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Wissenschaft

Knochenmarkspende

Hoffnung auf Aids-Therapie bekommt einen Dämpfer

Für mehrere Monate schienen zwei mit HIV infizierte Patienten frei vom Virus. Beide hatten wegen einer Krebserkrankung eine Knochenmarkspende erhalten. Doch nun berichten ihre Ärzte: Der Erreger wurde nicht besiegt.

AP/dpa

Forscher Timothy Henrich bei der Präsentation im Juli: HIV nicht dauerhaft zurückgedrängt

Samstag, 07.12.2013   18:55 Uhr

Mittels einer Knochenmarkspende HIV bekämpfen: Dass das möglich ist, dafür spricht der Fall eines Patienten in Berlin. Um seinen Blutkrebs zu behandeln, transplantierten ihm Ärzte Knochenmark. Anschließend fiel die HIV-Konzentration im Blut des infizierten Mannes unter die Nachweisgrenze.

In Boston (US-Bundesstaat Massachusetts) haben Ärzte zwei krebskranke und HIV-positive Männer ähnlich therapiert und im Juli optimistische Daten präsentiert. Einer der Patienten hatte sieben Wochen, der andere fünfzehn Woche keine Aids-Medikamente mehr genommen; bei beiden war das Virus nicht nachweisbar.

Die Wissenschaftler waren im Juli betont verhalten in ihrem Optimismus. "Obwohl diese Ergebnisse aufregend sind, bedeuten sie nicht, dass die Männer geheilt sind", betonte Timothy Henrich vom Brigham and Women's Hospital.

Nun musste Henrich auf einer Konferenz in Florida tatsächlich schlechte Nachrichten überbringen. Bei beiden Männern sei das Virus wieder nachweisbar, berichtete er laut US-Medien. Der erste Patient hatte im August wieder erhöhte Virus-Werte. Der zweite entschied, seine Medikamentierung dennoch weiter auszusetzen, bis im November auch seine Viruslast wieder anstieg, meldet der "Boston Globe".

Ergebnisse möglichst schnell vorgestellt

Die Forscher haben sich entschieden, die Ergebnisse möglichst früh zu präsentieren, ehe sie alle Daten analysiert haben. "Wir hatten das Gefühl, es sei unfair die Menschen nicht wissen zu lassen, wie der Stand der Dinge ist - besonders gegenüber potentiellen Patienten", sagte Henrich dem "Globe".

Dass das Virus zurückgekehrt ist, deutet darauf hin, dass es Reservoirs im Körper gibt, die schwer aufzuspüren sind. Auch wenn es nicht das Ergebnis sei, auf das man gehofft habe, ergeben sich nach Aussage Henrichs daraus Ansatzpunkte für die Behandlung von HIV-Infektionen.

Eine Knochenmarktransplantation sei keine generelle Therapieoption gegen Aids, hatte der in Berlin behandelnde Arzt Gero Hütter betont. Der Eingriff sei zu riskant. Das liegt unter anderem daran, dass für die Transplantation das Immunsystem des Empfängers gezielt geschwächt wird. Deswegen haben die Mediziner die Behandlung sowohl in Berlin als auch in Boston nur im Fall sehr schwer erkrankter Krebspatienten überhaupt eingesetzt.

