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Wissenschaft

Nachhaltigkeit im Alltag

Zwei Schritte ins umweltschonende Leben

Duschen statt Baden, mal auf ein neues Gadget verzichten, Gemüse regional und saisonal kaufen: Welche Schritte fallen leicht, welche schwer? Im Nachhaltigkeitstraining von SPIEGEL WISSEN wird zum Abschluss Bilanz gezogen.

Clara de Villiers/SPIEGEL WISSEN

Von
Freitag, 14.07.2017   11:59 Uhr

Das achtwöchige Nachhaltigkeitstraining von SPIEGEL WISSEN setzt an Punkten an, mit denen Sie leicht und ohne viel Zeitaufwand Ihren Alltag so verändern können, dass die Umwelt effektiv geschützt wird. Dies ist die achte und letzte Ausgabe.

Sie haben sich nun zwei Monate lang mit Nachhaltigkeit beschäftigt und ausprobiert, wie es ist, ganz praktisch das eigene Leben umweltfreundlicher zu gestalten. Natürlich können Sie nicht an all diesen Punkten weitermachen - das wäre zu viel auf einmal.

In dieser Woche geht es deshalb darum, darüber nachzudenken, welche der Nachhaltigkeitsübungen aus unserem Training dazu taugen, in Ihrem Alltag einen festen Platz zu finden. Denken Sie immer daran: Wenige Dinge, die Sie zuverlässig verändern, sind viel effektiver als zehn kleine Veränderungen, die Sie nicht durchhalten - und vielleicht auch gar nicht wollen. Deshalb ist es wichtig, eine klare Bilanz zu ziehen.

Basis-Übung

Such Dir eins aus. Hier finden Sie noch einmal alle Übungen und Anregungen, die Sie in den vergangenen Wochen zumindest zum Teil ausprobiert haben. Wählen Sie zwei aus, die Sie besonders einfach und gut fanden, und zwei, die Sie nicht gemacht haben oder sehr schwer und mühsam fanden:

Haben Sie zwei Tipps ausgewählt, die Sie gut und einfach fanden? Dann überlegen Sie sich nun, ob Sie diese in den Alltag übernehmen wollen. Diese zwei zu neuen Gewohnheiten zu machen - das wäre ein großer Schritt. Experimentieren Sie einfach noch eine Weile damit.

Sind Ihnen auch zwei Punkte aufgefallen, die Ihnen schwergefallen sind oder die Sie gar nicht gemacht haben? Das macht nichts. Registrieren Sie einfach, dass Sie diese Sachen nervig oder schwierig finden, und überlegen Sie an dieser Stelle kurz, warum das so sein könnte. Und dann erlauben Sie sich selbst, sich mit dem Thema erst einmal nicht zu beschäftigen. Vielleicht kommen Sie ja irgendwann darauf zurück.

Weiterführender Tipp

Es geht noch was. Wer Lust hat, das Thema Alltags-Nachhaltigkeit noch mehr zu vertiefen, der findet im Buch "Dein Weg zur Nachhaltigkeit: 350 praktische Tipps für den Alltag" von unseren Experten Leena Volland und Florian Schreckenbach zahlreiche weitere leicht umsetzbare Ideen.

Preisabfragezeitpunkt:
09.09.2019, 13:57 Uhr
Ohne Gewähr

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Florian Schreckenbach, Leena Volland
Dein Weg zur Nachhaltigkeit: 350 praktische Tipps für den Alltag

Verlag:
Books on Demand
Seiten:
208
Preis:
EUR 12,99

Wir wünschen Ihnen weiterhin viel Freude mit Ihrem nachhaltigen Alltag.

