Schrift:
Ansicht Home:
Wissenschaft

Forscherpreis Breakthrough

22 Millionen Dollar und ganz viel Glamour

Eine Party à la Hollywood: Beim Breakthrough-Preis erhält jeder Sieger mehrere Millionen Dollar und posiert mit Filmstars auf dem roten Teppich. Wird die pompöse Wissenschaft-Sause zur Konkurrenz für den Nobelpreis?

DPA
Montag, 09.11.2015   18:08 Uhr

Mit Forschung Geld zu verdienen, ist nicht immer leicht. Aber zumindest beim Breakthrough-Preis lohnt sich gute Wissenschaft. In der Nacht auf Montag wurden bei der Verleihung im Nasa Ames Research Center in Mountain View, Kalifornien, knapp 22 Millionen US-Dollar (etwa 20,4 Millionen Euro) Preisgeld für herausragende Forschung verteilt. Die sieben Hauptkategorien sind mit jeweils drei Millionen US-Dollar (etwa 2,8 Millionen Euro) dotiert.

Die Verleihung wurde im Stil einer großen Hollywood-Gala inszeniert - moderiert von Seth MacFarlane, Schauspieler und Schöpfer der US-Zeichentrick-Serien "Family Guy". Zu den prominenten Gästen gehörten die Schauspieler Russell Crowe und Hilary Swank. Zudem trat der Musiker Pharrell Williams auf.

Der Preis wurde erstmals 2013 verliehen. Wer die Auszeichnung erhält, wird jedes Jahr von einer Jury bestehend aus vorherigen Preisträgern entschieden.

Hier einige Sieger:

Ob der Breakthrough-Preis langfristig dem weitaus renommierteren Nobelpreis Konkurrenz machen kann, dürfte sich erst in einigen Jahren zeigen. Finanziell gesehen ist er der schwedischen Auszeichnung aber weit voraus. Nobelpreisgewinner erhalten weitaus weniger Geld: Bis 2012 gab es für die Sieger zehn Millionen Kronen (1,12 Millionen Euro) - ab 2012 wurde das Preisgeld auf acht Millionen Kronen (gut 850.000 Euro) gesenkt.

Die hohen Breakthrough-Preisgelder sind vor allem durch die Finanzierung aus der IT-Branche möglich. Neben einigen weniger bekannten Unternehmen gehören Google-Chef Sergey Brin und Mark Zuckerberg von Facebook zu den Stiftern. Auch der russische Unternehmer Juri Milner, der 2012 bereits den Breakthrough Prize in Fundamental Physics ins Leben gerufen hatte, ist einer der Geldgeber.

joe

insgesamt 8 Beiträge
deltametro2 09.11.2015
1. Amerikanische Elite?
Club der schwarzen Querbinder... Sieg des Konformismus. Thanks Goodness gibt es noch die Frauen.
Club der schwarzen Querbinder... Sieg des Konformismus. Thanks Goodness gibt es noch die Frauen.
NiBle 09.11.2015
2. 30 Millionen Dollar?
Wenn die sieben Hauptkategorien mit jeweils 3 Millionen USD dotiert sind das m.E. etwas mehr als knapp 22 Millionen USD.
Wenn die sieben Hauptkategorien mit jeweils 3 Millionen USD dotiert sind das m.E. etwas mehr als knapp 22 Millionen USD.
NiBle 09.11.2015
3. 30 Millionen?
Wenn die sieben Hauptkategorien jeweils mit 3 Millionen USD dotiert sind, ergibt das m.E. etwas mehr als knapp 22 Millionen USD.
Wenn die sieben Hauptkategorien jeweils mit 3 Millionen USD dotiert sind, ergibt das m.E. etwas mehr als knapp 22 Millionen USD.
cassandros 09.11.2015
4. Pinke, Pinke
Wir lesen: "Ob der Breakthrough-Preis langfristig dem weitaus renommierteren Nobelpreis Konkurrenz machen kann, .....Finanziell gesehen ist er der schwedischen Auszeichnung aber weit voraus. Nobelpreisgewinner erhalten [...]
Wir lesen: "Ob der Breakthrough-Preis langfristig dem weitaus renommierteren Nobelpreis Konkurrenz machen kann, .....Finanziell gesehen ist er der schwedischen Auszeichnung aber weit voraus. Nobelpreisgewinner erhalten weitaus weniger Geld: ....." Wenn Geld das Entscheidende wäre, hätte der Leibniz-Preis der DFG - http://www.dfg.de/foerderung/programme/preise/leibniz-preis/ wohl dem Nobelpreis den Rang schon abgelaufen. Auch der ist 2,5 Mio. € weit höher dotiert als der Nobelpreis.
botellus_maximus 09.11.2015
5. Leibnitz-Preis
Die Dotierung des Leibnitz-Preis ist insofern nicht vergleichbar mit Breakthrough- und Nobel-Preis, als dass das Preisgeld des Leibnitz-Preises zweckgebunden ist und für die Forschung ausgegeben werden muss.
Zitat von cassandrosWir lesen: "Ob der Breakthrough-Preis langfristig dem weitaus renommierteren Nobelpreis Konkurrenz machen kann, .....Finanziell gesehen ist er der schwedischen Auszeichnung aber weit voraus. Nobelpreisgewinner erhalten weitaus weniger Geld: ....." Wenn Geld das Entscheidende wäre, hätte der Leibniz-Preis der DFG - http://www.dfg.de/foerderung/programme/preise/leibniz-preis/ wohl dem Nobelpreis den Rang schon abgelaufen. Auch der ist 2,5 Mio. € weit höher dotiert als der Nobelpreis.
Die Dotierung des Leibnitz-Preis ist insofern nicht vergleichbar mit Breakthrough- und Nobel-Preis, als dass das Preisgeld des Leibnitz-Preises zweckgebunden ist und für die Forschung ausgegeben werden muss.

Verwandte Artikel

Mehr im Internet

Verwandte Themen

Fotostrecke

Artikel

© SPIEGEL ONLINE 2015
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung
TOP