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Wissenschaft
Samstag, 07.09.2019   09:55 Uhr

Astrophysik

Liebe Leserin, lieber Leser,

Freude, Wut und Trauer? Nichts weiter als chemische Reaktionen, antwortet der kühle Wissenschaftler. Doch rationale Erklärungen haben wir in der Regel keine im Kopf, wenn uns plötzlich Gefühle übermannen. Schließlich wissen wir manchmal selbst nicht genau, wie und warum wir auf einen Reiz reagieren.

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Heft 37/2019
King Boris
Chaos nach Plan? Wie Premier Johnson die Zukunft der Briten verzockt

Doch Emotionen machen uns gerade wegen ihrer Unberechenbarkeit so menschlich. Damit stehen sie auf den ersten Blick im Widerspruch zum Vorhersehbaren und Logischen.

Vielleicht reagieren Menschen deshalb selten emotional auf wissenschaftliche Veröffentlichungen - von einem Durchbruch in der Krebsforschung oder der Sichtung eines ausgestorben geglaubten Tieres einmal abgesehen. In der Physik dagegen fühlt sich eher selten jemand emotional von Forschungsergebnissen angesprochen.

Eine Ausnahme erlebte die Wissenschaft dieses Jahr: Im April veröffentlichten Forscher die erste Aufnahme von einem schwarzen Loch. Weltweit starrten Millionen Menschen fasziniert auf das Bild mit dem feuerroten Kreis, rund um den Globus war es in den Nachrichten zu sehen.

EHT Collaboration

Warum es die Menschen so fasziniert, darüber können auch die Forscher nur spekulieren. "Schwarze Löcher sind die extremsten Orte des Universums. Sie haben etwas Mystisches, fast wie der Eingang zur Hölle", sagte der deutsche Radioastronom Heino Falcke damals. Der Wissenschaftler hatte die Idee zum Event Horizon Telescope (EHT). Er ist einer der leitenden Forscher des Mega-Projekts.

Heute, mit etwas Abstand zu der Veröffentlichung, sagt Falcke dem SPIEGEL: "Wir haben komplett unterschätzt, welche Emotionen das Bild auslösen würde". Immer wieder sprechen ihn begeisterte Laien an und bedanken sich für das Bild, berichtet er. Auch die Forscher selbst waren ergriffen. "Es sind Tränen geflossen, als die Abbildung fertig war", berichtet Falcke.

Für das EHT-Projekt wurden weltweit mehrere Observatorien zusammengeschaltet, Hunderte Forscher haben jahrelang an der Visualisierung des schwarzen Lochs im Zentrum der Riesengalaxie M87 gearbeitet. Mehrmals drohte das Projekt aufgrund von Finanzierungslücken oder Streit unter den Forschern zu scheitern.

Am Donnerstagabend erhielt das EHT-Team für seine Leistung den Breakthrough Preis für fundamentale Physik, er ist mit drei Millionen Dollar (2,7 Millionen Euro) dotiert. Zwar ist die Auszeichnung nicht mit dem Renommee des Nobelpreises zu vergleichen. Aber für keinen Preis wird mehr Geld ausgeschüttet.

Man kann der Wissenschaft nur wünschen, dass sie immer wieder solche Momente erleben darf. Immerhin: Gerade hat Falcke angekündigt, dass die Forscher versuchen werden, die Rotation eines schwarzen Lochs zu filmen.

Herzliche Grüße

Jörg Römer

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NASA

Monster über dem Paradies. Gerade weil er sich so langsam fortbewegte, verheerte der "Hurrikan Dorian" den Norden der Bahamas. In dem Wirbelsturm herrschten Windgeschwindigkeiten von knapp 300 Stundenkilometern, doch das Sturmsystem selbst rührte sich kaum vom Fleck. Es wütete 40 Stunden lang und brachte Tod und Zerstörung. Den Überlebenden fehlt es nun an Wasser, Arzneien und Nahrung, Seuchen drohen.


