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Wirtschaft

Fahrdienstvermittler

Uber bereitet Mega-Börsengang vor

Der US-Fahrdienstvermittler Uber hat den Börsengang beantragt - es könnte einer der größten der Finanzgeschichte werden. Der Konzern will gut 100 Milliarden Dollar an der Börse einnehmen.

Hannah Mckay/REUTERS

Uber-Logo auf einem Smartphone

Donnerstag, 11.04.2019   23:50 Uhr

Der US-Fahrdienstvermittler Uber stellt die Weichen für einen der größten Börsengänge seit Jahren. Das Unternehmen will seine Aktien an der New York Stock Exchange unter dem Tickerkürzel "UBER" listen lassen, wie aus dem am Donnerstag nach US-Börsenschluss veröffentlichten Wertpapierprospekt hervorgeht.

Der Antrag enthält die Ergebnisse der vergangenen Geschäftsjahre: Uber steigerte den Umsatz 2018 im Jahresvergleich um 42 Prozent auf 11,3 Milliarden Dollar und machte einen Nettogewinn von knapp einer Milliarde Dollar. Beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen fiel jedoch ein Minus von 1,85 Milliarden Dollar an.

Details wie das genaue Datum des Börsengangs und wieviel Geld Uber bei Anlegern einsammeln will, blieben zunächst unklar. Zwischenzeitlich hatten Banken, die mit der Vorbereitung des Börsengangs betraut werden wollten, laut US-Medien bereits eine Gesamtbewertung von bis zu 120 Milliarden Dollar in Aussicht gestellt. Zuletzt hieß es jedoch, dass es wohl eher 100 Milliarden Dollar werden dürften.

Auch damit könnte Uber dennoch einen der größten Börsengänge der Finanzgeschichte und das am höchsten taxierte Debüt seit 2014 stemmen, als der chinesische Onlineriese Alibaba an die New York Stock Exchange ging.

Dennoch warnte das Unternehmen laut der Nachrichtenagentur Reuters, dass es "womöglich keine Profitabilität erreichen" werde: Wegen des Konkurrenzdrucks werde Uber vielleicht niemals Gewinn machen. Auch rechnet der Konzern demnach mit einem "erheblichen Anstieg" der Betriebskosten in absehbarer Zukunft.

kry/dpa/Reuters

insgesamt 24 Beiträge
andsolo 12.04.2019
1. Keine Gewinne
Aber mal einfach die Bewertung künstlich hoch ansetzen, damit viele ETFs den Schrott kaufen müssen. So kann es noch vergoldet werden. Gewinn künstlich aufgeblasen, ähnlich wie die Zahlen von Tesla zum Q3. Nachhaltiger Gewinn [...]
Aber mal einfach die Bewertung künstlich hoch ansetzen, damit viele ETFs den Schrott kaufen müssen. So kann es noch vergoldet werden. Gewinn künstlich aufgeblasen, ähnlich wie die Zahlen von Tesla zum Q3. Nachhaltiger Gewinn ist da wohl nicht drin. Und dann eine Gesamtbewertung von 100Mrd. ??? Das ist ja schlimmer als zu Zeiten des "Neuen Marktes".
gigi76 12.04.2019
2. 42% Wachstum
Auf diesem hohen Niveau ist das Wachstum sehr ordentlich. Werde in jedem Fall zeichnen.
Auf diesem hohen Niveau ist das Wachstum sehr ordentlich. Werde in jedem Fall zeichnen.
Newspeak 12.04.2019
3. ....
"Wegen des Konkurrenzdrucks werde Uber vielleicht niemals Gewinn machen." Muss man nicht verstehen, vermute ich. Was soll so ein Unternehmen an der Börse? Das dient doch nur der Geldwäsche von irgendwelchen reichen [...]
"Wegen des Konkurrenzdrucks werde Uber vielleicht niemals Gewinn machen." Muss man nicht verstehen, vermute ich. Was soll so ein Unternehmen an der Börse? Das dient doch nur der Geldwäsche von irgendwelchen reichen Oligarchen.
quercus_ilex 12.04.2019
4. Seifenblase
"Dennoch warnte das Unternehmen laut der Nachrichtenagentur Reuters, dass es "womöglich keine Profitabilität erreichen" werde" In anderen Worten: Das Unternehmen ist eventuell nicht 100+ Mrd. Wert sondern [...]
"Dennoch warnte das Unternehmen laut der Nachrichtenagentur Reuters, dass es "womöglich keine Profitabilität erreichen" werde" In anderen Worten: Das Unternehmen ist eventuell nicht 100+ Mrd. Wert sondern überhaupt nichts. Wäre für mich jetzt nicht so interessant als Geldanlage...
fraenki999 12.04.2019
5. War doch klar...
Nach der Einladung vom Wirtschaftsexperten Scheuer gibt es hier ja auch einiges an Kapital umzuverteilen. Da will man als Aktionär natürlich mitverdienen. Zahlen werden die Dividenden hier vor allem die "Mitarbeiter", die als [...]
Nach der Einladung vom Wirtschaftsexperten Scheuer gibt es hier ja auch einiges an Kapital umzuverteilen. Da will man als Aktionär natürlich mitverdienen. Zahlen werden die Dividenden hier vor allem die "Mitarbeiter", die als Subunternehmer dann nebenher noch Sozialhilfe beziehen, damit sie ihre Krankenkasse bezahlen können. Ach ja, wo zahlt Uber eigentlich Steuern?

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