Das SPIEGEL-WISSEN-Team

insgesamt 7 Beiträge
hexenbesen.65 14.07.2017
1.
Naja..."saisonales Gemüse aus der Region"---da musste ich schon lachen.... Da werden Kartoffeln aus Spanien verkauft, obwohl die Kartoffeln auf dem Feld nebenan verfaulen.... Aber sonst achte ich auch auf [...]
Naja..."saisonales Gemüse aus der Region"---da musste ich schon lachen.... Da werden Kartoffeln aus Spanien verkauft, obwohl die Kartoffeln auf dem Feld nebenan verfaulen.... Aber sonst achte ich auch auf "Sparsamkeit"...das Handy meines Mannes ist über 10 Jahre alt, wir Duschen nur (oder waschen uns banal am Waschbecken), Restwärme kochen wir auch (von Muttern gelernt)..Das Licht wird überall aus gemacht, wir brauchen zuhause keine Schloßbeleuchtung...Wir laufen trotz Aufzug in den 3.ten Stock...Ausrangierte Sachen bringe ich, wenn noch zu gebrauchen (wir schmeißen eigentlich nur Sachen weg, die kaputt sind) ins Soziale Kaufhaus (oder Flohmarkt) (Einzig mit dem Auto fahre ich zur Arbeit, weil 8 km über dunklen Acker mit dem Rad als Frau -vorbei an "anrüchigen" Häusern...im Winter bei Eis und Schnee....Bahn ist zu umständlich, wäre ich fast ne Stunde unterwegs--mit dem Auto 10 Minuten) Wir erlauben uns "Luxus" in Maßen....Übriges Essen wärmen wir wieder auf, verwenden alles bis auf den letzten Krümel (wie gesagt, von Muttern--ein Kriegskind--gelernt)
OskarVernon 14.07.2017
2.
Das Phänomen gibt es bei fast allen Produkten, beileibe nicht nur Lebensmitteln: Da findet überteuerte "Marken"ware aus übelsten Produktionsverhältnissen in Asien reißenden Absatz, während nebenan der [...]
Zitat von hexenbesen.65Naja..."saisonales Gemüse aus der Region"---da musste ich schon lachen.... Da werden Kartoffeln aus Spanien verkauft, obwohl die Kartoffeln auf dem Feld nebenan verfaulen.... Aber sonst achte ich auch auf "Sparsamkeit"...das Handy meines Mannes ist über 10 Jahre alt, wir Duschen nur (oder waschen uns banal am Waschbecken), Restwärme kochen wir auch (von Muttern gelernt)..Das Licht wird überall aus gemacht, wir brauchen zuhause keine Schloßbeleuchtung...Wir laufen trotz Aufzug in den 3.ten Stock...Ausrangierte Sachen bringe ich, wenn noch zu gebrauchen (wir schmeißen eigentlich nur Sachen weg, die kaputt sind) ins Soziale Kaufhaus (oder Flohmarkt) (Einzig mit dem Auto fahre ich zur Arbeit, weil 8 km über dunklen Acker mit dem Rad als Frau -vorbei an "anrüchigen" Häusern...im Winter bei Eis und Schnee....Bahn ist zu umständlich, wäre ich fast ne Stunde unterwegs--mit dem Auto 10 Minuten) Wir erlauben uns "Luxus" in Maßen....Übriges Essen wärmen wir wieder auf, verwenden alles bis auf den letzten Krümel (wie gesagt, von Muttern--ein Kriegskind--gelernt)
Das Phänomen gibt es bei fast allen Produkten, beileibe nicht nur Lebensmitteln: Da findet überteuerte "Marken"ware aus übelsten Produktionsverhältnissen in Asien reißenden Absatz, während nebenan der einheimsiche Mittelständler mit hiesigen Sozial- und Ökostandards ums eigene Überleben und das seiner Angestellten kämpft - obwohl seine Ware weder schlechter noch teurer ist: Die taugt halt mangels wohlklingenden Markennamens nicht zum Angeben...
hexenbesen.65 14.07.2017
3.
Schade ist aber...ich würde GERNE die Bauern aus der Region unterstützen...aber wenn ich sehe, wie die morgens zum Großmarkt fahren und sich dort Sachen einkaufen.... Neeee- nicht mit mir. Seit wann wachsen bei uns in der [...]
Zitat von OskarVernonDas Phänomen gibt es bei fast allen Produkten, beileibe nicht nur Lebensmitteln: Da findet überteuerte "Marken"ware aus übelsten Produktionsverhältnissen in Asien reißenden Absatz, während nebenan der einheimsiche Mittelständler mit hiesigen Sozial- und Ökostandards ums eigene Überleben und das seiner Angestellten kämpft - obwohl seine Ware weder schlechter noch teurer ist: Die taugt halt mangels wohlklingenden Markennamens nicht zum Angeben...