Fußnote

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insgesamt 7 Beiträge
pjotr.morgen 07.09.2019
1. Mecos
Niemand weiß, ob es schwarze Löcher wirklich gibt, gnausogut könnte es sich um MECOS handeln. Nur will keiner der Foristen oder gar Wissenschaftler zugeben, dass es einen Bereich gibt, den man bis heute mangels [...]
Niemand weiß, ob es schwarze Löcher wirklich gibt, gnausogut könnte es sich um MECOS handeln. Nur will keiner der Foristen oder gar Wissenschaftler zugeben, dass es einen Bereich gibt, den man bis heute mangels wissenschaftlicher Messungen und Daten nicht erfassen kann.
Jay Eff 07.09.2019
2. Meco - Magnetospheric eternally collapsing object
Wissenschaft ist kein Geschichten-Wettbewerb. Es geht nicht darum so viele kreative Theorien zu entwickeln wie möglich. Schwarze Löcher bezeichnen Phänomene, wie das im Artikel beschriebene. Für Schwarze Löcher gibt es [...]
Wissenschaft ist kein Geschichten-Wettbewerb. Es geht nicht darum so viele kreative Theorien zu entwickeln wie möglich. Schwarze Löcher bezeichnen Phänomene, wie das im Artikel beschriebene. Für Schwarze Löcher gibt es Theorien und Beobachtungen. Theorien gehen natürlich weiter als Beobachtungen und können auch durch Beobachtungen widerlegt werden. Die bisherigen Beobachtungen von Schwarzen Löchern entsprechen dem was wir von Schwarzen Löchern erwarten und immer wenn es unerwartete Beobachtungen gibt, dann werden die bisherigen Theorien in Frage gestellt und es werden Erklärungen gesucht. Und wenn unsere Modelle der Realität an diese angepasst werden, dann nennt man das Fortschritt. Eine Theorie ohne nachvollziehbare Beobachtungen bringt uns allerdings nicht weiter und solange man diese "bis heute mangels wissenschaftlicher Messungen und Daten nicht erfassen kann (@pjotr.morgen)" bleibt es leere Theorie, und darunter fallen MECOs.
frantonis 08.09.2019
3. Erich von Däniken hatte bereits
in den 70er Jahren solche Fotos in seinen Büchern. Nichts neues.
in den 70er Jahren solche Fotos in seinen Büchern. Nichts neues.
Das Pferd 08.09.2019
4.
klar, vermutlich gibt es auch steinzeitliche Höhlenmalereien, in denen mal ein Kreis vorkommt. "Viele kamen allmählich zu der Überzeugung, einen großen Fehler gemacht zu haben, als sie von den Bäumen [...]
Zitat von frantonisin den 70er Jahren solche Fotos in seinen Büchern. Nichts neues.
klar, vermutlich gibt es auch steinzeitliche Höhlenmalereien, in denen mal ein Kreis vorkommt. "Viele kamen allmählich zu der Überzeugung, einen großen Fehler gemacht zu haben, als sie von den Bäumen heruntergekommen waren. Und einige sagten, schon die Bäume seien ein Holzweg gewesen,.............." Douglas Adams
haresu 08.09.2019
5. Ich glaube ...
... E. M. Cioran hat geschrieben, jeder Tag an dem man nicht geweint habe, sein ein verlorener Tag. Recht hat er, und eigentlich gibt es ja auch Grund genug zu heulen. Ich fürchte aber, im vorliegenden Fall handelt es sich eher [...]
... E. M. Cioran hat geschrieben, jeder Tag an dem man nicht geweint habe, sein ein verlorener Tag. Recht hat er, und eigentlich gibt es ja auch Grund genug zu heulen. Ich fürchte aber, im vorliegenden Fall handelt es sich eher um eine Selbstübermannung in Rührung und Stolz. Gut, ist harmlos, sollte trotzdem aber nicht mit echten Gefühlen verwechselt werden.
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