wbr

insgesamt 8 Beiträge
filos eleftherias 08.12.2013
1. Nicht ganz vergleichbar mit dem Berlinpatienten
Der Unterschied ist, das im vorliegenden Fall eine autologe Knochenmark"trans"plantation, beim Berlinpatienten jedoch eine mit fremden Knochenmark eines homozygoten Δ32-Mutationsträgers. Es wäre zu schön, aber [...]
Der Unterschied ist, das im vorliegenden Fall eine autologe Knochenmark"trans"plantation, beim Berlinpatienten jedoch eine mit fremden Knochenmark eines homozygoten Δ32-Mutationsträgers. Es wäre zu schön, aber auch überraschend gewesen, bei den beiden vorliegenden Fällen auf ähnlichen Erfolg zu hoffen.
analyse 08.12.2013
2. Die erforderliche Schwächung des Immunsxstems ist
beherrschbar,aber eine Eliminierung der meist senr zahlreichen Viren durch Knochenmarkstransplation ist zumindest äußerst schwieig !
beherrschbar,aber eine Eliminierung der meist senr zahlreichen Viren durch Knochenmarkstransplation ist zumindest äußerst schwieig !
Medienkenner 08.12.2013
3.
HIV, so sagen zahlreiche internationale Wissenschaftler, ist doch gar nicht gefährlich, Aids ein Konstrukt, ein Milliarden Dollar Business, das sich finanziell zu erhalten lohnt. Im übrigen gibt es doch zahlreiche Menschen, die [...]
HIV, so sagen zahlreiche internationale Wissenschaftler, ist doch gar nicht gefährlich, Aids ein Konstrukt, ein Milliarden Dollar Business, das sich finanziell zu erhalten lohnt. Im übrigen gibt es doch zahlreiche Menschen, die mit dem (ubiquitären) HI-Virus schon 20 und mehr Jahre leben. Das beweist doch prinzipiell die eklatanten Defizite der HIV-Aids-Hypothese.
forscher Forscher 08.12.2013
4. .
Hier müssen Sie schon genau sein. Wie "zahlreich" sind diese Wissenschaftler denn? 50, vielleicht 100 Personen? Wie sieht denn die Publikationsliste dieser Personen aus? Worauf genau wird in diesen Publikationen, [...]
Zitat von MedienkennerHIV, so sagen zahlreiche internationale Wissenschaftler, ist doch gar nicht gefährlich, Aids ein Konstrukt, ein Milliarden Dollar Business, das sich finanziell zu erhalten lohnt. Im übrigen gibt es doch zahlreiche Menschen, die mit dem (ubiquitären) HI-Virus schon 20 und mehr Jahre leben. Das beweist doch prinzipiell die eklatanten Defizite der HIV-Aids-Hypothese.
Hier müssen Sie schon genau sein. Wie "zahlreich" sind diese Wissenschaftler denn? 50, vielleicht 100 Personen? Wie sieht denn die Publikationsliste dieser Personen aus? Worauf genau wird in diesen Publikationen, die natürlich alle aus Fachjournalen und nicht etwa im "Raum & Zeit"-Magazin publiziert wurden, die Annahme begründet? Zusätzlich hilft es, sich mit Statistik auszukennen. Dann würden Sie auch verstehen, warum es Langzeitüberlebende gibt und warum das als Argument keine Bedeutung hat. Aber das kann man dem Otto-Normal-Aidsleugner natürlich nicht abverlangen.
brainbox 08.12.2013
5. Es gehört mindestens ein Nobelpreisträger
zu denen, die die Ursache des erworbenen Immunschwächesyndroms gern belegt haben würden, Kary Mullis. Hier sind ein paar Daten Dr. Kary Banks Mullis (http://www.karymullis.com/biography.shtml) Und hier ist das Vorwort zu [...]
Zitat von forscher ForscherHier müssen Sie schon genau sein. Wie "zahlreich" sind diese Wissenschaftler denn? 50, vielleicht 100 Personen? Wie sieht denn die Publikationsliste dieser Personen aus? Worauf genau wird in diesen Publikationen, die natürlich alle aus Fachjournalen und nicht etwa im "Raum & Zeit"-Magazin publiziert wurden, die Annahme begründet? Zusätzlich hilft es, sich mit Statistik auszukennen. Dann würden Sie auch verstehen, warum es Langzeitüberlebende gibt und warum das als Argument keine Bedeutung hat. Aber das kann man dem Otto-Normal-Aidsleugner natürlich nicht abverlangen.
zu denen, die die Ursache des erworbenen Immunschwächesyndroms gern belegt haben würden, Kary Mullis. Hier sind ein paar Daten Dr. Kary Banks Mullis (http://www.karymullis.com/biography.shtml) Und hier ist das Vorwort zu Peter Duesbergs Buch "Inventing the AIDS Virus" ( Das AIDS Virus erfinden ), in dem Kary Mullis erzählt, wie er für einen Projektbericht den Beleg für die Hypothese 'HIV ist die mutmaßliche Ursache von AIDS' einen wissenschaftlichen Beleg suchte und nicht fand Viewpoint by Kary Mullis- Duesberg on AIDS (http://www.duesberg.com/viewpoints/kintro.html)

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HIV/Aids - Die Fakten

Die HIV-Infektion
Die Infektion mit HIV erfolgt über Körperflüssigkeiten wie Blut, Sperma und Scheidensekret, aber auch über die Muttermilch. Außer ungeschütztem Vaginal- und Analverkehr gilt die gemeinschaftliche Nutzung von Spritzen durch Drogensüchtige als ein Hauptübertragungsweg.