Schade ist aber...ich würde GERNE die Bauern aus der Region unterstützen...aber wenn ich sehe, wie die morgens zum Großmarkt fahren und sich dort Sachen einkaufen.... Neeee- nicht mit mir. Seit wann wachsen bei uns in der Gegend Ananas oder Bananen ? Und der Blumenkohl sieht auch sehr nach Treibhaus aus.... (Meine Eltern hatten selber ein Gemüse/Obstacker ) Äpfel (anstatt aus der Region) werden eingeflogen.... Das witzigste: Veganer schimpfen auf die Fleischfresser....aber gerade DIE mögen sooo gerne Kiwis, Avocados und schlag-mich-tot... Alles schööön eingeflogen, mit soooooo nem Ökologischen Fußabdruck....
OskarVernon 14.07.2017
4.
Bitte Vorsicht mit Verallgemeinerungen: Natürlich gibt es die Beschriebenen - aber eben nicht nur. Man muss wie bei allen heimischen Produkten zuweilen ein wenig danach suchen, weiter nichts: Wenn das als eigener Beitrag zur [...]
Zitat von hexenbesen.65Schade ist aber...ich würde GERNE die Bauern aus der Region unterstützen...aber wenn ich sehe, wie die morgens zum Großmarkt fahren und sich dort Sachen einkaufen.... Neeee- nicht mit mir. Seit wann wachsen bei uns in der Gegend Ananas oder Bananen ? Und der Blumenkohl sieht auch sehr nach Treibhaus aus.... (Meine Eltern hatten selber ein Gemüse/Obstacker ) Äpfel (anstatt aus der Region) werden eingeflogen.... Das witzigste: Veganer schimpfen auf die Fleischfresser....aber gerade DIE mögen sooo gerne Kiwis, Avocados und schlag-mich-tot... Alles schööön eingeflogen, mit soooooo nem Ökologischen Fußabdruck....
Bitte Vorsicht mit Verallgemeinerungen: Natürlich gibt es die Beschriebenen - aber eben nicht nur. Man muss wie bei allen heimischen Produkten zuweilen ein wenig danach suchen, weiter nichts: Wenn das als eigener Beitrag zur Nachhaltigkeit schon zu viel verlangt sein soll, dann weiß ich´s auch nicht...
karl-felix 14.07.2017
5. Aber
die Kartoffel ist schon ein sehr gutes Beispiel für den Irrsinn , den wir betreiben . Sie benötigen jede Menge Wasser für die Kartoffel, die bei uns im humiden Klima sehr gut gedeiht. Diese jetzt also in Ägypten - einem [...]
Zitat von OskarVernonDas Phänomen gibt es bei fast allen Produkten, beileibe nicht nur Lebensmitteln: Da findet überteuerte "Marken"ware aus übelsten Produktionsverhältnissen in Asien reißenden Absatz, während nebenan der einheimsiche Mittelständler mit hiesigen Sozial- und Ökostandards ums eigene Überleben und das seiner Angestellten kämpft - obwohl seine Ware weder schlechter noch teurer ist: Die taugt halt mangels wohlklingenden Markennamens nicht zum Angeben...
die Kartoffel ist schon ein sehr gutes Beispiel für den Irrsinn , den wir betreiben . Sie benötigen jede Menge Wasser für die Kartoffel, die bei uns im humiden Klima sehr gut gedeiht. Diese jetzt also in Ägypten - einem tropisch/ariden Gebiet zu produzieren ist aber so was von daneben . Die dann noch zigtausende Kilometer zu transportieren ist noch nicht die Spitze des Wahnsinns. Von dieser ägyptischen Kartoffel - unter irrem Wasser/Energieeinsatz zu uns gelangt , schmeissen wir anschliessend fast die Hälfte ungenutzt weg . Im Ursprung: Die gekeimte Kartoffel wurde gevierteilt , hinterm Haus eingepflanzt, im Herbst ausgegraben und gegessen . Überreste wurden energetisch genutzt ( die Kartoffel vorher in Lehm gepackt - oder gingen durch die Sau . Da blieb kein Krümelchen von übrig . Ansonsten haben Sie völlig recht. Nur heute zu jammern die Lebensmittel wären Preistreiber ist schon irre schräg .
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