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Wirtschaft

Stahlkonzern

Thyssen-Personalvorstand soll Fusion mit Tata retten

In seiner Zeit als Gewerkschafter hat Oliver Burkhard viel Verhandlungsgeschick bewiesen. Jetzt soll der Manager den Streit zwischen der IG Metall und thyssenkrupp über eine geplante Fusion der Stahlsparte schlichten.

DPA

Stahlarbeiter bei thyssenkrupp

Samstag, 23.09.2017   16:53 Uhr

Im Streit über die Fusion der Stahlsparte von Thyssenkrupp mit Tata Steel soll Personalvorstand Oliver Burkhard eingreifen. Der frühere Chef der IG Metall in NRW solle mit dem stellvertretenden Aufsichtsratschef und IG Metall-Sekretär Markus Grolms eine Arbeitsgruppe leiten, teilte thyssenkrupp am Samstag nach einer Sitzung des Aufsichtsrats mit. Diese solle über die Fusionspläne beraten.

Am Freitag hatten mehrere Tausend Staharbeiter gegen den geplanten Zusammenschluss demonstriert, bei dem die Stahlgeschäfte der beiden Unternehmen zum zweitgrößten Stahlkonzern Europas verschmolzen werden sollen.

"Der Vorstand hat heute den Aufsichtsrat über die Inhalte des Memorandum of Understanding mit Tata zur Gründung eines gemeinsamen Joint Ventures der europäischen Stahlaktivitäten informiert", teilte der Konzern mit. Der Aufsichtsrat habe die Informationen zur Kenntnis genommen und beraten. In der Arbeitsgruppe unter der Führung von Burkhard und Grolms sollen die Vorstände des Konzerns und der Stahlsparte sowie Arbeitnehmervertreter des Unternehmens und der Stahlstandorte vertreten sein.

Die IG Metall begrüßte die Ankündigung. "Die Arbeitnehmervertreter haben sowohl gestern auf der Kundgebung als auch heute im Aufsichtsrat ihre Forderung nach Transparenz und Sicherheit deutlich zum Ausdruck gebracht", sagte der nordrhein-westfälische IG Metallchef Knut Giesler. Nun sollten die Informationen endlich auf den Tisch kommen, was gut sei.

Burkhard kommt nun eine Schlüsselrolle zu, muss er doch zwischen den Arbeitnehmervertretern und Hiesinger vermitteln. Der 45-Jährige war von Ende 2007 bis September 2012 Bezirksleiter der IG Metall in NRW. Seit 2013 ist er Arbeitsdirektor und Personalvorstand bei thyssenkrupp. Der Hesse gilt als gut verdrahtet. Sein Verhandlungsgeschick hatte er als Gewerkschaftschef in NRW unter Beweis gestellt. 2008 hatte er bei den Tarifverhandlungen eine Lohnerhöhung von 5,2 Prozent durchgesetzt und damit einen der höchsten Abschlüsse seit Jahren erzielt.

ssu/Reuters

insgesamt 1 Beitrag
PeterCollignon 23.09.2017
1. Wes Brot ich ess - des Lied ich sing
Im Streit über die Fusion der Stahlsparte von Thyssenkrupp mit Tata Steel soll Personalvorstand Oliver Burkhard eingreifen. Der frühere Chef der IG Metall .......
Im Streit über die Fusion der Stahlsparte von Thyssenkrupp mit Tata Steel soll Personalvorstand Oliver Burkhard eingreifen. Der frühere Chef der IG Metall .......

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