Bei normalem Körperkontakt gibt es dagegen kein Infektionsrisiko, da die Körperhaut im Gegensatz zur Schleimhaut über eine schützende Hornschicht verfügt. Bei Verletzungen oder Ekzemen können allerdings auch hier Erreger eindringen. Beim beruflichen Umgang mit Kollegen am Arbeitsplatz besteht ebenso wenig Ansteckungsgefahr wie bei Besuchen von Schwimmbad oder Sauna oder gemeinsamem Essen. Kein Risiko gibt es auch bei ärztlichen und zahnärztlichen Behandlungen, da die Desinfektion von Instrumenten das Virus zuverlässig abtötet.
Die Krankheit Aids
Das HI-Virus zerstört allmählich das Immunsystem, indem es die Zahl der T-Helferzellen im Blut drastisch senkt. Während in den ersten Wochen nach der Infektion grippeähnliche Symptome auftreten können (aber nicht müssen), folgen der Ansteckung mit HIV meist mehrere Jahre ohne körperliche Anzeichen. Währenddessen vermehrt sich das Virus im Körper. Mit dem Beginn der ARC-Phase (Aids Related Complex) treten erneut Beschwerden wie nach der Infektion auf. Wenn die eigentliche Krankheit beginnt, spricht man von der Diagnose Aids (Acquired Immunodeficiency Syndrome).

Aids wird durch verschiedene Erkrankungen definiert. Sogenannte opportunistische oder Sekundär-Infektionen und Tumoren nutzen die schwache Immunabwehr aus. Trotz einer Behandlung stirbt der Patient an einer der Folgeerkrankungen. Zusätzlich können schon im Vorfeld virenhemmende Medikamente eingesetzt werden. Beide Maßnahmen verlängern die Lebenserwartung und steigern die Lebensqualität der Betroffenen.

Das Virus
Das Humane Immundefizienz-Virus (HIV) ist ein Retrovirus. Diese Erreger sind in der Lage, ihren genetischen Code in das Erbgut des Wirtskörpers, in diesem Falle des Menschen, einzubauen. Deshalb kann das Virus nach einer Infektion nicht wieder vollständig aus dem Körper entfernt werden.

Das Virus kommt in zwei Stämmen vor. HIV-1 ist weltweit verbreitet. Mikrobiologen unterscheiden Subtypen mit den Buchstaben A bis I und O. Der zweite Stamm, HIV-2, ist vorwiegend in Westafrika verbreitet. Ansteckungs- und Krankheitsverlauf sind in beiden Fällen ähnlich.

Die weltweite Verbreitung
Laut UNAIDS sind weltweit schätzungsweise 37 Millionen Menschen mit dem HI-Virus infiziert. Mit mehr als zwei Drittel der Infizierten bilden die Länder des südlichen Afrikas ein Zentrum der Epidemie.

Im Jahr 2014 hatten 15,8 Millionen Menschen mit HIV Zugang zu einer antiretroviralen Therapie, die den Ausbruch von Aids verzögert. Die Versorgung der Infizierten ist weltweit sehr unterschiedlich. So erhalten laut Uno nur etwa 14 Prozent der Betroffenen in Nordafrika und dem Mittleren Osten eine Therapie. Ähnlich gering sind die Aussichten auf Behandlung in Osteuropa und den ehemaligen Sowjetrepubliken. Überdurchschnittlich gut sind die Chancen für Infizierte in Europa, Nord- und Lateinamerika sowie der Karibik.
Die Verbreitung in Deutschland
In Deutschland lebten 2014 nach einer Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) etwa 83.000 Menschen mit HIV/Aids. Die Zahl der Neuinfektionen lag bei 3200 und damit ähnlich hoch wie 2013. 480 Menschen starben demnach 2014 an den Folgen von Aids. Zum Vergleich: Mitte der neunziger Jahre starben in Deutschland bis zu 2500 Menschen pro Jahr an der Krankheit. Am häufigsten (72 Prozent) steckten sich homosexuelle Männer neu mit HIV. In 18 Prozent der Fälle erfolgte die Ansteckung nach heterosexuellem Kontakt, in 7 Prozent durch Gebrauch von Drogen.
Chronik
1981: Vor allem in Kalifornien und New York sterben junge Männer an einer Krankheit, die das Immunsystem der Kranken ausschaltet. Am 5. Juni berichtet die US-Gesundheitsbehörde CDC erstmals über die auffällige Zunahme seltener Krebs- und Lungenentzündungsformen bei jungen Homosexuellen.

