wieder einen Gewinn versprochen. Am Donnerstag teilte Bankia mit, man habe 2012 Rücklagen von 26,8 Milliarden Euro gebildet. Zudem seien die Einlagen im vierten Quartal um 975 Millionen Euro angewachsen.
Stk/Reuters/dpa