1982: In Deutschland und anderen europäischen Ländern werden die ersten Fälle diagnostiziert. Die erworbene Immunschwächekrankheit wird Aids (Aquired Immunodeficiency Syndrome) genannt.

1983: Die Forschungsgruppen von Robert Gallo (USA) und Luc Montagnier (Frankreich) identifizieren das Virus, das die Krankheit auslöst. Später erhält es den Namen HIV (Human Immunodeficiency Virus).

1984: Der erste HIV-Antikörpertest wird vorgestellt.

1985: In Atlanta findet die erste Welt-Aids-Konferenz statt. Durch den Aidstod des US-Schauspielers Rock Hudson wird die Krankheit einer breiten Öffentlichkeit bekannt. In Deutschland dürfen ab Herbst keine Blutpräparate mehr ohne vorherigen HIV-Test verkauft werden. Über 2300 Menschen - darunter mehr als 1800 Bluter - hatten sich zuvor infiziert.

1986: Aus Afrika werden die ersten Aidsfälle gemeldet.

1987: AZT, das erste Medikament, das den Verlauf der Krankheit verlangsamen kann, erhält eine Zulassung.

1988: Die WHO führt den 1. Dezember als Welt-Aids-Tag ein.

1991: Die rote Schleife wird internationales Symbol für den Kampf gegen Aids.

1995: Sogenannte Protease-Hemmer kommen als neues Aidsmedikament auf den Markt.

1996: Die Vereinten Nationen gründen UNAIDS, eine Unterorganisation der Uno für den Kampf gegen die Krankheit.

1999: Wissenschaftler finden Belege dafür, dass das HI-1-Virus von einer Schimpansen-Unterart stammt, die nur im westlichen Zentralafrika vorkommt.

2003: Der erste Fusionshemmer kommt als vierte Klasse von Aidsmedikamenten in den USA auf den Markt.

2004: Die WHO startet die Initiative "3 by 5". Danach sollen 2005 drei Millionen Infizierte mit Medikamenten versorgt werden.

2005: Nach Angaben der UNAIDS sind über 40 Millionen Menschen weltweit mit HIV infiziert - ein neuer Höchststand. Das Berliner Robert Koch-Institut geht von 2600 Neuinfizierten in Deutschland aus. In Deutschland leben insgesamt 49.000 HIV-Positive.

2006: Der jüngste Welt-Aids-Bericht von UNAIDS meldet, dass die Rate der Neuinfektionen sich erstmals seit dem Ausbruch der Seuche verlangsamt. Immer noch erhalten viele Infizierte und Erkrankte in der Dritten Welt keine Versorgung, besonders HIV-positive Kinder.

2008: Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon legt einen Bericht vor, nach dem im Dezember 2007 weltweit schätzungsweise 33,2 Millionen Menschen mit HIV infiziert waren.

2012: Die Uno feiert größere Erfolge im Kampf gegen Aids. Die Zahl der Neuinfektionen weltweit ist deutlich gesunken.

2014: Forscher rekonstruieren frühe Ausbreitung von HIV. Die weltweit häufigste Variante des HI-Virus ist demnach wahrscheinlich um 1920 in Kinshasa entstanden.

2015: Immer mehr Menschen haben Zugang zu Medikamenten gegen HIV. Mehr als 40 Prozent der 37 Millionen Infizierten bekommen eine antiretrovirale Therapie.

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